Ostheim

Ostheim: Haushaltsentwurf 2020 der Verwaltungsgemeinschaft genehmigt

Die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Ostheim beschäftigte sich in ihrer letzten Sitzung unter anderem mit dem Haushaltsentwurf für das Jahr 2020. Foto: Monika Skolimowska (dpa)

Eine umfangreiche Tagesordnung hatte die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Ostheim in der letzten Sitzung abzuarbeiten. Unter anderem ging es dabei darum, die finanziellen Weichen für das kommende Jahr zu stellen.

VG-Geschäftsstellenleiter und Kämmerer Marc Huter stellte den Haushaltsentwurf 2020 und die mittelfristige Finanzplanung vor. Im Verwaltungshaushalt hat man ein Volumen von 1,027 Millionen Euro eingeplant, womit man gut 90 000 Euro unter dem Vorjahresansatz liegt. Deutlich erhöht von 25 000 auf 123 700 Euro hat sich der Vermögenshaushalt, da beträchtliche Investitionen im IT- und EDV- Bereich anstehen.

Personalkosten können um etwa elf Prozent reduziert werden

Die Personalkosten können laut Huter um etwa elf Prozent reduziert werden auf 811 200 Euro, da die durch Ruhestandsversetzungen bedingte teilweise Doppelbesetzung von Stellen nun wieder wegfällt. Dass die VG selbst Nachwuchskräfte ausbilde, habe sich bewährt. Dem pflichtete auch der Vorsitzende, Ostheims Bürgermeister Ulrich Waldsachs, bei. Man sei froh, motivierte junge Leute für die Verwaltung gewonnen zu haben. Auch im kommenden Jahr sind wieder 35 000 Euro für Ausbildungskosten eingeplant.

Bei den Sachkosten fallen neu im Verwaltungshaushalt Ansätze für Kostenerstattung für die EDV-Betreuung und den Informations- beziehungsweise Datenschutzbeauftragten an. Auch die Einnahmen und Ausgaben für die Kommunalwahl 2020 finden ihren Niederschlag.

Der ungedeckte Finanzbedarf wird auf 842 100 Euro beziffert. Die Stadt Ostheim hat rund 577 600, die Gemeinde Sondheim 161 600 und die Gemeinde Willmars 102 800 Euro zu entrichten. Dies entspricht einer Umlage von knapp 173 Euro pro Einwohner.

Verwaltungsgemeinschaft verfügt über ein gutes Rücklagenpolster

Im Vermögenshaushalt sind wichtige Investitionen vorgesehen, unter anderem der Glasfaser-Anschluss des Rathauses im Rahmen eines neuen Förderverfahrens und der Austausch der kompletten Server-Hardware.

Da die VG über ein gutes Rücklagenpolster verfügt, ist beabsichtigt, den Vermögenshaushalt maßgeblich mit einer Entnahme aus der Rücklage in Höhe von 77 300 Euro zu finanzieren. So kann auch die Investitionsumlage mit 32 400 Euro auf einem ähnlichen Niveau wie in den Vorjahren gehalten werden. Ostheim hat nach dem Verteilerschlüssel rund 22 200, Sondheim 6200 und Willmars 4000 Euro an Investitionsumlage zu leisten. Dies entspricht 6,65 Euro pro Einwohner.

Die Gemeinschaftsversammlung genehmigte den Haushaltsentwurf und verabschiedete einstimmig die Haushaltssatzung, die mittelfristige Finanzplanung und den Stellenplan.

Bürger sollen in Zukunft Wasserzählerstände online eingeben können

Im weiteren Verlauf der Sitzung stellte Huter den Bericht der überörtlichen Rechnungsprüfung für die Jahre 2014 bis 2017 vor. Das Gremium erklärte sich mit den Erledigungen zu den Prüfungsfeststellungen einverstanden.

Die Gemeindevertreter beschäftigten sich mit diversen Beschaffungen. Zur Erleichterung der Eingabe von Wasserzählerständen soll ein spezielles Programm der AKDB angeschafft werden. So können Bürger einfach online ihre Zählerstände übermitteln. Die Kosten sind mit 1300 Euro beziffert, wobei die VG in den Genuss der Förderrichtlinie "Digitales Rathaus" kommt. Als sinnvoll wurde vom Gremium auch die weitere Digitalisierung im Bereich der Personalverwaltung erachtet. Ein entsprechendes Fachmodul für die elektronische Personalakte kostet rund 2400 Euro. Als aktuell nicht notwendig wurde die Beschaffung eines GPS-Gerätes gesehen. Damit spart man auch erst einmal eine mögliche Ausgabe von immerhin 15 000 Euro ein.

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