Ostheim

Ostheim soll lebens- und liebenswert bleiben

Mehr Veranstaltungen, mehr Tourismus, die Präsentation als Gesundheitsstandort: Das Kommunalunternehmen will Ostheim voranbringen. Die Bürger sollen daran mitarbeiten.
Ostheim soll die "Perle der Streu" bleiben: Das hat sich das Kommunalunternehmen „Tourismus und Marketing“ auf die Fahnen geschrieben. Mit neuen Angeboten soll zudem der Fremdenverkehr angekurbelt werden. Foto: Eva Wienröder/Archiv

"Ein l(i)ebenswertes Ostheim für alle – gestalten Sie mit." Unter diesen Aufruf hatte Leiterin Susanne Orf die Jahresauftaktsitzung des Kommunalunternehmens „Tourismus und Marketing“ in Ostheim gestellt. Rund 60 Bürger, Stadtratsmitglieder, Vereinsvorsitzende, Vermieter, Gastwirte, Händler und Gewerbetreibende waren der Einladung in den Rathaussaal gefolgt.

Orf gab dabei einen Rückblick auf die Aktivitäten des Kommunalunternehmens im Jahr 2019 und einen Ausblick auf die Vorhaben in den kommenden Monaten. Zudem stellte Lars Czuma, Projektmanager der Firma SK Standort & Kommune aus Fürth, die im Auftrag der Stadt Ostheim den Prozess der Stadtentwicklung begleitet, das bisher ausgearbeitete Konzept vor. Die Reihen wurden komplettiert durch Vertreter des Vereins für Stadtmarketing VSO.

Bürger sollen die Zukunft der Stadt mitgestalten

"Wir hoffen, Ihnen aufzeigen zu können, wie wir die Zukunft unserer Stadt gemeinsam gestalten können, damit das lebens- und liebenswerte Ostheim dies auch in sozialer, wirtschaftlicher und menschlicher Hinsicht bleibt", begrüßte Orf die Gäste. Dazu sollen die Bürger, Vereine, Handel und Gewerbe sowie die Tourismusbetriebe stärker in das Handeln des Kommunalunternehmens eingebunden werden. Zum bereits bestehenden Verwaltungsrat und Beirat wurden daher 2019, im zweiten Jahr nach der Gründung, sechs weitere Arbeitskreise ins Leben gerufen: Handel und Gewerbe, Tourismus, Gesundheit, Stadtfest, statt-Strand und genussvoller Adventsmarkt.

Zu den Aufgaben des Kommunalunternehmens gehören auch die tägliche Arbeit in der Tourist-Info und die Betreuung des Gruppenhauses in Oberwaldbehrungen. Klar, dass da auch der Fokus auf den Ausbau des Tourismus gelegt wurde. An insgesamt 15 Tagen war die Stadt Ostheim – zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Rhöner 5, den Rhöner Genussorten, aber auch alleine – auf Messen und Märkten vertreten, um Gäste für "die Perle der Streu" zu begeistern.

Neue Führungen für Einheimische und Gäste

In Ostheim selbst wurden neue Führungen in das Programm aufgenommen. Neben den „klassischen“ Führungen durch die Kirchenburg und die Stadt und der Mittelalterführung sowie Betriebsführungen bei Bionade und Streck Bräu wurden eine Liegestuhlführung und ein Abendspaziergang zu den Hügelgräbern neu eingeführt. Als 2018 frisch gekürter Genussort kamen in diesem Jahr eine Wurstverkostung bei der Metzgerei Ortlepp sowie eine Brauereiführung bei den Rhönpiraten hinzu.

Die Stadt hat zudem in das Gruppenhaus in Oberwaldbehrungen investiert. Zwar nehmen die Übernachtungen im Gruppenhaus seit 2017 kontinuierlich ab und lagen 2019 bei 1759 (2017: 2922 Übernachtungen), was laut Orf unter anderem daran liege, dass die Vhs Rhön und Grabfeld den Mountainbikekurs nicht mehr im Gruppenhaus abhält. 

Kurkonzerte haben ihren eigenen Charme

Traditionelle Veranstaltungen wie die Kurkonzerte wurden in der bewährten Form weitergeführt, die 17 Konzerte waren auch in diesem Jahr sehr gut besucht. Der Festumzug zum Bieranstich sowie die Abendveranstaltung zum Stadtfest wurden gut angenommen – ganz im Gegensatz zur Tafel, die, von Auswärtigen gelobt wurde, bei den Einheimischen aber wenig Anklang fand. "Recherchen ergaben, dass sich die Mehrheit der Befragten ein Volksfest mit Jahrmarktcharakter wünscht", machte Susanne Orf deutlich. 

Die Kurkonzerte in Ostheim werden gerne angenommen (im Bild Stadtmusikmeister Walter Bortolotti und die Musiker der Stadtkapelle Ostheim). Foto: Eva Wienröder

 Als „Trend-Veranstaltung“ geplant, konnte der 2019 erstmals veranstaltete statt-Strand an der Streu nicht nur Jugendliche, sondern alle Altersklassen begeistern. Keine Frage, dass sich der Bereich der Streu auch heuer wieder in eine Party- und Freizeitzone verwandeln wird. Vor dem Hintergrund, dass Ostheim zum Genussort gekürt wurde, wurde in diesem Jahr auch erstmals ein genussvoller Adventsmarkt veranstaltet, der ebenfalls ein Highlight im städtischen Veranstaltungskalender war.

Ostheim soll zum Gesundheitsstandort ausgebaut werden

Bei den Planungen für das laufende Jahr steht der Ausbau zum Gesundheitsstandort im Vordergrund. Ein erster Schritt in diese Richtung wurde vor einigen Wochen mit der Begehung des Fuchsweges gestartet. Im Jahr 2020 sollen sämtliche Ostheimer Rundwanderwege neu ausgeschildert und ein Flyer mit der korrekten Wegführung aufgelegt werden. "Wir sind uns aber bewusst, dass auch dies nur erste Schritte in die richtige Richtung sind", machte Orf deutlich. 

Zudem wird die Koordination und Umsetzungsbegleitung der im ISEK Einzelhandelskonzept festgelegten Maßnahmen eine große Rolle spielen. Und natürlich werden zum 10. Rhöner Wurstmarkt am 10. und 11. Oktober wieder tausende Menschen in Ostheim erwartet. 

Zur Erstellung einer Social Media Strategie holen sich die Ostheimer einen Profi ins Boot, um das Image der Stadt aufzupolieren, ein weiterer Partner soll zur Gewinnung neuer Gästegruppen bei Verbauchermessen die Werbetrommmel für Ostheim rühren. Wie Susanne Orf abschließend verkündete, bewirbt sich das Kommunalunternehmen zudem mit dem Projekt „Ostheimer statt-Strand - alles außer Sand “ um den Stadtmarketing-Preis unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Wirtschaftsministeriums in der Kategorie 1 (Größenklasse bis 10 000 Einwohner).

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