Heustreu

Otto Lilienthal fliegt über die Heuhalla

Die fünfziger Jahre sind wieder da. Zumindest im rasanten Tanz der Schautanzgruppe 2 beim Bunten Abend in Heustreu. Foto: Stefan Kritzer

Wenn eine Meerjungfrau die Gäste im bis auf den letzten Platz gefüllten Sportheim begrüßt, dann kann dies nur der Auftakt zu einem der traditionellen Bunten Abende des TSV Heustreu sein. Diese gehören zum Fasching in der Streutalgemeinde wie die Streu selbst. Und auch diesmal hatten sich die Närrinnen und Narren jede Menge Sketche, Gags und sehenswerte Tänze einfallen lassen. Kein Wunder also, dass beide Abende schon lange vorher restlos ausverkauft waren.

"Heuhalla" oder "Streutalphilharmonie". Die Bauarbeiter Michael Schneider (links) und Paul Greb diskutierten eifrig. Foto: Stefan Kritzer

"Auf hoher See" lautete das Motto des Bunten Abends, den Meerjungfrau Christian Hemmert und der Kapitän der MS Höschter, Moderator Michael Reubelt eröffneten. Die Purzelgarde nahm die Besucher auf einer Kreuzfahrt mit ins ferne Arabien zu einem zauberhaften Tanz aus tausendundeiner Nacht. Wie schwule Promis ein Tempolimit auf Autobahnen finden, war in der Talkshow "Tacheles" Thema. Wenn auch mit kuriosem Ende. Gertrud Deget sprach aus dem Leben einer geplagten Ehefrau. "Ich hätte ihn nicht nehmen sollen", erkannte sie zu Beginn ihrer Ehe. Nach Sprüchen ihres Göttergatten vom Typus "Wenn du das Hochzeitskleid nicht mehr brauchst, kann ich ja den Bulldog damit abdecken", war klar, wohin die Ehereise führen sollte.

Heustreu am Meer

Das junge Tanzpaar Marlene Reubelt (6) und Anton Niebling (8) verzauberten das Publikum und rissen es zu Beifallsstürmen hin. Die Garde Rot-Weiß brillierte mit einem sehenswerten und sehr flotten Marschtanz. Um das Thema Klimawandel zu verstehen, braucht es ein Mindestmaß an Bildung. Mutter Babsi und Tochter Nika Schreiber diskutierten da ein ums andere mal aneinander vorbei und kamen zu der Erkenntnis, dass der Klimawandel ja gar nicht so schlimm sei: Vielleicht liegt Heustreu dann irgendwann mal am Meer.

Nach der Pause schlug die große Stunde der beiden Bauarbeiter Michael Schneider und Paul Greb. Beide machten schön langsam auf der Festhallenbaustelle und wollten gar keinen Stress aufkommen lassen, frei nach dem Motto "Wer sich zuerst bewegt, zahlt eine Kiste Bier". Den neuen Namen "Dorfzentrum" fanden die beiden gar nicht geeignet. Besser wäre doch "Heuhalla" oder "Streutalphilharmonie". Und für die Fertigstellung benötigen sie die ins Wasser des Mühlgrabens gefallenen Steine am Weg des Kirchumgangs.

Den Zauber aus tausendundeiner Nacht brachte die Purzelgarde zum Bunten Abend mit. Foto: Stefan Kritzer

Lollipop, Petticoat und Elvis Presley standen im Vordergrund des wunderbaren Tanzes der Schautanzgruppe 2, die das Publikum in die rasanten 50er Jahre entführte. Die Schautanzgruppe 1 hingegen hatte Luftfahrtpionier Otto Lilienthal zum Thema auserkoren mit Ausflügen und Kostümen aus dem frühen 20. Jahrhundert. Eine Augenweide!

Zwei Meeresbewohner sorgten mit ihren Witzen für zahlreiche Lacher und Nadine Zehe und Martina Niebling mühten sich mit diversen Yoga-Übungen ab. Ohne Bauchredner Michel und Harald sowie dem umjubelten Männerballett rund ums Thema Heidi und Ziegenpeter sollte der Bunte Abend unter dem Beifall des begeisterten Publikums nicht zu Ende gehen.

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