Bad Königshofen

Pater Anselm Kraus: "Die Kirche gehört zum christlichen Glauben"

Das Foto zeigt in der Mitte Franziskaner-Minoriten-Pater Dr. Anselm Kraus vom Kloster Schönau im Spessart, rechts Pfarrer Karl Feser von der Pfarrei Mariä Himmelfahrt sowie Organisator Hans Hofmann (2. von links) von der Franziskanischen Gemeinschaft und Bernhard Weigand von Seiten der Verwaltung der Klosterkirche. Foto: Josef Kleinhenz

„Mit Franziskus in der Spur Jesu Christi“ - dieses Thema wählte Franziskaner-Minoriten-Pater Dr. Anselm Kraus vom Kloster Schönau/Spessart zu den Gebetstagen an Fasching in der Klosterkirche. Der Ordensmann, ursprünglich aus Hendungen, wollte damit der Franziskanischen Gemeinschaft in Bad Königshofen den Rücken stärken. Denn auch sie stellt diesen Heiligen in den Mittelpunkt ihrer religiösen Betrachtungen.

„Die Kirche ist ein Herzensanliegen von Franziskus gewesen. Und nach seinem Verständnis ist die Kirche sichere Zuflucht, Wächterin echten Glaubens und Garant in der Liturgie“, sagte der Pater  in seiner Abschlussansprache. Darin fasste er mehr oder weniger seine Predigtreihe während der letzten drei Faschingstage zusammen.

Franziskus ließ sich seine "kirchliche" Lebensweise vom Papst bestätigen

Obwohl Franziskus kein Theologe oder Priester gewesen sei, habe er Gottes Wort, das er persönlich erfahren durfte, in die Tat umgesetzt. „Er lebte“, so Pater Anselm Kraus, „nach dem Evangelium im Rahmen der Kirche und hat für seine Zeit die Schrift erschlossen und den Menschen das Bild von Jesus nahe gebracht“. 1209 sei er mit seinen Brüdern vorsorglich nach Rom gegangen, um sich vom Papst seine Lebensweise „als kirchlich“ bestätigen zu lassen, berichtete Pater Anselm Kraus.   

„Franziskus, siehst du nicht wie mein Haus verfällt, gehe und baue es auf!“, soll ihn der Herr  in einem einschneidenden Lebensereignis, das sein Leben völlig veränderte, aufgefordert haben.  „Franziskus machte dann zwei Jahre nichts anderes, als Kirchen zu renovieren, um so das Haus des Herrn einladend zu gestalten", erklärte Kraus.   

Referent hält die Existenz der Kirche für wichtig

Als einfacher Laie habe der Heilige auch den Mut gehabt, zu predigen. Dabei habe er gar den Eindruck erweckt, er wolle „der Prominenz“, Priestern oder Bischöfen, „etwas wegnehmen“. Doch sei es ihm intensiv um die Glaubensverbreitung gegangen. Dass auch heute gläubige Menschen Franziskus nachahmen können, sei durchaus vorstellbar. Pater Anselm Kraus: „Wir müssen uns Jesus Weisungen, wie Leben gelingt, zeigen lassen“. Daher brachte Pater Anselm Kraus das Leben des heiligen Franziskus in der Klosterkirche eingehend zur Sprache, wie er hinterher in einem Gespräch sagte.

Viele Menschen würden sich zwar heute von der Kirche abwenden, doch sie gehöre zum christlichen Glauben dazu. Dabei zitierte Pater Anselm in einer Bibelstelle Jesus Worte: „Du bist Petrus der Fels, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen – und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen...“. Damit untermauerte der geistliche Referent die feste Existenz der Kirche.

Pfarrer Karl Feser zelebriert den Abschlussgottesdienst

Die feierliche Abschlussandacht zu den Gebetstagen hielt Pfarrer Karl Feser, der Leiter der Pfarreiengemeinschaft „Grabfeldbrücke“. Er erhob am Ende das Allerheiligste hin zu den Gläubigen und spendete den eucharistischen Segen.

In der Klosterkirche Bad Königshofen übergab Stadtrat Bernhard Weigand im Namen der Stadt an Pater Dr. Anselm Kraus ein Buchgeschenk. Der Geistliche begleitete die traditionellen Gebetstage. Foto: Josef Kleinhenz

Organisator Hans Hofmann von der Franziskanischen Gemeinschaft und Bernhard Weigand seitens der Klosterkirchenverwaltung sprachen an Pater Anselm Kraus unter Beifall der Kirchenbesucher herzliche Dankesworte für seine geistliche Begleitung der Gebetstage. Hofmann übergab ihm eine Spende der Pfarrei Mariä Himmelfahrt für klösterliche Dienste, Weigand ein Buchgeschenk der Stadt.

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