Stockheim

Pfarrhaus-Sanierung soll schnell starten

Nach dem verheerenden Brand beginnen im Stockheimer Pfarrhaus die Aufräumarbeiten. Viele Fachfragen müssen geklärt werden, bis die Sanierung beginnen kann.
Das Pfarrhaus in Stockheim nach dem Brand: Ein Gerüst umschließt das Gebäude und das Dach wurde mit einer Folie versehen, um das Haus vor Witterungseinflüssen zu schützen. Foto: Simone Stock

Ein Gerüst umkleidet das Haus, das Dach ist mit einer Spezialfolie abgedeckt und ein Absperrband mahnt Unbefugte, hier Abstand zu halten: Das Pfarrhaus in Stockheim steht derzeit als stiller Zeuge des Dramas, das sich am frühen Morgen des 6. Februar ereignet hat, am Tanzberg. Ein Brand hatte im Obergeschoss gewütet, Pfarrer Andreas Hutzler wurde von Nachbarn mit einer Leiter aus dem brennenden Gebäude gerettet

Die Aufregung war groß im Ort, ebenso wie die Sorge um Pfarrer Hutzler, der glücklicherweise unverletzt geblieben ist. Nun, knapp eine Woche nach dem Brand, beginnen im Haus die Aufräumarbeiten, sagt Bürgermeister Martin Link auf Anfrage dieser Redaktion. Eigentümerin des Pfarrhauses ist die Diözese Würzburg, so Link, für die Versicherung ist jedoch die Gemeinde Stockheim beziehungsweise der Bürgermeister Ansprechpartner. 

Gerüst ums Haus aufgestellt

Wie berichtet, hatte laut Kriminalpolizei ein technischer Defekt den Brand ausgelöst. Am Nachmittag des Brandtags war bereits ein Sachverständiger der Versicherungskammer Bayern vor Ort, um den Schaden zu begutachten. Ersten Schätzungen zufolge liegt er allein für das denkmalgeschützte Gebäude zwischen 300 000 und 400 000 Euro, hieß es. 

In Absprache mit der Versicherung wurde nun Mitte der Woche ein Gerüst rund um das Haus aufgestellt, und auch Mitarbeiter der Brandversicherung waren vor Ort. Ein Statiker soll beurteilen, inwieweit die Decken im historischen Gebäude bleiben können oder ob das Haus komplett entkernt werden muss. Bei den Löscharbeiten hatten sich die Lehmdecken mit Wasser vollgesogen, einige Abschnitte sind eingestürzt. Um weitere Schäden im Haus zu verhindern, wurde eine Folie über das Dach gespannt, so dass es vor Witterungseinflüssen geschützt ist.

Inventar muss entsorgt werden

Das Inventar des Pfarrhauses ist ebenfalls komplett zerstört, wie hoch hier der Schaden ist, kann laut Gemeindechef noch nicht beziffert werden. Eine Fachfirma war am Mittwoch zugange, um zu ermitteln, was alles in Containern entsorgt werden muss. Und auch das Denkmalamt hat sich angekündigt, um den Schaden zu begutachten, so Link.

Dass das Haus wieder instandgesetzt wird, steht für den Bürgermeister außer Frage. Zum einen ist das Pfarrhaus ortsbildprägend, zum anderen gehört es zum historischen Ensemble rund um den Tanzberg. "Es ist ein Wahrzeichen unseres Dorfes." Ab kommender Woche sollen daher in Absprache mit der Versicherung Aufträge erteilt werden, um zügig mit den Sanierungsarbeiten beginnen zu können. "Natürlich wird das weitere Vorgehen mit der Diözese und dem beauftragten Architekten abgestimmt", so Link. 

Wie es für Pfarrer Hutzler in den kommenden Wochen und Monaten weitergeht, kann und möchte er derzeit noch nicht sagen. Für seine Gemeinde ist er in den nächsten Wochen im Pfarrbüro in Ostheim zu erreichen.

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