Heustreu

Polizei zu Faschingszug in Heustreu: „Das war teilweise richtig gefährlich!“

Jede Menge los war beim Faschingsumzug in Heustreu. Das Verkehrskonzept wurde aber nicht so befolgt, wie Polizei und Veranstalter es gerne gehabt hätten.  Foto: Stefan Kritzer

Der Faschingsumzug durch die Streutalgemeinde am vergangenen Samstag war ein Fest der guten Laune für alle Teilnehmer. Mehrere tausend Närrinnen und Narren feierten bis spät in den Abend in den Straßen sowie am Festplatz. Für Kopfschütteln bei der Gemeinde wie bei der Polizei sorgte aber das Bringen und Abholen der jungen Leute entlang der Staatsstraße 2445. Hier kam es zu mehreren gefährlichen Szenen mit vorbeifahrenden Autos. Unnötigerweise, denn eigentlich war das Bringen und Abholen in diesem Straßenbereich verboten.

Trotz Stau Zufahrt über Taubachsmühle am sichersten

Mit einem neuen Verkehrskonzept für die Zufahrt zum Faschingsumzug hatte die Gemeinde in Absprache mit der Polizei im Vorfeld des Faschingszuges überrascht. Die einzige Zufahrt nach Heustreu sollte über Hollstadt erfolgen. Närrinnen und Narren aus Richtung Bad Neustadt hätten so erst über die B279 neu bis zur Taubachsmühle und von dort über Hollstadt nach Heustreu fahren müssen. „Das hat auch prima funktioniert“, sagt Gerd Jahrsdörfer von der Polizeiinspektion Bad Neustadt. „Es hat zwar einen Stau gegeben und die Leute mussten warten. Aber sicher war diese Zufahrt nach Heustreu auf jeden Fall.“

Aber, so müssen es die Verantwortlichen der Gemeinde wie der Polizei nun offen eingestehen, sei dieses Verkehrskonzept nur zum Teil aufgegangen. Nicht wenige junge Leute sind entlang der Staatsstraße 2445 im Kreuzungsbereich zur B 279 alt verbotenerweise aus dem Auto gestiegen. Und abends im Dunkeln wieder ein! Dass hierbei nichts passiert ist, ist lediglich dem Umstand zu verdanken, dass sowohl die Polizei wie auch das Technische Hilfswerk und die Feuerwehr den gesamten Straßenbereich auf einer Länge von mehreren hundert Metern ausgeleuchtet haben. Obendrein wurden den vorbeifahrenden Autofahrern signalisiert, die Geschwindigkeit beim Durchfahren dieses Bereichs zu reduzieren.

Konzept wird noch einmal überarbeitet

„Das war trotzdem ziemlich gefährlich“, betonte Gerd Jahrsdörfer im Gespräch mit dieser Zeitung. „Wir wollten genau das mit dem neuen Verkehrskonzept auf jeden Fall vermeiden“, betont er, lobte aber gleichzeitig die Einsatzkräfte, die alles versucht hatten, die Sicherheit in diesem Straßenbereich zu gewährleisten. Für die Zukunft wollen Gemeinde wie Polizei das Konzept noch einmal überarbeiten. Wie, das steht aber noch nicht fest.

„Das diesjährige Konzept hat auf jeden Fall viele Vorteile“, sagt auch Bürgermeister Ansgar Zimmer. „Es ließ sich aber nicht verhindern, dass einige unvernünftigerweise auf der Staatsstraße unterwegs waren.“ Für den Faschingsumzug 2021 kündigte der Bürgermeister weitere Aktualisierungen des Sicherheitskonzeptes an. „Vielleicht müssen wir die Leute zu ihrem Glück zwingen“, sagte Ordnungshüpter Jahrsdörfer. Ins Gespräch brachte er einen zwei Kilometer langen Zaun entlang der Staatsstraße 2445.

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