BAD NEUSTADT/NINGBO

Preh jetzt eine 100 Prozent Joyson-Tochter

Spaß zusammen: Michawel Roesnick (rechts)  und Joyson Eigentümer Jeff Wang bei der einweihung der neuen Preh-Ausbildungwerkstadtt.
Spaß zusammen: Michawel Roesnick (rechts) und Joyson Eigentümer Jeff Wang bei der einweihung der neuen Preh-Ausbildungwerkstadtt. Foto: Herbert

Zu 25,1 Prozent war Preh bisher noch im Besitz der Mitgesellschafter Deutsche Beteiligungs AG und vom Management von Preh in Bad Neustadt. Nach der Übernahme dieser Anteile ist das Unternehmen nun eine 100-Prozent-Tochter von Joyson Electronics aus China, bisher schon Mehrheitseigentümer von Preh mit 74,9 Prozent. Die 100-Prozent-Übernahme war bereits beim Einstieg von Joyson angekündigt.

Nach Zustimmung der chinesischen Börsenaufsicht hat die Joyson Investment Holding Co., Ltd, den Automobilzulieferer aus Bad Neustadt in die börsennotierte Joyson Electronics eingebracht, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung von Preh und Joyson. Die Gesellschaft ist an der Börse von Shanghai gelistet.

Konstanz im Managememt

An der Spitze von Preh in Bad Neustadt soll sich nichts ändern. „Das Preh-Management bleibt in unveränderter Zusammensetzung im Amt und ist weiterhin durch langfristige Verträge gebunden. Kontinuität ist auch im Außenauftritt gewährleistet: Der Firmenname Preh bleibt erhalten“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Und auch das klare Bekenntnis von Joyson zu Preh und zum deutschen Standort wird darin hervorgehoben. Beleg dafür sei nicht zuletzt die nachhaltige Stärkung der Eigenkapitalquote von Preh auf über 40 Prozent. Besonders aber zwei Investitionsentscheidungen nach dem Einstieg von Joyson bei Preh würden die Wichtigkeit des Preh-Stammsitzers Bad Neustadt deutlich machen: zum einen die Erweiterung und Modernisierung des Preh-Ausbildungszentrums im Jahr 2011, zum anderen die Einweihung einer neuen Fertigungshalle für den Produktbereich Preh Innovative Automation (PIA) 2012. Investitionen, die sich auf einen Gesamtbetrag von über 2,5 Millionen Euro belaufen. Zusätzlich wurden Aufwendungen und Kapazitäten für Forschung und Entwicklung am deutschen Standort stark erhöht.

Positiv entwickelt

Jeff Wang, Chairman und Gesellschafter von Joyson, erklärte dazu: „Die Zusammenarbeit mit Preh hat sich in den vergangenen eineinhalb Jahren derart positiv entwickelt, dass wir nun als global aufgestellter Automobilzulieferer mit chinesischen und deutschen Wurzeln eine interessante Börsenstory schreiben können.“ Joyson und Preh würden sich ideal ergänzen – von der regionalen Aufstellung wie von Kernkompetenzen her.

„Wir haben seit dem Einstieg von Joyson bewiesen, dass Preh mit Blick auf Produktqualität, Innovationskraft und Projektmanagement ein verlässlicher Partner für unsere Kunden geblieben ist“, sagte Michael Roesnick, Vorsitzender der Geschäftsführung der Preh GmbH. „Mit vereinten Kräften werden wir uns neue Märkte erschließen und gemeinsam an Produktinnovationen und Fertigungslösungen arbeiten, gleichzeitig ist für unsere Kunden und Mitarbeiter ein Höchstmaß an Kontinuität sichergestellt“, so Roesnick weiter.

Für die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) erklärte Vorstandsmitglied Rolf Scheffels: „Die Entwicklung hat gezeigt, dass wir Preh in gute Hände gelegt und eine hervorragende Ausgangsposition für die nachhaltige Weiterentwicklung des Unternehmens geschaffen haben. Preh hat sich als erfolgreiches Investment für die DBAG erwiesen.“

Joyson Electronics besteht ab sofort aus den beiden Unternehmensbereichen „Automotive Electronics“ unter den Namen Preh und „Automotive Components“ unter den Namen Joyson. Durch den Erhalt der Firmennamen und der Kontinuität bei den Ansprechpartnern werde sich im Tagesgeschäft keine Änderungen für Kunden, Partner und Mitarbeiter ergeben. Kontinuität auch im Aufsichtsrat von Preh: DBAG-Vorstandsmitglied Rolf Scheffels wird dem Aufsichtsrat von Preh weiterhin angehören, das Gremium bleibt unverändert.

Im Geschäftsjahr 2012 wird Preh seinen Umsatz um zwölf Prozent auf rund 460 Millionen Euro steigern und damit die eigene Planung um drei Prozent übertreffen, heißt es kurz vor Jahresschluss aus dem Unternehmen. Sogar in Europa hat Preh trotz der Rückläufigkeit des Gesamtmarktes ein Umsatzplus von zehn Prozent erzielt. Für die im September 2011 angelaufene Produktion in China rechnet Preh auf der Basis bereits erfolgter Beauftragungen in den kommenden Jahren mit kräftigem Wachstum.

Der Automobilzulieferer Joyson wurde 2004 gegründet, während Preh mit dem Gründungsjahr 1919 über eine fast 100-jährige Unternehmenstradition verfügt.

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