Bad Königshofen

Premiere: Chor aus Haubinda in der Stadtpfarrkirche

Zum ersten Mal zu Gast: Weihnachtliches Chorkonzert der Hermann-Lietz-Schule Haubinda Foto: Silke Kurzai

Er habe sich das nicht träumen lassen, bekannte Burkhard Werner, der Direktor  der Hermann-Lietz Schule Haubinda am Ende des weihnachtlichen Chorkonzerts, zu dem seine Schule in die Stadtpfarrkirche Bad Königshofen eingeladen hatte, dass seine Schüler einmal Gelegenheit haben würden, in diesem Haus zu singen. Auch 30 Jahre nach dem Fall der Mauer erscheine ihm die Wiedervereinigung wie ein Gottesgeschenk: „Ich wünsche mir“, fügte er hinzu, „dass die Menschen immer mehr das Einende suchen, anstatt das Trennende in den Mittelpunkt zu stellen.“ Es waren Worte, die  wohl allen Zuhörern zu Herzen gingen nach einem gelungenen Konzert, das Schüler und ehemalige Absolventen der Schule unter Leitung ihres Chorleiters Gerold Kuhles dem zahlreich erschienenen Publikum präsentierten.

Traditionelle Weihnachtslieder standen am Anfang des Konzerts

Traditionelle Weihnachtslieder bestimmten den ersten Teil des Programms. Thematisch orientierten sie sich zunächst an den Texten des Lukas Evangeliums, das eine Schülerin in Kapiteln vortrug: Choräle, Marienlieder, Wiegenlieder und Hirtenweisen wechselten sich ab. Die schönsten Melodien der Weihnachtszeit, vielstimmig und immer wieder durch beeindruckende solistische Einlagen ergänzt,  unterstrichen die musikalischen Qualitäten des Chores. Das Repertoire reichte dabei von Händels „Tochter Zion“, und „Maria durch ein Dornwald ging“ bis zu dem aus dem 16. Jahrhundert stammenden Chorsatz „Es ist ein Ros entsprungen“. Mit gekonntem  Echoeffekt  glänzten die Sänger bei dem Lied „Als ich bei meinen Schafen wacht“. Jubelnd verstärkte sich dabei der Refrain „Ich bin froh“.

Auch einige der klangvollen traditionellen englischen Christmas Carols und amerikanische Weihnachtslieder standen auf dem Programm,  so das berühmte Krippenlied „Away in a Manger“, in dem sich vor allem die hellen Sopranstimmen voll entfalten können, über die dieser junge Chor verfügt. Immer wieder berührend ist die Ballade vom „Little Drummer Boy“, der Geschichte eines armen Jungen, der für das kleine Jesuskind, weil er nichts anderes zu bieten hat, seine Trommel schlägt. Auch musikalisch schwierige Weisen wie Peter Cornelius  Lied „Drei Könige aus dem Morgenland“ bewältigten die jungen Sänger erstaunlich sicher.

Vorfreude auf die tolle Akustik im großen Kirchenschiff

Im zweiten Teil des Programms standen eher beschwingte amerikanische Weihnachtslieder auf dem Programm: Spirituals aber auch Schlager, in denen sich auch mal die Jungs als Solisten ans Mikrophon wagten. Im Rhythmus wiegten sich da nicht nur die Sänger, auch das Publikum genoss sichtlich die flotten Klänge von „Jingle Bells“ oder „Let it snow, let it snow!“ Am Ende aber wurde es dann doch wieder traditionell. „Hark! The Herald Angels sing“: Ein englischer Choral nach einer Melodie von Mendelssohn Bartholdy.

Und auf eben dieses Lied, erklärte Chorleiter Kuhles den Zuhörern, hätten sie sich alle gefreut, weil sie wussten, wie hervorragend es in dem großen Kirchenschiff der Stadtpfarrkirche akustisch zur Geltung kommen würde. Als Schulleiter Burkhard Werner sich am Ende noch einmal bedankte für die Möglichkeit, in dieser Kirche aufzutreten und den Wunsch äußerte, es möge zukünftig mehr Konzerte dieser Art geben, war das sicher im Sinne aller Zuhörer.

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