MELLRICHSTADT

Reich-Chefs expandieren nach Sachsen

Bekannter Unternehmername, neue Firma: Nina und André Reich erweitern ihr Geschäftsfeld. Die neugegründete Reich MIM GmbH übernimmt den Bereich Metal Injection Moulding (MIM) der insolventen Hock Sachsen GmbH im sächsischen Schwarzenberg.

Dabei wird die gesamte MIM-Produktionsstätte in Schwarzenberg (Erzgebirge) mitsamt Grundstück, Immobilie, Maschinen und Vorräten übernommen. Ebenso werden die Mitarbeiter weiterbeschäftigt, teilt die Geschäftsführung in einer Pressemitteilung mit. Die Übernahme wird zum 1. Februar 2017 wirksam.

Eigenständige Gesellschaft

Die Reich MIM GmbH wird als eigenständige Gesellschaft am Markt tätig und befasst sich mit der Herstellung von Metallpulverspritzgussteilen, dem sogenannten Metal Injection Moulding, kurz MIM genannt. Nina Reich und André Reich, die Geschäftsführer beider Firmen, sehen darin eine zukunftsorientierte Technologie, welche am Standort Schwarzenberg bestens etabliert ist. Metallpulverspritzgießen ist die kostengünstige Fertigungsmethode zur Herstellung komplexer einbaufertiger Formteile mittlerer und hoher Stückzahlen aus Metallpulver-, Wolfram-, Titan- und Kupferlegierungen sowie Hartmetallen.

Der Standort und Sitz der neu gegründeten Reich MIM GmbH befindet sich in Schwarzenberg im Erzgebirge, unweit von Aue. Die Produktion umfasst derzeit eine Fläche von 2200 Quadratmetern.

Mit Alexander Raabe, Leiter Produktion, und Vertriebsleiter Ralph Schürer sind zwei erfahrene MIM-Experten an Bord der Reich MIM GmbH, die das Unternehmen vor Ort führen werden.

Derzeit laufen die Planungen für Maßnahmen in den Bereichen Instandhaltung, Qualitätsmanagement, IT und Materialwirtschaft, um alle Kundenwünsche hinsichtlich Qualität und Quantität der Produkte erfüllen zu können. Auch im Bereich Kommunikation werden die Vorbereitungen getroffen, um eine erfolgreiche und reibungslose Kommunikation zu Kunden, Lieferanten und zukünftigen Interessenten zu gewährleisten.

Wachstum für Firmensitz

Mit der Entscheidung der Unternehmensgründung und der Übernahme des MIM-Produktionsbereiches in Schwarzenberg erhoffen sich die Geschäftsführer Nina und André Reich auch Wachstumschancen für den Firmensitz der Reich GmbH in Mellrichstadt.

Sogenannte Cross-Selling-Effekte können dadurch erzielt werden, dass Kunden der Reich MIM GmbH Kunden der Reich GmbH werden können, sowie natürlich auch umgekehrt.

MIM ist geeignet für Bauteile mit hoher Formkomplexität, die ohne Nacharbeit hergestellt werden sollen (Hinterschneidungen, Gewinde). Des Weiteren ist die Verarbeitung von Materialien möglich, die nicht oder nur schwer mechanisch zu bearbeiten sind (Hartmetalle, Schnellarbeitsstahl, Reinstkupfer). Mit dieser Technologie ist die Verarbeitung von Werkstoffen möglich, die schmelzmetallurgisch nur schwer darstellbar sind (Superlegierungen, Komposite).

Auch wird die Herstellung von Bauteilen ermöglicht, deren geometrische Details mechanisch nicht herstellbar sind (Lamellen mit Wandstärken von weniger als 0,5 Millimeter).

Geeignet ist das Verfahren für mittlere bis höhere Stückzahlen, ab 10 000 bis zu mehr als eine Million. Auch kleine Stückzahlen können wirtschaftlich sein, wenn eine oder mehrere der vorgenannten Bedingungen zutreffen, heißt es abschließend und erklärend in der Pressemitteilung der Reich GmbH.

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