MELLRICHSTADT

Reich-Mitarbeiter spenden bei der Arbeit Blut

Mit dem Slogan „Ihre Blutspende ist Hilfe, die ankommt“ wirbt das Blutspendemobil, kurz BluMo genannt, um die Spendebereitschaft der Bürger. Vor dem Truck, der mit sieben Spendeliegen ausgerüstet ist, machen sie auf die Notwendigkeit zur Blutspende aufmerksam: (von links) Matthias Freund, Gebietsreferent beim BRK-Blutspendedienst, Tobias Zeidler, verantwortlich für die Blutspender-Betreuung, Christian Zirk und Theresa Dietz (beide Firma Reich) sowie Geschäftsführer André Reich.
Mit dem Slogan „Ihre Blutspende ist Hilfe, die ankommt“ wirbt das Blutspendemobil, kurz BluMo genannt, um die Spendebereitschaft der Bürger. Vor dem Truck, der mit sieben Spendeliegen ausgerüstet ist, machen sie auf die Notwendigkeit zur Blutspende aufmerksam: (von links) Matthias Freund, Gebietsreferent beim BRK-Blutspendedienst, Tobias Zeidler, verantwortlich für die Blutspender-Betreuung, Christian Zirk und Theresa Dietz (beide Firma Reich) sowie Geschäftsführer André Reich. Foto: Georg Stock

Das Flaggschiff des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes machte Station in Mellrichstadt. Erstmals. Zum Einsatz kam das Blutspendemobil, kurz BluMo genannt, auf dem Firmengelände der Reich GmbH.

Warum diese Aktion, die zum ersten Mal für die Mitarbeiter des Mellrichstädter Unternehmens angeboten wurde? Die Antwort lautet schlicht: „Um die Menschen mit dem Thema Blutspende dort zu erreichen, wo sie arbeiten und leben.“ Und der Erfolg gibt dieser Aktion Recht: 66 Firmenangehörige fanden den Weg in den Blutspendetruck, um sich als Erst- oder Wiederholungsspender in den Dienst am Nächsten zu stellen.

„Gemeinsam gegen Gleichgültigkeit“, „Schenke Leben – spende Blut“ und „Hilfe, die ankommt“ – so warben die Motive, die gut sichtbar am Blutspendemobil und den Begleitfahrzeugen des Bayerischen Roten Kreuzes angebracht waren, um die Spendenbereitschaft der Menschen.

Gerade durch die Kooperation des Blutspendedienstes mit Unternehmen ist es gelungen, den Spenderservice auszubauen und neue Freiwillige für die Blutspende zu gewinnen, wie Matthias Freund, Gebietsreferent beim BRK-Blutspendedienst, anhand der Statistik belegt. „Spendetermine bei Unternehmen weisen einen hohen Erstspendeanteil auf. Während diese Quote bei regulären Spendeterminen bei acht Prozent liegt, steigt sie beim Einsatz des Blutspendemobils auf bis zu 50 Prozent.“

In der Reihe der Erstspender fanden sich unter anderen die Mitarbeiter Uwe und Michael, die sich ebenso wie Kollegin Kerstin in den Dienst am Nächsten stellten. „Wir finden es echt toll, dass unsere Firma diese Aktion gestartet hat“, sagten sie unisono, während sie auf der Spendeliege von ihrem Blut zapfen ließen. Mitzumachen war für sie eine Selbstverständlichkeit. Wie auch für Jürgen, der zwar während seiner Bundeswehrzeit schon einmal Blut gespendet, dann aber eine lange Pause eingelegt hatte. „Wenn es so weit ist, mache ich klar mit“, habe er gleich für sich entschieden. Auch zur Freude von Geschäftsführer André Reich, der die spontane Zusage der Geschäftsleitung zum Einsatz des Blutspendemobils herausstellte.

„Die Zeit der Blutspende, die die Mitarbeiter mit etwa einer Stunde aufbringen müssen, stellt der Betrieb gerne zur Verfügung.“

Dem Team vom Blutspendedienst gehören im BluMo ein Arzt und vier medizinische Kräfte an, die von sechs Mitgliedern der BRK-Bereitschaft Mellrichstadt zusammen mit Tobias Zeidler, verantwortlich für die Blutspender-Betreuung, unterstützt werden. Schließlich ist der Ablauf der Blutspende im Blutspendetruck, der mit sieben Spendeliegen ausgestattet ist, gleich den Regelterminen: unter anderem mit der ärztlichen Untersuchung und der Bestimmung des HB-Wertes (Hämoglobin-Wert) sowie der Blutspende mit etwa 500 Millilitern Blut. Nach einer rund zehnminütigen Ruhephase war ein Imbiss in der Kelchsau-Ecke vorbereitet.

Die Mitarbeiter der Firma Reich sind mit ihrer Blutspende Teil einer Gemeinschaft von Freiwilligen, werden doch täglich im Bayern 2000 Blutspenden für Kranke und Verletzte benötigt. Die Anfrage für den Einsatz des Blutspendemobils, das seit Oktober 2009 bayernweit unterwegs ist, war vom BRK-Kreisverband Rhön-Grabfeld gekommen. Um die Terminvergabe und betriebsinterne Werbung hatte sich Theresa Dietz vom Personalbüro gekümmert und die Organisation zusammen mit den Betriebsräten Anton Bach und Christian Zirk in die Hand genommen.

„Die Resonanz hat den Aufwand gelohnt“, versicherte Zirk. Und Matthias Freund sprach angesichts des hohen Anteils von Erstspendern beim Reich-Termin von einer „sehr gelungenen Aktion“.

Die Aktion „Wir alle für die gute Sache: Blut spenden rettet Leben“ soll nicht einmalig bleiben. Mit seiner Zusage für eine Wiederholung steht André Reich im Wort.

Premiere bei der Firma Reich in Mellrichstadt: Den Blutspendetermin auf dem Firmengelände hat die Geschäftsleitung mit André Reich (Zweiter von links) gern ermöglicht. Theresa Dietz (rechts) kümmerte sich um die Organisation. Mitarbeiter Jürgen spendete nach langer Pause gern wieder Blut.
Premiere bei der Firma Reich in Mellrichstadt: Den Blutspendetermin auf dem Firmengelände hat die Geschäftsleitung mit André Reich (Zweiter von links) gern ermöglicht. Theresa Dietz (rechts) kümmerte sich um die Organisation. Mitarbeiter Jürgen spendete nach langer Pause gern wieder Blut. Foto: G. Stock
Blick ins Blutspendemobil auf dem Reich-Gelände: Gute Stimmung herrschte unter den Mitarbeitern, die bereit waren, Blut zu spenden.Foto: G. Stock
Blick ins Blutspendemobil auf dem Reich-Gelände: Gute Stimmung herrschte unter den Mitarbeitern, die bereit waren, Blut zu spenden.Foto: G. Stock

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Mellrichstadt
  • Georg Stock
  • Blutspenden
  • Reich GmbH
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!