Hendungen

Reichlich Lesestoff auf der Gemeinderatssitzung

Schon leicht groteske Züge nahm die Gemeinderatssitzung in Hendungen an, als sich das Gremium mit vier Anträgen von Matthias Seifert auseinandersetzte. Der Mandatsträger hatte seine Anliegen mit 13 beschriebenen Seiten im Format DIN A 4 untermauert.

Dem ersten Antrag gab noch eine Mehrheit von acht zu vier Stimmen statt, als er Bürgermeister Florian Liening-Ewert aufforderte, eine Auflistung der bisher fertiggestellten Projekte der Dorferneuerung vorzulegen. Eine entsprechende Anfrage habe er schon im Januar 2018 gestellt, die aber noch nicht beantwortet worden sei.

Auch beim zweiten Antrag fand Seifert noch Verständnis, als er den Bürgermeister dazu aufforderte, in beiden Ortsteilen für eine einheitliche Beschilderung mit Hausnummern zu sorgen und auch die Straßennamenschilder in Ordnung zu bringen.

Den dritten Antrag zog Seifert selbst zurück, als er den Bürgermeister und die Verwaltung aufforderte, eine Aufstellung sämtlicher Ausgaben der Gemeinde vorzulegen.

Beim vierten Antrag war dann aber die Geduld mehrerer Mandatsträger am Ende und auch der Bürgermeister meinte, dass das Anliegen den Rahmen einer Gemeinderatssitzung sprengen würde. Darin hatte Seifert 16 Straßen- und Wegestücke aufgeführt, die seiner Ansicht nach keine oder eine falsche Bezeichnung tragen. Allein diesen Punkt hatte er mit sechs beschriebenen DIN A 4 Seiten unterfüttert. Die Mehrheit des Gremiums lehnte es jedoch ab, den Antrag zu behandeln.

Ambitioniertes Projekt für das Ferienprogramm

Zu guter Letzt stellte Anne-Sophie Umhöfer ein ambitioniertes Projekt für das Ferienprogramm vor. Die Studentin möchte während der Sommerferien mit Kindern ein Abenteuerspielplatz bauen. Die Einrichtung mit mehreren Hütten sollen allein die Kinder bauen, sie sollen dabei lediglich von einer Reihe Betreuer begleitet werden. Das Ganze soll zehn Tage in Anspruch nehmen. Die Betreuer könnten beispielsweise Studenten sein, die jedoch eine Aufwandsentschädigung erhalten. Das Lager soll auf einer Fläche am Könighöfer Weg angelegt werden, wo ansonsten das Johannes-Feuer entfacht wird. Die Kosten liegen bei etwa 3500 Euro. Die Gemeinderäte waren von dem Projekt durchaus angetan, hatten lediglich aus Haftungsgründen etwas Sorgen. Sie befürworteten mit einer Gegenstimme das Vorhaben.

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