Willmars

Reimund Voß will das Willmarser "Gemeindeschiff" in die Zukunft führen

Reimund Voß zeigte sich bei der Wahlveranstaltung der Freien Wählergemeinschaft in Willmars fest entschlossen für eine vierte Amtszeit als erster Bürgermeister.
Reimund Voß zeigte sich bei der Wahlveranstaltung der Freien Wählergemeinschaft in Willmars fest entschlossen für eine vierte Amtszeit als erster Bürgermeister. Foto: Eva Wienröder

Bei der Wahlveranstaltung der Freien Wählergemeinschaft in Willmars gab sich Reimund Voß kämpferisch, was eine mögliche vierte Amtszeit als erster Bürgermeister angeht. „Ich bin der richtige Mann an der richtigen Stelle und die richtige Wahl“, so die Botschaft des 57-jährigen Juristen.

Wie eine Woche zuvor bei der Vorstellung seines Herausforderers Elmar Hofmann, der für die neue Wählerinitiative „Frischer Wind“ kandidiert, waren wieder um die 30 Bürger im Bühnenraum der Turnhalle anwesend, um sich nun über das Wahlprogramm von Reimund Voß zu informieren.

Das "Gemeindeschiff" in eine gute Zukunft führen

Er trete aus voller Überzeugung noch einmal an, sagte Voß. Lange Amtszeiten stünden nicht im Widerspruch zur Tatkraft. Auch nach 18 Jahren könne man noch ein guter Bürgermeister sein, so Voß, der offenbar keinerlei „Verschleißerscheinungen“ verspürt.  Während die Gegenpartei „frischen Wind“ für die Gemeindeführung fordert, führt Voß seine langjährigen Erfahrungen in der Kommunalpolitik als Trumpf an.

Der Redner schnitt im Verlauf seiner Vorstellung einige Male direkt oder indirekt das Programm der Gegenseite an. Bildlich griff er den Namen der Initiative auf. Dieser könne den Eindruck nahe legen, dass das "Gemeindeschiff" antriebslos auf hoher See vor sich hin treibe und nun „frischen Wind“ brauche, so der Einwand von Voß. Er hingegen sieht das "Gemeindeschiff" auf einem guten Kurs und wolle es unter vollen Segeln voraus in eine gute Zukunft führen.

Anschluss an den WZV Willmarser Gruppe als wichtige Maßnahme

Damit wolle er anknüpfen an eine aus seiner Sicht erfolgreiche Gemeindepolitik mit Sachverstand, Ehrlichkeit und Transparenz und dem erforderlichen guten Draht zu den Fachbehörden und verschiedenen Ebenen der Kommunalpolitik. In den vergangenen Jahren habe man so viel erreicht – und das gleichermaßen in allen drei Gemeindeteilen. Der 57-Jährige verwies unter anderem auf die Breitbandversorgung, das Feuerwehrwesen, die Dorfgemeinschaftshäuser oder die Neugestaltung der Friedhöfe.

Als wichtige Maßnahme bezeichnete er den Anschluss von Völkershausen an den WZV Willmarser Gruppe. Der Kostenaufwand liegt bei 1,7 Millionen Euro, wovon 900 000 Euro von der Gemeinde aufzubringen sind und über Beiträge und Gebühren von allen drei Gemeindeteilen eingefordert werden. Das bedeute für alle Bürger eine Mehrbelastung und sei ärgerlich, aber zu verkraften, wie Voß anmerkte. Nicht verschweigen wollte er in diesem Zusammenhang, dass womöglich bald auch in Filke größere Maßnahmen vonnöten sein könnten. Das Wassernetz sei auch dort veraltet und man müsse die Rohrbrüche im Blick behalten.

Was wird aus dem Dorfladen?

Voß ging näher auf das aktuelle Projekt, den geplanten Umbau der ehemaligen Grundschule zur Kindertagesstätte ein. Was die Daseinsvorsorge angeht, schreite das Projekt „Dorfschwester“ voran, im Dorfgemeinschaftshaus soll eine entsprechende Räumlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Beim Mobilfunk habe man endlich einen Lückenschluss in Aussicht.

Noch ungeklärt sei die Zukunft des Dorfladens, zwischenzeitlich könnte dort ein ehrenamtliches Café eingerichtet werden, um so zumindest wieder einen Treffpunkt im Ort zu haben, so Voß, der abschließend der harmonischen Versammlung noch einmal die Bedeutung des Ehrenamtes herausstellte und verschiedenen Akteuren namentlich Dank sagte.

Im Gemeinderat wird es ein größeres Stühlerücken geben, nachdem fünf Mitglieder ausscheiden. Für die insgesamt acht Sitze hat man zwölf Kandidaten gefunden. Einige von ihnen waren bei der Wahlversammlung anwesend. Mit ihnen konnten die Bürger beim geselligen Beisammensein ins Gespräch kommen.

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