Bad Königshofen

Rewe-Markt und Müller-Filiale in Königshofen auf der Zielgeraden

Große Mehrheit des Stadtrats hält weiter an Planung für die Neuordnung des ehemaligen BayWa-Areals fest. Es gab weitere Beschlüsse in der Stadtratssitzung.
Neue Nutzung für das ehemalige Büttner-Bräu-Gelände im Süden von Bad Königshofen: Die Fotomontage zeigt, wie sich das Areal baulich verändern könnte. Foto: Fotomontage: Martin Giedl

Der Rewe-Markt auf dem ehemaligen Büttner-Bräu-Gelände in der Bamberger Straße und die ebenfalls dort geplante neue Müller-Markt-Filiale haben eine weitere Hürde genommen: Am Donnerstagabend billigte der Stadtrat mit großer Mehrheit beziehungsweise einstimmig das Aufstellen von zwei Bebauungsplänen, was Grundvoraussetzung für die Realisierung des von Bernd Zehner in Angriff genommenen Bauprojektes ist.

Die Umsetzung des Bauprojektes hätte seitens des Bauherrn und der Stadt eigentlich schon längst beginnen können, geriet aber ins Stocken: Eine Bürgerinitiative hatte Anfang des Jahres nach dem Sammeln der erforderlichen Unterschriften  einen Bürgerentscheid durchgesetzt mit dem Ziel, das „Sondergebiet Einzelhandel Bamberger Straße“ zu verhindern. Das Ergebnis war eindeutig: Nur 19,19 Prozent der Wahlberechtigten stimmten damals für das Bürgerbegehren, über 80 Prozent waren dagegen.

Vorlese-Marathon

Bernd Zehner war ebenso in die Sitzung gekommen wie Planer Matthias Kirchner und dessen Mitarbeiter Dieter Heinrich. Zunächst stand der Beschluss über den vom Büro Kirchner (Oerlenbach) angefertigten Bebauungsplan „Sondergebiet Einzelhandel Bamberger Straße“ auf dem Programm, zu dem sich die Bürger, Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange in den vergangenen Monaten äußern konnten. Bürgermeister Helbling und Matthias Kirchner trugen im Wechsel die vielen Beschlussvorlagen der Stadt zu den vorgebrachten Bedenken und Anregungen vor, die sich inhaltlich in einem Punkt immer ähnelten: Stadt und Stadtrat halten an ihrer Planung fest, die vorgebrachten Anregungen und Einwände werden zur Kenntnis genommen und in die Planung eingearbeitet.

Tage sind gezählt: Der Stadtrat vergab am Donnerstagabend den Auftrag für den Abriss der Trink- und Wandelhalle. An ihrer Stelle wird ein Neubau entstehen. Foto: Alfred Kordwig

Christine Wehe legte Wert auf den Hinweis, dass sich die Handwerkkammer für Unterfranken ablehnend zur geplanten Einzelhandelsentwicklung der Stadt geäußert habe. Die Stadträtin zählte mit Daphne Hanika-Merz, Peter Picciani und Helmut Bär zu den vier Privatpersonen aus Bad Königshofen und den Stadtteilen, die schriftlich ihre Bedenken gegenüber der vorliegenden Planung geäußert hatten. Auch diese vier Einwände wurden zur Kenntnis genommen mit der Ergänzung, dass Stadt und Stadtrat weiter an ihrer Bauleitplanung festhalten. Für den vom Planungsbüro Kirchner aufgrund der vorangegangenen Beschlussfassungen überarbeiteten Planentwurf sprachen sich schließlich 15 Stadträte aus, Christine Wehe und Ralf Stengel stimmten dagegen.

Einigkeit beim Mischgebiet

Ohne Gegenstimme wurde im Zusammenhang mit der Neuordnung des ehemaligen BayWa-Areals  der Beschluss gefasst, angrenzend an das „Sondergebiet Einzelhandel Bamberger Straße“ ein „Mischgebiet Bamberger Straße“ auszuweisen. Auch hier wurden zuvor wieder die zahlreichen Stellungnahmen der Stadt zu den von Behörden, anderen Trägern öffentlicher Belange und einer Privatperson vorgebrachten Bedenken und Anregungen verlesen und gebilligt.

Am Ende stand dann der einstimmige Beschluss, den überarbeiteten Planentwurf des Büro Kirchner zu billigen. Matthias Kirchner war es denn auch, der darüber informierte, wie es nun weitergeht. Ab Ende Januar erfolgt eine weitere öffentliche Auslegung der beiden überarbeiteten Bebauungsplan-Entwürfe, bevor dann im Frühjahr abschließend über dann noch im Raum stehende Bedenken oder Anregungen von Bürgern, Behörden und anderen Trägern öffentlicher Belange beschlossen wird.

Zwei weitere Beschlüsse

Nachdem sich Bernd Zehner für die Unterstützung des Stadtrats bedankt hatte, sein Bauprojekt in die Tat umzusetzen, fasste das Gremium zwei weitere Beschlüsse. Den Auftrag für den Abriss der Trink- und Wandelhalle, die einem Neubau weichen wird, erhielt die Firma Recyclinghof Koob aus Hildburghausen. Sie hatte mit 65 632 Euro das günstigste Angebot abgegeben hatte. Einstimmig genehmigt wurden vom Stadtrat zudem überplanmäßige Ausgaben der Stadt in Höhe von 83 000 Euro, die im Zusammenhang mit zusätzlichen Sanierungsarbeiten in mehreren Stadtteilen anfielen.

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