Reyersbach

Reyersbacher Dorfrunde führte die Teilnehmer in den Wald

Der pensionierte Förster Reinhard Landgraf erläuterte den Teilnehmern an der Dorfrunde den "Reyersbacher Wald im Klimawandel". Foto: Helga Schmitt

Die Reyersbacher sind immer für neue Ideen zu haben. Ob es nun die alljährlichen Sommerfeste der Vereinsgemeinschaft oder das "sunshine project" mit den tausenden Fans im Sommer ist oder – wie nun im Spätherbst die Dorfrunde, die in diesem Jahr mit einer Waldbegehung unter der Überschrift "Unser Wald – im Klimawandel" verbunden wurde.

59 junge und nicht mehr ganz junge Dorfbewohner hatten am Sportgelände des SV Reyersbach eingefunden, wo sie vom SV-Vorsitzenden Jürgen Eckert begrüßt wurden. Als Experten für die Tour durch den Wald hatte man den Förster i.R. Reinhard Landgraf gewinnen können. Während die Original-Dorfrunde vorwiegend von den Familien mit Kinderwagen ausgewählt wurde, entschieden sich die anderen für die "lange" Strecke, wo sie von dem pensionierten Förster auf viele interessante, aber auch Sorgen bereitende Entwicklungen im Wald aufmerksam gemacht wurden.

Im Reyersbacher Forst überwiegt der Buntsandstein, der als sogenannter "Kluftgrundwasserleiter" nicht besonders viel Wasser speichern kann. Reinhard Landgraf brach eine Lanze für die Förderung des natürlichen Aufwuchses im Wald mit Hilfe von Durchforstungen. Seiner Auffassung nach sollte man künftig auf Mischwald setzen, da "die Fichte in unseren Breiten keine Zukunft mehr hat". In diesem Zusammenhang wies er auf die Fördermöglichkeiten hin, die der Freistaat bietet. Den Waldbesitzern empfahl er, sich an den zuständigen Revierförster Andreas Henig zu wenden. Unterwegs machte der erfahrene Forstfachmann an mehreren Stellen Halt um aufzuzeigen, auf welche Art und Weise man dem Wildverbiss Einhalt gebieten kann.

Am Ende des Rundgangs betonte Reinhard Landgraf nochmals die Bedeutung des Waldes für die CO2-Bilanz. Eindringlich forderte er die Waldbesitzer auf, die Nachkommen in ihre Arbeit einzubinden und den hohen Stellenwert sowie die Vordringlichkeit des Waldbaus und der Waldpflege an die Jugend weiter zu vermitteln, da das Engagement heute letztlich den künftigen Generationen zugute komme. Bei Kaffee und Kuchen im Sportheim des SV Reyersbach wurden die Erkenntnisse anschließend noch intensiv diskutiert.

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