Bad Neustadt

Rhön-Grabfeld: Erster Coronapatient ist geheilt entlassen

Laut Angaben des Gesundheitsamtes wurde in Rhön-Grabfeld einer der beiden stationär behandelten Corona-Patienten als gesund entlassen. Wie sieht die weitere Statistik aus?
Ganz wichtig für alle: Zur Eindämmung des Coronavirus muss überall Abstand gehalten werden. Foto: Robert Michael

Eine gute Nachricht in dieser schweren Zeit: Dr. Matthias Hahn, der Leiter des Gesundheitsamtes im Landkreis Rhön-Grabfeld hat bei einem Gespräch mit dieser Redaktion bestätigt, dass einer der beiden stationär behandelten Corona-Patienten mittlerweile als geheilt entlassen wurde. Stand Mittwoch, 15 Uhr, gab es demnach im Landkreis Rhön-Grabfeld 23 Erkrankte, einer gilt als gesund, einer liegt noch stationär. Die restlichen 21 Corona-Patienten befinden sich in häuslicher Quarantäne.

196 Kontakt-Personen in häuslicher Quarantäne

Zusätzlich zu den an Corona Erkrankten war für 196 Personen ebenfalls häusliche Quarantäne angeordnet, weil sie in den letzten 14 Tagen Kontakt zu den Infizierten hatten oder in einem Risikogebiet waren. 28 davon können sich mittlerweile wieder im Rahmen der Ausgangsbeschränkungen außer Haus bewegen. Zur Erinnerung: Am 13. März war der erste Corona-Fall im Landkreis bestätigt worden. Innerhalb von zwölf Tagen war die Anzahl der Infizierten auf 23 angestiegen. Das sei eine Zahlen-Kurve, die sich mit dem Verlauf in der gesamten Bundesrepublik  vergleichen lasse, wertete Landrat Thomas Habermann.

Ob und wie diese Zahlen sich weiterentwickeln, könne momentan nicht seriös beantwortet werden. "Die Lage ist nach wie vor sehr ernst. Deshalb gelten auch die eingeleiteteten Maßnahmen für Schulen und ÖPNV vorerst bis zum 19. April. Wir müssen jetzt die zwischenmenschlichen Kontakte so weit wie möglich reduzieren, um eine Abflachung der Fallzahl-Steigung zu bekommen. Das ist ganz entscheidend für die weitere Entwicklung", betonte der Landrat. 

Lage-Besprechung mit Markus Söder in der Staatskanzlei

Für die Corona-Tests im Landkreis verantwortlich ist aktuell der Ärtzliche Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB), er organisiert und nimmt die Abstriche vor. "Die KVB hat den ambulanten Versorgungsauftrag per Gesetz. Bayernweit tut sie sich aber schwer. Speziell in dieser Lage gibt es Defizite in Struktur und Personal", hat Landrat Habermann erkannt. Dies wurde auch bei einer Besprechung Anfangs dieser Woche in der Staatskanzlei in München mit Ministerpräsident Markus Söder deutlich. Der Rhön-Grabfeld-Kreischef hatte als Vertreter der unterfränkischen Landräte daran teilgenommen.

Schon vorsorglich hatte der Landkreis am vergangenen Freitag ein Drive-through-Zelt für Tests am Festgelände in Heustreu aufgebaut. "Das können wir innerhalb eines halben Tages aktivieren", so Habermann. Zudem besetzen 47 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die vier Telefone umfassende Hotline des Landkreises (09771 94800). 

Die kümmern sich um die Anrufe besorgter Bürger, geben Hinweise an den Corona-Krisenstab des Landratsamtes weiter. Am Mittwoch machte die Meldung die Runde, dass eine Arztpraxis im Landkreis ebenfalls betroffen sei. Gesundheitsamtsleiter Matthias Hahn dazu: "Wir gehen dem natürlich nach, haben Kontakt aufgenommen und verfolgen mögliche Infektionsketten!" 

In einer ersten Version war in einem Zitat vom Landrat Thomas Habermann gestanden, dass "die Ausgangsbeschränkungen bis vorerst 19. April gelten". Das stimmt nicht. Die Ausgangsbeschränkung ist von Ministerpräsident Markus Söder bis 3. April anberaumt. Landrat Habermann bezog sich in seinem Zitat auf die eingeleiteten Maßnahmen beim ÖPNV, Schulen und Kindergärten. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.

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