Bad Neustadt

Rhön-Grabfeld: Fast 200 Arbeitslose mehr als im Dezember

Der aktuelle Arbeitsmarktbericht spiegelt die übliche saisonale Schwankung wider. Aber auch sonst bietet er Bericht interessante Vergleiche.
TEST-Grafik für Online/LD Foto: Grafik Leon Fröhlich

Im Vergleich zum Dezember 2018 ist Arbeitslosenzahl in Rhön-Grabfeld deutlich gestiegen. Gegenüber den Januarzahlen von vor einem Jahr gab es dagegen praktisch keine Veränderung. Laut dem jüngsten Arbeitsmarktbericht der Agentur für Arbeit waren in Rhön-Grabfeld Ende Januar 1265 Frauen und Männer ohne Arbeitsplatz und auf Jobsuche.  

Jahresvergleich: Kaum Veränderungen

Im Vergleich zum vorhergehenden Monat ist das eine deutliche Zunahme um fast 200 Personen oder 18,4 Prozent. Ende Dezember waren es nur 1068 Arbeitslose im Landkreis.  Im Jahresvergleich hat sich dagegen kaum etwas bewegt. Ende Januar 2018 waren mit 1256 Jobsuchenden nur neun Personen weniger in der Statistik der Arbeitsagentur Rhön-Grabfeld gelistet. Deshalb ist die Arbeitslosenquote Ende Januar 2019 mit 2,8 Prozent exakt identisch mit der vom Januar 2018. 

 "Witterungsbedingte Entlassungen und das Ende des Weihnachtsgeschäftes sind Faktoren, die sich auch auf dem Arbeitsmarkt in unserer Region als übliche saisonale Komponente auswirken und die Arbeitslosenzahlen spürbar ansteigen lassen. Hinzu kamen auslaufende, befristete Arbeitsverträge", bewertet Thomas Stelzer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schweinfurt, die aktuelle Situation in der Region Main-Rhön.

Nur Schweinfurt Stadt ist besser

Betrachtet man die Arbeitslosenquoten in Main-Rhön, so zeigt sich, dass in Rhön-Grabfeld und im Landkreis Haßberge  die Lage mit einer Arbeitslosenquote von 2,8 Prozent am günstigsten ist. Nur im Landkreis Schweinfurt ist sie mit 2,5 Prozent niedriger. Fasst man allerdings Stadt und Landkreis Schweinfurt zusammen, dann beträgt die Quote 3,6 Prozent. Sie wird deswegen so viel  schlechter, weil die Stadt Schweinfurt alleine auf eine Quote von 6,1 Prozent kommt. Der Landkreis Bad Kissingen, der ebenfalls zu Main-Rhön gehört, beendet den Januar 2019 mit einer Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent.  

Auch wenn die Abeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat gestiegen ist, bleibt die Zahl der offenen Stellen trotzdem hoch. Sie ist in Rhön-Grabfeld Ende Januar mit 960 sogar um 18 höher als im Dezember und gegenüber dem Vorjahr sogar um 64 höher. Vor allem Fachkräfte sind gesucht, heißt es im Arbeitsmarktbericht. Aber auch Ungelernte profitieren demnach von der guten Konjunktur. Sie hätten es aber ungleich schwerer,einen Zugang zum Arbeitsmarkt zu finden als Gelernte. 

43,3 Prozent über 50 Jahre alt

Betrachtet man die Zahlen für Rhön-Grabfeld genauer, so zeigt sich, dass Ende Januar 789 oder 62,4 Prozent der Jobsuchenden Männer waren. Die Zahl der Frauen betrug 476. Es ist außerdem zu sehen, dass diejenigen, die 50 Jahre und älter sind, alleine 43,3 Prozent der Arbeitslosen im Landkreis ausmachen. Jugendliche bis 25 Jahre machen dagegen nur zehn Prozent aus. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen betrug 17,5 Prozent. 11,5 Prozent der in der Statistik für Rhön-Grabfeld erfassten Arbeitslosen machen Schwerbehinderte aus und 10,8 Prozent sind Ausländer.  

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