HERSCHFELD

Rhön-Klinikum: Baustelle vom Zoll umstellt

Umstellt von Fahrzeugen des Zoll war am Dienstag die Baustelle des Rhön-Klinikums.
Umstellt von Fahrzeugen des Zoll war am Dienstag die Baustelle des Rhön-Klinikums. Foto: Thomas Pfeuffer

Die Baustelle des neuen Rhön-Klinikum-Campus ist eine der größten in der ganzen Region. Zahlreiche Mitarbeiter verschiedenster Baufirmen sind derzeit damit beschäftigt, einen neuen Krankenhauskomplex samt Parkhaus zu errichten. Derartige Baustellen hat natürlich auch das Zollamt im Blick. Am Dienstagmorgen um 8 Uhr startete eine Großkontrolle, um dort möglicherweise illegal Beschäftigte festzustellen.

Alles umstellt

„Die ganze Baustelle war umstellt!“: Der Einsatz, der bis 18 Uhr abgeschlossen sein sollte, sorgte bei Mitarbeitern des Klinikums wie auch bei Patienten und Besuchern für einiges Aufsehen. Tatsächlich waren auch am frühen Nachmittag noch zahlreiche Zoll-Fahrzeuge im Bereich des Klinikums zu sehen. Vereinzelt waren auch Beamte zu sehen, die offensichtlich Bauarbeiter befragten.

Verdachtsunabhängig

Die Kontrolle war „verdachtsunabhängig“, darauf legt der Pressesprecher des Hauptzollamtes Schweinfurt, Stefan Schramm Wert. Beim Rhön-Klinikum handele es sich um eine Großbaustelle mit vielen Firmen und Gewerken. Derartige Baustellen habe das Zollamt immer im Blick, da sei eine solche Kontrolle nichts Außergewöhnliches.

Ausländerbehörde und Dolmetscher vor Ort

Nach Angaben des Sprechers waren es rund 60 Beamte, die auf dem Klinikberg im Einsatz waren. Unterstützt wurden die Beamten des Arbeitsbereichs Finanzkontrolle Schwarzarbeit durch die Polizei und die Ausländerbehörde Bad Neustadt. Außerdem seien zahlreiche Dolmetscher hinzugezogen worden.

Etliche Beanstandungen

Bei den umfangreichen Kontrollen seien mehr als 250 Personen kontrolliert worden, die über 30 Firmen zuzuordnen seien. Die Kontrolle, so Schramm, habe zu etlichen Beanstandungen geführt. Einige der angetroffenen Personen hätten erkennungsdienstlich behandelt werden müssen, da ihre Nationalität nicht festzustellen war. In mindestens elf Fällen müsse bei Osteuropäern die Gültigkeit der Aufenthaltserlaubnis und damit die Arbeitserlaubnis geprüft werden.

Scheinselbstständigkeit

Gegen zehn weitere Arbeitnehmer werde wegen des Verdachts auf Scheinselbstständigkeit ermittelt. Auch eine Totalfälschung eines Passes sei im Verlauf der Prüfung festgestellt worden. Zudem seien viele formale Verstöße, zum Beispiel gegen Melde- und Aufzeichnungspflichten registriert worden. Der Kontrolle schlössen sich jetzt weitere Prüfungen und Ermittlungen an. Diese würden dann zu entsprechenden Verfahren führen.

Routinekontrolle

Vonseiten des Rhön-Klinikums wurde Einsatz des Zolls bestätigt. Es habe sich um eine Routinekontrolle bei den Baufirmen gehandelt. Näheres sei nicht bekannt.

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