BAD NEUSTADT

Rhön-Klinikum-Campus: Ambulante und stationäre Versorgung

Der Rhön-Klinikum-Campus mit Blick zum Ambulanzzentrum und zentralen Eingangsbereich. Links geht es hoch zum Akutbereich. Foto: Animation: Architekturbüro Kriesche

Wenn man bei der Rhön-Klinikum AG von den fünf Edelsteinen spricht, dann hat das erst einmal nichts mit Schmuck zu tun, vielmehr ist damit das Konzept des Gesundheits-Campus gemeint. Ein Konzept, mit dem sich der Konzern dann aber natürlich schon schmücken will.

Die fünf Edelsteine, das sind die fünf Komponenten, die das Campus-Konzept ausmachen, das mit dem Neubau auf dem Klinikberg quasi zementiert wird und Vorbildcharakter im Medizinbereich haben soll. Das Rhön-Klinikum hat einen interdisziplinären Ansatz im Blick. Die Aufteilung in einzelne Klinikarten soll demnach weitestgehend aufgelöst werden. Insgesamt wird der Klinikkomplex in Bad Neustadt zusammen mit der dann ebenfalls dort integrierten Rhön-Kreisklinik fast über 900 Betten verfügen.

Ambulante und stationäre Akutversorgung zusammen mit der anschließenden Rehaversorgung

Der größte Bereich, und damit wohl der wertvollste Edelstein, wird die ambulante und stationäre Akutversorgung zusammen mit der anschließenden Rehaversorgung sein. Dieser Bereich wird sogar ausgebaut, hat Vorstandsmitglied Bernd Griewing bereits im Februar 2015 bei der Vorstellung des Projekts im Kreistag angekündigt. Da war noch kein Spatenstich für den neuen Campus getan, und die Entscheidung stand noch aus, ob der Landkreis seine Kreisklinik an die Rhön-Klinikum AG verkauft.

Zu dieser Akut-Versorgung gehört nicht nur der reine Klinikbetrieb. Denn das Konzept sieht zusätzlich ein medizinisches Versorgungszentrum vor und außerdem die Möglichkeit, dass sich selbstständige Ärzte in eigenen Praxen auf dem Campus einmieten können, sodass schließlich vom einfachen Schnupfen bis zur komplexen Herz-OP ein großes medizinisches Spektrum auf dem Campus geboten wird.

Altersgerechte Wohnkonzepte sind angedacht – der zweite Edelstein. Damit will der Konzern dem demografischen Wandel gerecht werden und der Tatsache, dass natürlich mit zunehmendem Alter die Nähe zu medizinischer Versorgung immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Versorgung von Patienten mit chronischen Erkrankungen

Die Versorgung von Patienten mit chronischen Erkrankungen ist der dritte Edelstein. Dazu gehört am neuen Rhön-Klinikum-Campus auch die ambulante Pflege oder die Einrichtung eines Pflegeheims.

Prävention, der vierte Edelstein, soll eine große Rolle spielen und damit zusammenhängend auch Nummer fünf auf der Edelsteinkette, der Bereich Tourismus und Wellness – fast so wie ehemals bei der Kur. Nach dem Umzug auf den Klinikberg soll außerdem die Notarztversorgung rund um die Uhr übernommen werden.

100 000 bis 400 000 Menschen mehr, die in der Region betreut werden, verspricht sich Griewing dadurch. Die Rhön könnte so zur Modellregion für vernetzte Medizin mit überregionaler Attraktivität werden, ist er überzeugt.

Der neue Campus wird also ambulante und stationäre Angebote auf einem Klinikgelände miteinander verknüpfen. Parallel dazu wird es eine intensive Vernetzung hin zu niedergelassenen Ärzten, weiteren Kliniken und Gesundheitsdienstleistern in der Region geben. Technisch möglich wird das durch innovative IT-Lösungen. Sie sind untrennbar mit dem neuen Konzept verbunden und generieren den eigentlichen Mehrwert des Campus-Konzepts, heißt es aus dem Vorstand.

Aus der Keimzelle in Bad Neustadt sollen deutschlandweit bis zu einem Dutzend Standorte der Rhön-Klinikum AG werden, die nach dem neuen Konzept arbeiten, kündigte Vorstandsvorsitzender Stephan Holzinger dieser Tage beim Richtfest an. Gerade ist man auf der Suche nach den passenden Regionen.

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