BAD NEUSTADT

Rhön-Klinikum Campus: Der Umzug hat begonnen

Umzug im Liegen: Im eigenen Krankenhaus-Bett wurden die Patienten vom Altbau in die neuen Räume des Rhön-Klinikum-Campus gebracht. Foto: Anand Anders

Als Ministerpräsident Markus Söder am Nikolaustag zur offiziellen Eröffnung des neuen Rhön-Klinikum Campus nach Bad Neustadt kam, lag noch kein Patient in einem der neuen Zimmer in seinem Bett, da nutzte noch kein Arzt die modernen Geräte für eine Diagnose und Operation stand auch noch keine an. Es war noch einiges zu tun, bis der Betrieb im Neubau losgehen konnte. Jetzt, drei Wochen später, zum Jahreswechsel, ist der Umzug voll im Gang.

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Umzug rhön-Klinikum Campu

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Für die Mitarbeiter heißt das derzeit: Urlaubssperre. Aber sie schauten dem Umzug trotzdem mindestens genau so gespannt entgegen wie die Patienten. Die Vorfreude auf die neuen Räume war jedenfalls groß.

Extra geschaffener Verbindungsgang

Insgesamt 80 Patienten der Herz- und Gefäß-Klinik sowie der Klinik für Handchirurgie sind inzwischen bereits in den Neubau eingezogen. Um sie dorthin zu bringen, wurde ein extra geschaffener Verbindungsgang zwischen dem OP-Trakt des alten Gebäudes und dem Neubau genutzt. Erfreulich für Stephanie Straub, die kaufmännische Leiterin am Campus, die für den Umzug sämtlicher Kliniken zuständig ist: Der Umzug lief bislang reibungslos. Und, noch besser, er lief vielerorts sogar schneller als geplant. Alle Mitarbeiter packten tatkräftig mit an und schafften Mobiliar, Ausstattung und Geräte in die neuen Räume, heißt es lobend von der Konzernleitung.

Matthias Katzenberger, Patient der Gefäßchirurgie, fiel zuerst die technische Ausstattung der neuen Zimmer auf. Foto: Anand Anders

Das Pflegepersonal der Stationen brachte alle Patienten in ihren Betten von deren Patientenzimmer im Altbau direkt in die neuen Zimmer im Neubau des Zentrums für klinische Medizin. Matthias Katzenberger, Patient der Gefäßchirurgie, ist einer der Patienten, die sich über ihre neuen, modernen Zimmer freuen. „Sehr hell und freundlich ist es hier. Die technische Ausstattung direkt am Bett finde ich toll“, sagt er. In den neuen Zimmern erwarteten die Patienten nämlich unter anderem die neuen so genannten Bedside-Terminals. Die ermöglichen den Patienten Fernsehen, Radio, Telefonieren oder das Abrufen verschiedener Informationen individuell und direkt am Bett.

Großartige Arbeit

Geschäftsführung und Umzugsleitung sind mit dem bisherigen Ablauf des Umzugs zufrieden. Denn insgesamt liegt das Mammutprojekt Klinikumzug gut im Zeitplan. Geschäftsführer Jochen Bocklet: „Die bisherigen Umzugstage verliefen reibungslos und für unsere Patienten möglichst komfortabel. Unser Dank gilt allen Mitarbeiten, die hier in den Umzugstagen großartige Arbeit leisten, sowie der Umzugsfirma und den Rettungskräften, die uns tatkräftig unterstützen.“

In den nächsten Tagen geht der Umzug am Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt weiter. Demnächst ist dann der von der Rhön-Kreisklinik auf den Klinikberg dran. Das wird dann noch einmal eine große Herausforderung. Denn da müssen Patienten- und Materialtransporte hoch zum Neubau organisiert werden. Der Umzug der Geburtsabteilung der Rhön-Kreisklinik war schon an diesem Freitag dran.

Notfallaufnahme: aus vier mach eins

Umzugsteam in weißen Westen: Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kliniken packen für einen reibungslosen Umzug mit... Foto: Anand Anders

An diesem Freitag wird außerdem die neue Zentrale Notaufnahme (ZNA) des Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt fertig eingerichtet. Wurden medizinische Notfälle je nach Art des Notfalls bisher auf die vier Notfallambulanzen an der Herz- und Gefäß-Klinik, der Klinik für Handchirurgie, der Neurologischen Klinik oder der Rhön-Kreisklinik gebracht, gibt es nun einen zentralen Anlaufpunkt für alle medizinischen Notfälle. Bis Freitagabend ist die Notaufnahme allerdings noch von der Leitstelle abgemeldet. Erst dann nimmt sie voll ihren Betrieb auf.

Für eine schnelle und umfassende Versorgung in der Zentralen Notaufnahme stehen zwei so genannte Schockräume zur Erstversorgung schwer verletzter Patienten, zwei Räume für kleinere operative Eingriffe und mehrere Behandlungsräume zur Verfügung. „Auf unserer Kurzliegerstation mit insgesamt sechs Betten können wir außerdem Patienten bis zu 24 Stunden medizinisch überwachen und versorgen“, sagt Dr. Michael Schneider, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme.

Zusammenarbeit der Fachbereiche

Mit dem Umzug der örtlichen Kliniken an den neuen Rhön-Klinikum Campus werden sämtliche medizinischen Kompetenzen zentral an einer Stelle gebündelt. Davon profitiert die Notfallversorgung: „Die unmittelbare Nähe und enge Zusammenarbeit aller Fachbereiche am Campus ermöglicht uns eine schnelle, umfassende, interdisziplinäre und, wenn notwendig, hoch spezialisierte Versorgung der Patienten“, erklärt Schneider.

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