Bad Neustadt

Rhön-Klinikum: mehr Patienten, mehr Umsatz

Quartalsbericht der Rhön-Klinikum mit erfreulichen Zahlen. Dass der Gewinn zurück ging, liegt auch an der Inbetriebnahme des neuen Campus in Bad Neustadt.
Das Großprojekt Rhön-Klinikum-Campus schmälerte den Gewinn. Aber der Quartalsbericht des Klinikkonzerns wartet mit vielen guten Zahlen auf.  Foto: Florian Otzen

Wie die Rhön-Klinikum AG mitteilt, hat der Konzern im ersten Quartal 2019 mehr Patienten als im gleichen Zeitraum des Vorjahres behandelt und sowohl Umsatz als auch das Ergebnis gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verbesserte sich demnach um 4,0 Prozent auf 28,7 Millionen Euro. Der Konzerngewinn dagegen sank um 14,4 Prozent von 10,4 auf 8,9 Millionen Euro. Als Grund dafür nennt der  Quartalsbericht die Aufwendungen in Zusammenhang mit der Inbetriebnahme des neuen Campus Bad Neustadt mit der Gestaltung neuer Abläufe durch die neue, sektorenübergreifende Zusammenarbeit zwischen ambulanten und stationären Strukturen. Auch Abschreibungen und Aufwendungen wegen des digitalen Wandels des Unternehmens schmälerten den Gewinn.

218 924 Patienten

Die Umsatzerlöse stiegen im ersten Quartal um rund 4,0 Prozent auf 324,2 Millionen Euro. Die Zahl der an den Klinikstandorten Campus Bad Neustadt, Universitätskliniken Gießen und Marburg (UKGM), der Zentralklinik Bad Berka und dem Klinikum Frankfurt (Oder) behandelten Patienten erhöhte sich um 1,1 Prozent auf 218 924.

Vorstandsvorsitzender Stephan Holzinger sagte: „Wir haben das erste Quartal mit einem erfreulichen Umsatz- und Ergebnisplus abgeschlossen und zum Jahreswechsel 2018/2019 mit dem neuen Campus Bad Neustadt unser zukunftsfähiges Behandlungskonzept für Patienten vor allem im ländlichen Raum erfolgreich auf die Beine gestellt." Und weiter: "Wir haben den Trend zur fortschreitenden Ambulantisierung der Medizin ebenso wie die Chancen, die sich aus der Digitalisierung für eine noch bessere Versorgung der Patienten und zufriedenere Mitarbeiter ergeben, früh erkannt und setzen entsprechende Maßnahmen konsequent um.“

Potenzial der Telemedizin

Anfang Januar 2019 hat die Rhön-Klinikum AG die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft mit dem Schweizer Telemedizinanbieter Medgate mitgeteilt. Das Angebot eines digitalen Arztbesuchs per Videotelefonie, Telefon oder per Formular sieht man beim Rhön-Klinikum als eigenständiges Geschäftsmodell, das modernen Patientenbedürfnissen entspreche und zugleich zur sektorübergreifenden Campus-Strategie passe. Die Vorbereitungen zur Gründung der neuen Telemedizingesellschaft der Rhön-Klinikum AG verlaufen plangemäß.

Prognose 2019 bestätigt

Für das laufende Geschäftsjahr geht die Rhön-Klinikum AG weiterhin von einem Umsatz in Höhe von 1,30 Milliarden Euro in einer Bandbreite von jeweils fünf Prozent nach oben oder nach unten aus. Als Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen rechnet der Vorstand mit einem Betrag zwischen 117,5 und 127,5 Millionen Euro. Vor dem Hintergrund der erfreulichen Geschäftsentwicklung 2018, so heißt es im Quartalsbericht, werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 5. Juni 2019 eine Dividende von 0,29 Euro je Aktie vorschlagen. Das ist eine Steigerung um rund 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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