RHÖN-GRABFELD

Rhönkauz: Gottes Lieblingslied

Rhönkauz: Volksgesundheit

Die Frage, ob heute noch Wunder geschehen, diese Frage kann der Rhönkauz mit einem eindeutigen Ja beantworten.

Gott, so glaubt der Rhönkauz, überlässt letztlich nichts dem Zufall. Und genau deshalb bekommt ein Lied, das am Wochenende in Unsleben erklang, einen ganz besonderen, tieferen Sinn.

Das Lied erklang, als Pfarrer Frank Mathiowetz, Hirte für die Pfarreiengemeinschaft „Um den Michaelsberg, Heustreu“, eine wichtige Nachricht verkündete. Man muss, wenn man im Landkreis Rhön-Grabfeld lebt, nicht jeden Ortsgeistlichen kennen. Pfarrer Mathiowetz aber kennt jeder, der auch nur unregelmäßig die Tageszeitung liest. Denn im Wettstreit um den Siegeslorbeer für diejenige Person, die am häufigsten in der Lokalzeitung abgebildet ist, liefert sich Mathiowetz mit Landrat Thomas Habermann seit Jahren ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Fußwallfahrten, Buswallfahrten, Rollator-Wallfahrten, Traktor-Pilgern, Pfingstritte und Marien-Banner: Das Bilderverbot, in der Geschichte des Christentums immer wieder ein Streitobjekt, war in und um Heustreu nie ein Thema. Aus den Lokalseiten lugte mindestens wöchentlich der Ortsgeistliche von Heustreu, ein reiches religiöses Leben kündend.

Alleine, Pfarrer Mathiowetz wird den Landkreis im nächsten Jahr verlassen und Richtung Alzenau und Michelbach am Main wechseln. So ist das nun einmal auf dem Weg der immerwährenden Pilgerschaft.

Es geschah nun aber, als Pfarrer Mathiowetz beim Sportfest in Unsleben seinen Weggang angekündigt hatte, dass aus den Lautsprechern das Lied „Oh happy day“ erschallte. Das nun kann kein Zufall gewesen sein. Allenfalls war es ein Augenzwinkern Gottes!

Kann es nicht ein glücklicher Tag sein für Michelau und Alzenau, dass ein so tatkräftiger Geistlicher ihre Pfarreien zukünftig betreut? Vielleicht freut man sich auch schon beim Main-Echo über viele Solobilder von Pfingstritten, Traktor-Wallfahrten, Bus-Pilgertouren und Marien-Bannern.

Letztendlich wollten die irdischen Organisatoren des Unslebener Sportfestes mit dem Lied nur ihr gelungenes Sportfest besingen. Aber Gott hat eben auch Humor. Und gewiss auch sein Bodenpersonal. Sonst würden wir uns solche Zeilen gar nicht zu schreiben trauen.

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