Rödelmaier

Rödelmaier: Alte Schreinerei soll abgerissen werden

Die alte Schreinerei in Rödelmaier soll abgerissen werden, um eine Verbesserung für die Feuerwehr zu erreichen. Foto: Marion Eckert

Denkbar kurz war die Bürgerversammlung in Rödelmaier. Nach 45 Minuten waren nicht nur der Vortrag des Bürgermeisters, sondern auch die wenigen Wortmeldungen der Bürger abgehandelt. Bürgermeister Michael Pöhnlein gab den interessierten Bürgern einen Einblick in die Finanzlage der Gemeinde sowie zu den aktuellen Zahlen und Entwicklungen.  Die Einwohnerzahl konnte von 1003 auf 1022 gesteigert werden. Elf Geburten, drei Sterbefälle und drei Eheschließungen gab es im aktuellen Jahr. Bei der Altersstruktur seien die 51- bis 60-Jährigen mit 18,1 Prozent die größte Gruppe. Aktuell gibt es in Rödelmaier 61 Gewerbebetriebe.

Der Kindergarten sei mit aktuell 80 Prozent ausgelastet. In zwei Krippengruppen und zwei Regelgruppen werden 59 Kinder betreut.  Eine Aufnahme von Kindern sei ab sechs Wochen möglich. Die Auslagerung des Kindergartens in die Alte Schule dauere an. Wie der Bürgermeister auf Nachfrage erklärte, gebe es hierfür keine zeitliche Begrenzung. Eine bauliche Erweiterung des bestehenden Kindergartens sei aufgrund der finanziellen Situation derzeit nicht möglich. Die staatliche und kommunale Förderung für den Kindergarten beträgt 282 300 Euro, der gemeindliche Anteil liegt bei 132 500 Euro.

Straßenbeleuchtung wird auf LED umgerüstet

Für die Grundschule in Herschfeld muss die Gemeinde an die Stadt Bad Neustadt 47 275 Euro abführen, für die Mittelschule 33 426 Euro. Die kommunale Verkehrsüberwachung kostet 6400 Euro, 3000 Euro wurden gleichzeitig eingenommen. 101 Verstöße wurden in 2019 festgestellt. Der Verkehr werde zurzeit vier Stunden pro Monat überwacht.

Die Unterhaltung für Jugendraum und Spielplatz kostet 5400 Euro, 6500 Euro bekommen Vereine und Gruppierungen an Unterstützung. In 2018 wurde in Rödelmaier der erste Bauabschnitt zur Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED umgesetzt. Aktuell erfolge die Umrüstung im zweiten Bauabschnitt und soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Die Kosten belaufen sich auf rund 14 000 Euro. An Stromkosten habe die Gemeinde für die Straßenbeleuchtung 12 800 Euro ausgegeben.

Baugebiet südlich der Burgstraße folgt

Die Erschließung von Neubaugebieten geht in Rödelmaier weiter. Wie der Bürgermeister berichtete, sei das Baugebiet "Unterm Dorf" in der Ausführung, ein weiteres werde 2020 südlich der Burgstraße folgen. Durch Bauplatzverkauf habe die Gemeinde 60 900 Euro eingenommen. Hubert Freund fragte nach einem Zeitplan zur Erschließung und wann es möglich sei, zu bauen. "2021 vielleicht. Es sind noch viele offen Fragen zu klären", sagte der Bürgermeister.

Für die Beschaffung von zwei gebrauchten Feuerwehrfahrzeugen sowie einer gebrauchten Tragkraftspritze wurden 34 000 Euro ausgegeben. Ein großer Posten im Vermögenshaushalt sei die Gestaltung des Schlosshofes mit 150 000 Euro und der Umgriff des Sees mit Rodungsquelle mit 40 000 Euro. Die Gemeinde Rödelmaier werde zum Ende des Jahres einen Schuldenstand von 1 623 871 Euro haben, dies entspreche 1720 Euro pro Einwohner. 1 220 948 Euro entfallen auf die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung.

Wie geht es weiter mit dem Klostergarten?

Geplant sei eine funktionale Verbesserung für die Feuerwehr. Dazu sei der Rückbau der alten Schreinerei angedacht, informierte der Bürgermeister. Marlise Wolfrom wollte vom Bürgermeister hierzu Pläne sehen. "Es gibt noch keine Gesamtplanung", sagte Pöhnlein. Das Amt für ländliche Entwicklung habe 80 Prozent Förderung in Aussicht gestellt, um diese zu bekommen bedarf es noch einer engen Abstimmung. Auch stehen noch Gespräche mit der Kreisfeuerwehrführung aus. Klar sei, dass die Alte Post stehen bleibe, der Abriss beziehe sich auf den Bereich der Alten Schreinerei bis zur Feuerwehr.

Auch bezüglich der künftigen Nutzung des Klostergartens konnte der Bürgermeister noch keinen Plan vorstellen. Elmar Freund fragte nach den Plänen in der Burgstraße. Hier und in der Lindenstraße sei die Erneuerung und Sanierung der Wasserleitung, Abwasserleitung, der Straße, des Gehwegs und der Straßenbeleuchtung vorgesehen. Der Bürgermeister: "In 2020 werden wir mit der Planung anfangen, die Umsetzung wird in drei Bauabschnitten erfolgen, der erste ist für 2021 vorgesehen."

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