Rödelmaier

Rödelmaier Wald: Ein Plus dank staatlicher Förderung

Die jährliche Verabschiedung des Forstwirtschaftsplans nutzte Hubert Türich bei der Sitzung des Gemeinderats von Rödelmaier zu einer allgemeinen Betrachtung der durch den Klimawandel verursachten dramatischen Situation des Waldes. Der Abteilungsleiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten konnte aber angesichts der Coronakrise immerhin etwas bitter feststellen, "der sicherste Platz ist jetzt im Wald".

Dramatischer Preisverfall im Holzmarkt

Das bedeute aber nicht, dass es um den Wald derzeit gut gestellt ist. Die täglich eintreffenden Meldungen sprechen eine deutliche Sprache. Auf der einen Seite gebe es einen dramatischen Preisverfall auf dem Holzmarkt, auf der anderen Seite setzt der Klimawandel den Bäumen zu und ist letztendlich für die aktuelle Situation verantwortlich. Türich verwies dabei auf die beiden entgegengesetzten Tendenzen: Die Temperatur steigt, der Niederschlag geht zurück. Diese Entwicklung begünstigt die Ausbreitung von Waldschädlingen wie Borkenkäfer, Schwammspinner und Eichenwickler. Betroffen sei in erster Linie die Fichte, die sich über kurz oder lang aus der Region verabschieden wird. Die Kiefer kränkelt aber inzwischen ähnlich und neuerdings haben auch die Buchen an bestimmten Standorten zu kämpfen. Daher werde derzeit händeringend nach alternativen Baumarten geforscht, die mit den veränderten Bedingungen besser zurecht kommen.

All diese Probleme haben bei einer Waldfläche von knapp über 30 Hektar für Rödelmaier rein quantitativ wenig Bedeutung. So waren im Vorjahr gerade einmal 35 Festmeter eingeschlagen worden und das Augenmerk galt vielmehr einer Erstaufforstung mit rund 2500 Pflanzen. Für dieses Jahr wird vorsorglich ein geringer Einschlag von 100 Festmeter vorgesehen, um auf mögliche Nachfrage von gesundem Holz zu reagieren. Dank einer großzügigen Förderung für Aufforstungen kann die Gemeinde im günstigsten Fall sogar ein Plus von 5000 Euro erwirtschaften.

Entwurf für Fußweg zum Schlosshof

Aus der vorhergehenden nichtöffentlichen Sitzung gab Bürgermeister Michael Pöhnlein bekannt, dass der Gemeinderat die Planung für die Erschließung des Baugebiets "Südlich der Burgstraße" an das Büro Alka vergeben hat. Die Baukosten werden auf knapp 200 000 Euro angesetzt. Die Verwaltung soll nun die Ausschreibung der Arbeiten veranlassen.

Ferner hatte das Gremium einem Entwurf für den Fußweg vom Schlosshof zur Eichenhäuser Straße zugestimmt.  In diesem Fall liegt die Kostenschätzung bei etwas über 25 000 Euro. Befürwortet worden war der Auftrag für die Jahresleistung von Arbeiten am Trinkwasser- und Abwassernetz, der über die Verwaltungsgemeinschaft Bad Neustadt an die Firma SST Salz vergeben worden war. Erneuert werden soll außerdem ein Teil des Kanals im Grabigweg und Unterm Dorf. Zu guter Letzt war noch ein Auftrag für das Erstellen eines digitalen Kanalkatasters an das Büro RÖ-Ingenieure für 18000 Euro vergeben worden.

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Rödelmaier
  • Eckhard Heise
  • Baukosten
  • Baumarten
  • Bäume
  • Bürgermeister und Oberbürgermeister
  • Digitaltechnik
  • Michael Pöhnlein
  • Niederschlag
  • Pflanzen und Pflanzenwelt
  • Staaten
  • Staatliche Unterstützung und Förderung
  • Wald und Waldgebiete
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!