Kleineibstadt

Roland Dittrich ist 90: Unternehmer und Buchautor

In Kleineibstadt feierte am Freitag Roland Dittrich seinen 90. Geburtstag. Mit auf dem Bild seine Frau Herta, die wenige Monate zuvor ihren 85. Geburtstag gefeiert hatte, Bürgermeister Emil Sebald und Pfarrer Benjamin Pereira.
In Kleineibstadt feierte am Freitag Roland Dittrich seinen 90. Geburtstag. Mit auf dem Bild seine Frau Herta, die wenige Monate zuvor ihren 85. Geburtstag gefeiert hatte, Bürgermeister Emil Sebald und Pfarrer Benjamin Pereira. Foto: Hanns Friedrich

Roland Dittrich ist ein passionierter Angler, Buchautor, Unternehmer und ein begeisterter Sänger. Im Kirchenchor Kleineibstadt verstärkt er seit rund 70 Jahren die Bass-Stimme. Seinen 90. Geburtstag feierte er am Freitag im engsten Familienkreis gemeinsam mit seiner Frau Herta, den Kindern Margit, Bernhard und Harald sowie drei Enkeln. Wie beliebt der Jubilar ist, zeigten die zahlreichen Gratulanten, darunter Pfarrer Benjamin Pereira und Bürgermeister Emil Sebald. Der Gesangverein St. Cäcilia brachte seinem zweiten Vorsitzenden und einem der ältesten Sänger ein Ständchen. 

Doppeljubiläum mit seiner Frau

Eigentlich wurde ein Doppeljubiläum gefeiert, erzählt er, denn vor einigen Wochen wurde seine Frau Herta 85. "Da haben wir uns entschieden, den Geburtstag von Vater und Mutter beim 90. zu feiern," sagt Harald Dittrich. Roland Dittrich hat in seinem Leben viel erreicht und einige Höhen und Tiefen durchlebt. Der tiefgläubige Roland Dittrich, der in einer christlich geprägten Familie aufgewachsen ist, hat jedoch nie aufgegeben und es immer wieder geschafft, seine Ideen weiter zu führen, einen Betrieb aufzubauen, das Familienleben zu pflegen und auch Zeit für seine Hobbys, das Angeln und Bücherschreiben, zu haben.

Der Jubilar kam 1946 mit seiner Familie als Heimatvertriebener aus dem Sudetenland nach Kleineibstadt und baute mit seinem Vater zielstrebig den im Sudetenland verlorenen Betrieb wieder auf. 1965 heiratete er Herta, geborene Kammhuber, aus Königshofen. Eine Tochter und zwei Söhne wurden beiden geschenkt

Schon in seiner Jugendzeit schrieb Roland Dittrich Gedichte und notierte so manche Begebenheit. "Ich hatte eigentlich schon immer eine gewisse literarische Ader, vor allem für Gedichte." Zum Jahrtausendwechsel brachte er die Autobiografie seiner eigenen Familie heraus. Es folgte sein erster Gedichtband und schließlich drei Ausgaben von "Die Bibel im Vers". Der Jubilar bezeichnet diese drei Werke als eine "Eingebung von oben". In der Nacht sei er plötzlich aufgewacht und habe entschieden, die Bibel in Versform zu schreiben. Die Bücher schickte er nach Rom und er bekam sowohl von Papst Johannes Paul II. als auch von seinem Nachfolger im Amt, dem deutschen Papst Benedikt XVI. ein Dankschreiben mit päpstlichem Segen. Hinzu kamen weitere Auszeichnungen, zum Beispiel vom Bundesverband der Sudetendeutschen Landsmannschaft.

Bundesweit eine führende Stellung

Als in den 1960er Jahren sein Betrieb - eine Fellverarbeitung - abbrannte und aufgrund eines neuen Wasserschutzgebietes eine Weiterführung der Gerberei nicht mehr möglich war, verlegte sich Roland Dittrich auf die Geflügelaufzucht. Nach und nach konnte aber in den 1970er Jahren parallel dazu wieder die Fellverarbeitung anlaufen. Vor allem Autositzfelle und Zubehör waren es, die in Kleineibstadt hergestellt wurden. Bis zu zehn Heimarbeiterinnen waren im Umkreis von Kleineibstadt beschäftigt. Als dann aber Großfirmen ihm immer mehr Konkurrenz machten, schwenkte Roland Dittrich auf Jagdbekleidung aus Lammfell um. Diese Pelzfirma, die mittlerweile bundesweit eine führende Stellung im Bereich der Lammfelljagdbekleidung einnimmt, führt heute sein Sohn Harald.

Roland Dittrich zeigt ein Foto, das ihn mit einem 30 Kilogramm schweren Lachs zeigt, den er in Alaska geangelt hat. Zu Hause hat er sein Angelrevier an der fränkischen Saale und der Barget. Noch mit 80 Jahren war er zum Lachsangeln in Kanada. "Heute geht das leider nicht mehr." Was wünscht er sich selbst zum Geburtstag?  Roland Dittrich lacht und meint: "Gesund bleiben und ein paar Jährchen hätte ich schon noch gerne." Diesen guten Wünschen schließt sich auch die Heimatzeitung gerne an.

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