GROSSBARDORF/AUB

Rosa Weiglein – Die Grabfeld-Gallier und ihr treuester Fan

Blumen für die Spenderin: Klaus Lemmer war persönlich vorbeigekommen um nicht nur für die 1000 Euro, sondern Rosa Weiglein vor allem auch für die enorme Treue zum TSV Großbardorf zu danken.
Blumen für die Spenderin: Klaus Lemmer war persönlich vorbeigekommen um nicht nur für die 1000 Euro, sondern Rosa Weiglein vor allem auch für die enorme Treue zum TSV Großbardorf zu danken. Foto: Andreas Lampert

Seit knapp zwei Wochen läuft die Spendenaktion zur Unterstützung der Grabfeld-Gallier zum Ausbau der Sportanlage als Fußball-Förderzentrum.

Unter dem Motto „hier wächst Fußball“ haben die Organisatoren sehr große Resonanz und Zustimmung bekommen für ihren Weg, weiter auf die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen in der Region zu setzen.

Eine besondere Freude machte den Unterstützern der Grabfeld-Gallier nun die 1000 Euro-Spende eines ganz besonderen Edelfans des TSV.

Die Initiatoren ließen es sich nicht nehmen, diesen Edelfan, Rosa Weiglein, am Mittwoch spontan und überraschend zu besuchen. Mit einem Blumenstrauß, überreicht durch den Vorsitzenden des TSV-Großbardorf, Klaus Lemmer, sagte man Danke für die famose Unterstützung und Treue und auch für mittlerweile fast 50 Jahre Vereinsmitgliedschaft.

Ein Verein mit Herzblut

Die 89-jährige Rosa Weiglein aus Aub freute sich extrem, als die TSV-Delegation vor ihrer Tür stand. Sie fand natürlich die Zeit, um den Besuchern zu erläutern, warum sie seit 25 Jahren (zumindest so lange erinnert sie sich zurück) treuer Gast und Fan möglichst jedes Heimspieles der Grabfeld-Gallier ist.

„Seit 25 Jahren bin ich jetzt in Pension und mindestens so lange schon fahre ich nach Großbardorf zum Fußball. Ich finde es einfach faszinierend, wie sich der Verein in dieser Zeit weiterentwickelte zu mittlerweile fast einem mittelständischen Unternehmen. Und das alles mit so viel Herzblut und guten Möglichkeiten für die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen“, erklärt Rosa Weiglein.

„Großbardorf war für mich ja so etwas wie meine zweite Heimat, denn ich habe dort 39 meiner 41 Dienstjahre als Lehrerin verbracht. Wenn ich dort beim Fußball bin und so viele ehemalige Schüler jetzt schon mehrerer Generation treffe, freut mich das ungemein. Ganz viele sind in eben diesem Verein in führenden Positionen, oder die Mädchen die damals bei mir zur Schule gingen backen heute als Mama oder sogar schon Oma immer noch den Kuchen für die Heimspiele“, erzählt Weiglein mit freudigem Blick.

Unterstützung statt Urlaub

„Wie ich jetzt hörte, dass der Verein das brachliegende Gelände der ehemaligen Weitsprung- und Schulsportanlage wieder zu neuem Leben erwecken will, war für mich sofort klar, dass ich dies unterstützen werde. Ich fahre ja nicht mehr so viel in Urlaub wie sonst und habe somit auch etwas Geld übrig, das bei diesem tollen Projekt bestens investiert ist“, schwärmt die ehemalige Konrektorin der Grundschule Großbardorf für die Pläne zum Ausbau als Fußball-Förderzentrum.

„Wer wie ich so lange mit Kindern gearbeitet hat, der weiß es zu schätzen was solche Vereine leisten, die sich immer wieder für Kinder einsetzen und tolle Arbeit leisten. Und dass dort, wo ich mit meinen Schülern viele fröhliche Sportstunden verbracht habe nun wieder Kinderlachen einkehrt, bestärkte mich umso mehr, das Vorhaben zu unterstützen“, erklärt Weiglein.

Kleinen Teil zurückgeben

„Ich habe damals als Lehrerin vom Engagement des Vereins profitiert, als dieser 1981 die tolle Schulsportanlage gebaut hat, die wir dann über viele Jahre nutzen konnten. Heute ist es an der Zeit, dass ich dafür auch meinen kleinen Teil zurückgebe und ich hoffe, dass es noch viele fleißige Spender oder Firmen in der Region gibt, die dieses tolle Projekt für die Region auch unterstützen, damit wir den Kindern bei uns weiter etwas bieten können. So lange es meine Gesundheit zulässt und das Autofahren noch geht, werde ich immer meinen Platz unter den Bäumen am Sportgelände des TSV einnehmen, wenn die Bayernligamannschaft oder oft auch die so engagierten Jugendmannschaften dem Ball hinterherjagen“, schließt Rosa Weiglein ihr Statement.

Solche Worte freuten natürlich ganz besonders den TSV-Vorsitzenden Klaus Lemmer, der Rosa Weiglein, wie er sagt, schon eine Ewigkeit kennt, war er doch lange Jahre Bankvorstand in Großbardorf und sie Konrektorin der Grundschule. „Ich weiß, dass sie immer sehr beliebt war bei ihren Schülern und wir treffen uns ja immer bei den Heimspielen, wenn wir ihr ihren Platz im Sportheim beziehungsweise unten am Sportplatz reservieren und sie mit viel Eifer unsere Spiele verfolgt“, so Klaus Lemmer.

Geschichten, die Mut machen

„Wir bedanken uns stellvertretend jetzt bei ihr für die bereits zahlreich eingegangenen Spenden. Diese kleinen Geschichten und Menschen dahinter ermutigen uns auch weiter, alles zu geben für unsere intensive Nachwuchs- und Vereinsarbeit, die uns in den letzten 25 Jahren zu dem gemacht hat was wir heute sind, eine bayernweit und darüber hinaus positiv besetzte Marke für seriöse Vereinsarbeit und guten Herren- und Nachwuchsfußball“, so Lemmer. „Mit unserem neusten Projekt wollen wir für unseren Verein die nächste Entwicklungsstufe einläuten, die Nachwuchsarbeit weiter intensivieren und vor allem die Vernetzung zwischen Wirtschaft und Sport in der Region vorantreiben. Zudem soll mit diesem neuen touristischen Angebot von Jugend- und Fußballcamps ein zusätzliches Angebot geschaffen werden, das unsere Region nach außen hin stärkt und nach vorne bringt“, blickt Lemmer abschließend und positiv in die Zukunft.

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