ROßRIETH

Roßriether müssen noch einmal an die Urne

Braune Fläche statt sattes Grün? Die Pläne für eine Photovoltaikanlage am Hang entlang der Autobahn bei Roßrieth sind noch nicht vom Tisch. Die Bürger sollen nun erneut über das Vorhaben abstimmen.
Braune Fläche statt sattes Grün? Die Pläne für eine Photovoltaikanlage am Hang entlang der Autobahn bei Roßrieth sind noch nicht vom Tisch. Die Bürger sollen nun erneut über das Vorhaben abstimmen. Foto: Eckhard Heise

Die Sache mit der Photovoltaikanlage ist für die Bürger von Roßrieth noch nicht ausgestanden. Noch einmal müssen sie an die Wahlurne und über die Pläne zur Installation der Module abstimmen.

Das heikle Thema sparte Bürgermeister Eberhard Streit bei der Bürgerversammlung im kleinsten Mellrichstädter Stadtteil für zuletzt auf. Zunächst waren die Pläne für die Anlage zerschlagen worden, schilderte das Ortsoberhaupt rückblickend. Dann lagen neue Pläne auf dem Tisch, die vor Ort vom Bauausschuss geprüft wurden. Aber auch die neuen Pläne fanden nicht den Zuspruch des Stadtrats, da sie doch eine Beeinträchtigung für den Stadtteil darstellen, dessen Einwohner sich bereits per Unterschrift gegen die Einrichtung ausgesprochen hatten. Nun legte der Antragsteller erneut einen Plan vor, der einen Kompromiss vorsieht und die Sicht weniger beeinträchtigt.

Ortssprecher Kurt Leeb betonte, dass die Bürger eindeutig eine Anlage an dem Bereich am Nordhang der Autobahn abgelehnt haben. Nun wurde im neuen Plan die umstrittene Fläche herausgenommen, zudem bot der Antragsteller eine Bürgerbeteiligung an. Die Teilnehmer bei der Versammlung wunderten sich aber, warum nach wie vor der Nordhang für die Anlage vorgesehen ist, während die Südseite ihrer Ansicht nach eine viel höhere Ausbeute verspricht und keine Sichtbeeinträchtigung mit sich bringe.

Der Bürgermeister machte nun den Vorschlag, erneut eine Befragung vorzunehmen, damit die Bürger über das Anliegen abstimmen können. Streit versprach, sich an das Votum zu halten. Die Abstimmung läuft in dieser Woche, von Mittwoch bis Freitag, jeweils von 19 bis 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus.

Aber auch noch andere Dinge ereignen sich in Roßrieth. Kurt Leeb blickte zurück und berichtete über die Aktivitäten im Dorf und den „mühsamen“, aber letztendlich erfolgreichen Kampf, eine Geschwindigkeitsbeschränkung an der Mellrichstädter Straße einzurichten. Zwar sei die Situation noch nicht ganz befriedigend, doch sei der Bereich jetzt vor allem für die Schulkinder etwas sicherer geworden. Deren Zahl wird aber immer kleiner, wie ein Blick in die Einwohnerstatistik enthüllt. Gerade noch 55 Personen bewohnen den Stadtteil, der vor noch gar nicht langer Zeit einmal 72 Einwohner zählte.

Ferner berichtete Leeb, dass der Ausbau des Dachbodens im Feuerwehrhaus begonnen worden sei. Viel Eigenleistung wird erbracht, damit die Finanzen der Stadt geschont werden. Im Anschluss forderte er, dass an der Straße nach Sondheim etwas gemacht werden müsse, bevor die Schäden noch eklatanter werden. Am Dorfgemeinschaftshaus müsse ein Sparren ausgewechselt werden und der Weg zur Bushaltestelle von Unkraut befreit werden. Außerdem beanstandete Rüdiger Schmitt, der als Einziger ein Anliegen vorbrachte, die Schlaglöcher in der Mühlfelder Straße.

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