Saal

Saal: Marktgemeinderat verabschiedete den Haushaltsplan 2019

Bei der Gemeinderatssitzung in Saal wurde auch die digitale Dorfchronik von Waltershausen vorgestellt. In dieser werden Kirche und Schloss, die zu den herausragenden Gebäuden im Ort gehören, ausführlich beschrieben. Foto: Regina Vossenkaul

Im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung in Saal stand der Haushaltsplan 2019, den der Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft, Maximilian Nunn, vortrug. Zuvor stellte er die mittelfristige Finanzplanung für fünf Jahre vor, die von den Gemeinderäten akzeptiert wurde.

Der Verwaltungshaushalt umfasst geplante etwa 2,9 Millionen Euro und liegt damit um fast 14 Prozent höher als der Ansatz im vergangenen Jahr. Zu den Haupteinnahmen gehören hier die Einkommenssteuerbeteiligung (840 000), die Schlüsselzuweisungen (562 000) und die Gewerbesteuer (400 000). Bei den Ausgaben aus dem Verwaltungshaushalt stehen Personalausgaben (326 400), die Kreisumlage (628 800), die VG-Umlage (252 200) und die Zuführung zum Vermögenshaushalt (479 800) ganz oben auf der Liste.

Trotz deutlich erhöhtem Vermögenshaushalt keine Kreditaufnahme nötig

Der Vermögenshaushalt mit einem geplanten Volumen von 3,2 Millionen Euro liegt um rund eine Million Euro höher als der Haushaltsansatz im Jahr 2018. Grund dafür sind die Investitionen, die aber dank der Rücklagen ohne Kreditaufnahme durchgeführt werden können. Dazu gehört die Rathaussanierung (Ausgaben 600 000, Zuschüsse 450 000), der Fensteraustausch in der Schule (Ausgaben 400 000, Zuschüsse 368 500) und der Ausbau der Raiffeisenstraße (Ausgaben 900 000, Zuschüsse bisher 400 000 Euro), sowie diverse kleinere Investitionen. Den Rücklagen können 138 200 zugeführt werden, sodass Ende 2019 mit einem Rücklagenstand in Höhe von ungefähr 866 000 gerechnet wird.

Der Schuldenstand liegt Ende 2019 bei 872 569 Euro, das sind pro Kopf 595,20. Dem Haushaltsplan stimmten die Gemeinderäte zu, er wurde als Satzung erlassen. Bürgermeister Norbert Bauer fand die Entwicklung erfreulich, die erneute Zuführung zu den Rücklagen trage dazu bei, die zukünftigen Aufgaben erfüllen zu können.

Vorstellung einer digitalen Dorfchronik von Waltershausen als ein Höhepunkt

Ein weiterer Höhepunkt der Sitzung war die Vorstellung einer digitalen Dorfchronik von Waltershausen, die Peter Heinlein und Herbert Pecat in rund zweijähriger Arbeit zusammengestellt haben. Grundstock war die Sammlung von Daten und Fakten anlässlich der 1150-Jahr-Feier 2017, vieles habe auch Kreisheimatpfleger Reinhold Albert beigesteuert. Der Internetauftritt lädt zu einem Streifzug durch den Ort gestern und heute ein, mit vielen Informationen über Straßen und Gebäude. Wie war die Bebauung um 1818 und wie ist sie heute? Welche Höhen und Tiefen hat das Dorf erlebt? Viele Fragen können auch mit Hilfe einer Suchfunktion beantwortet werden. An einigen Stellen ergänzen Videos die Bilder und Texte, es gibt sogar einen Film von der 1100-Jahr-Feier. Auszüge aus den Gemeindenachrichten ergänzen die neueren Informationen rund um den Heimatort.

Informationen über einige Anwesen im Ort wollen die Autoren noch sammeln, es bleibt natürlich jedem Hauseigentümer überlassen, ob er sich beteiligt oder nicht. Wenn alles fertig ist, soll das Ergebnis bei einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt werden. Kosten entstehen nur in Form von Gebühren an das Vermessungsamt für die Nutzung der Karte in Höhe von 50 Euro jährlich.

Aufstellung eines Bebauungsplans mit Grünordnungsplan beschlossen

Keine Einwände hatten die Gemeinderäte zum Bauantrag für ein Wohnhaus mit Garage in Saal, Flur-Nummer 818/17 und befreiten die Bauherren von den Festsetzungen des Bebauungsplans hinsichtlich der Baugrenzen-Überschreitung durch die Garage. Im Genehmigungsfreistellungsverfahren entsteht in Saal ein Haus mit Garage und Carport auf der Flur-Nummer 818/6. Ein Vorbescheid für den Bau eines Einfamilienhauses mit Garage auf der Flur-Nummer 914 in Waltershausen wurde um zwei Jahre verlängert.

Beschlossen wurde die Aufstellung eines Bebauungsplans mit Grünordnungsplan für das als Wohngebiet festgelegte Gelände "Östlich des Bildhäuser Weges", um der aktuellen Nachfrage nach Wohngrundstücken nachzukommen.

Länger diskutiert wurde über die jährlich vorzunehmende Bedarfsmitteilung für das Programm "Stadtumbau West", weil ein Fußweg zwischen Haupt- und Marienstraße enthalten ist, für den 50 000 Euro für 2020 angemeldet werden. Die Eintragung verpflichte nicht zur Umsetzung, wenn sich die Bedingungen ändern, teilte der Bürgermeister mit. Der Maßnahmenkatalog wurde schließlich mit einer Gegenstimme verabschiedet.    

Schlagworte

  • Saal
  • Regina Vossenkaul
  • Bau
  • Bauanträge
  • Bauherren
  • Bebauungspläne
  • Finanzplanung
  • Hauseigentümer
  • Kreditaufnahmen
  • Norbert Bauer
  • Reinhold Albert
  • Stadträte und Gemeinderäte
  • Vermessungsämter
  • Wohnhäuser
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!