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Saal: Trotz Borkenkäfer ein Plus erwirtschaftet

Pflegemaßnahmen konnten im Jahr 2019 im Gemeindewald in Saal nicht planmäßig durchgeführt werden, alle Arbeiten konzentrierten sich auf die Beseitigung der vom Borkenkäfer befallenen Fichten.
Pflegemaßnahmen konnten im Jahr 2019 im Gemeindewald in Saal nicht planmäßig durchgeführt werden, alle Arbeiten konzentrierten sich auf die Beseitigung der vom Borkenkäfer befallenen Fichten. Foto: Regina Vossenkaul

Der Gemeindewald stand im Mittelpunkt der Gemeinderatsversammlung in Saal. Hubert Türich, Abteilungsleiter Forsten 2 des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF), und Revierförster Andreas Henig, der den erkrankten Holger Tillmann vertrat, erstatten Bericht. Die gute Nachricht bezüglich des Haushalts 2019 verkündete Türich: Das Jahr konnte trotz der prekären Lage ohne Defizit abgeschlossen werden, es blieb dank abgerufener Zuschüsse und guter Vermarktung in Zusammenarbeit mit der Forstbetriebsgemeinschaft sogar ein Gewinn in Höhe von fast 11 000 Euro übrig. "Wir sind hochzufrieden", so Türich.

Am Rommelsberg schlug der Borkenkäfer besonders zu

Das Jahr hatte mit planmäßigen Arbeiten angefangen, dann zwangen Dürre und Borkenkäferbefall, alle Kapazitäten auf die Schadflächen zu lenken. Der normale Hiebsatz liegt bei 950 Festmeter (fm) pro Jahr, diesmal wurden 949 fm entnommen, davon waren 68 Prozent Käferholz. Die größte zusammenhängende Schadfläche mit Fichten-Käferholz lag im Bereich Rommelsberg, dort fielen 576 fm an. Geplante Pflegemaßnahmen mussten zurückgestellt werden, stehen aber weiterhin auf dem Plan. Die Arbeiten am Feuchtbiotop im Gründlein gingen voran, mussten aber inzwischen wegen der Niederschläge eingestellt werden. 22 Biotopbäume wurden für das Vertragsnaturschutzprogramm angemeldet.

In diesem Jahr hoffen die Forstleute, überwiegend zur Normalität zurückkehren zu können, zumal für den Landkreis Rhön-Grabfeld im Gegensatz zu Bad Kissingen und Schweinfurt kein größerer Schwammspinnerbefall vorhergesagt wurde. Geplant sind Pflanzungen, wo die Fichten weichen mussten, vor allem mit heimischen Gehölzen wie Kirsche, Rotbuche, Linde, Eibe und Spitzahorn, eventuell mit Douglasien, wenn der Boden dazu passt. Ein leichtes Minus wegen der bevorstehenden Investitionen erwartet Türich Ende 2020, das könnte sich jedoch durch Fördergelder noch in ein Plus verwandeln. Der Bewirtschaftungsplan für 2020 wurde einstimmig gebilligt und Türich bedankte sich beim Bürgermeister und den Gemeinderäten für die gute Zusammenarbeit. Man werde sich in dieser Zusammensetzung nicht mehr treffen.

Über einige Bauvorhaben, die in Gebieten ohne Bebauungsplan liegen, wurde abgestimmt: Keine Einwände gab es zur Errichtung einer Stahl- Unterstellhalle für landwirtschaftliche Geräte, zuvor sollen drei landwirtschaftliche Gebäude in der Hauptstraße 56 abgerissen werden. Auch der Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage und zusätzlicher Wohneinheit in der Kleineibstädter Straße passt sich in die Umgebung ein, ebenso die Erneuerung des Dachgeschosses in der Straße Steinrücken in Waltershausen.

Neubau eines Pferdeunterstands abgelehnt

Mit 3 zu 9 Stimmen abgelehnt wurde hingegen der Neubau eines Pferdeunterstands mit Heu- und Strohlager am Oberbachsrangen. Bedenken hatte die Mehrheit der Gemeinderäte wegen der Nähe zur Wohnbebauung und wegen des Gebäudes insgesamt, das mehr einem Stall als einem Unterstand gleiche. Die Emissionsprüfung liegt in den Händen des Landratsamts, bestätigte der Bürgermeister.

Unter "Informationen" teilte Bauer mit, dass die Kabelverlegung in Waltershausen im März stattfindet, außerdem ist wahrscheinlich ab April erneut eine Umleitung fällig wegen weiterer Straßenbauarbeiten an der B 279 zwischen Bad Königshofen und Großeibstadt. Diesmal sollte die Ampel vor der Marienstraße aufgestellt werden, um den Ausweichverkehr durch die Marienstraße zu verhindern, wurde angeregt.

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