Mellrichstadt

Sachs Franken Classic: Roberto Blanco tourte durch die Rhön

Sie zogen die Blicke auf sich: Die Oldtimer bei ihrer Fahrt durch Mellrichstadt. Foto: Peter Federlein

Nach dem Veranstalter-Motto „Fahren wie Gott in Franken“ zieht es seit Jahren Teilnehmer aus ganz Deutschland, der Schweiz und Österreich an den Pfingsttagen in das frühsommerliche Unterfranken. Die ADAC Sachs Franken Classic ist eine Rallye für historische Fahrzeuge, bei der der geschickte Umgang mit dem Fahrzeug, das Erkennen der Route und die genaue Fahrweise bewertet werden. Heuer, bei der 20. Auflage, führte der Zeit- und Streckenplan den historischen Rallye-Tross auf der ersten Etappe - von Bad Kissingen über Fulda - auch durch den Landkreis Rhön-Grabfeld mit Prüfungen in Fladungen und Mellrichstadt.

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Schs Franken Classic

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In fünf Gruppen sind die Teilnehmerfahrzeuge bei der Sachs Franken Classic eingeteilt: Epoche I: Fahrzeuge bis Baujahr 1946 – 40 Fahrzeuge starteten heuer in dieser Kategorie; Epoche II: Fahrzeuge, die von 1947 bis 1965 gebaut wurden; Epoche III: Fahrzeuge, deren Produktion von1966 bis 1983 erfolgte. Daneben starteten in der Sonderklasse Fahrzeuge mit besonderer Historie im Rallyesport; für sie gilt bei der Sachs-Franken-Classic nicht das steuergesetzlich vorgeschriebene Oldtimer-Mindestalter von 30 Jahren. Teams, die ohne Wertungsprüfungen die Sachs Franken Classic fahren wollten, starteten in der „SFC Classic Tour“. Alle Teams erhielten für die Streckenfindung das so genannte „Roadbook“.

Die Jacke passend zur Autofarbe. Auch das Outfit muss bei einer Rallye stimmen.  Foto: Peter Federlein

In den Wertungen „Klassisch Sanduhr“ und „Klassisch Offen“ dürfen Uhren/Stoppuhren mit Analog- oder Digitalanzeige verwendet werden. Die Anweisungen für den Fahrer aus dem Roadbook über den Streckenverlauf und Hinweise während der Wertungsprüfungen, ob schneller oder langsamer zu fahren ist, kommen vom Beifahrer. „Der Fahrer ist aber auch gefordert; er muss die Abmessungen seines Autos mit Anbauten wie zusätzlich montierte Scheinwerfer und vielem mehr genau kennen um die Positionen der Lichtschranken oder der Signalschläuche zu erkennen, mit denen die Wertungsstrecken markiert sind“.

Wertung auf dem Marktplatz

In Mellrichstadt waren nacheinander zwei Distanzen auf dem Marktplatz in jeweils acht Sekunden zurückzulegen, so der Moderator vor Ort, Johannes Deinlein, der Gebietsrepräsentant im Veteranen-Fahrzeug-Verband (VFV) ist, und maßgeblich bei der Organisation der Sachs Franken Classic mitwirkt. Kürzere Durchfahrtszeiten wurden mit Strafpunkten geahndet.

"Das Verdeck habe ich geschlossen, weil ich in der Sonne immer so schnell braun werde“, witzelte Roberto Blanco.  Foto: Joachim Scheuring

Prominente Teilnehmer waren heuer wieder dabei. Vom Team Wolfgang Rücker Wiesbaden ist Roberto Blanco mit Frau Luzandra im Mercedes Benz 300 SE Cabrio von 1967 mitgefahren. Vom Team Karat hat sich der Sänger der Gruppe Karat, Claudius Dreilich mit Frau Belinda, in einem BMW Baur Cabrio von 1972 erstmals bei der Sachs Franken Classic beteiligt. Und wie in vielen Jahren zuvor, ist auch der Aschaffenburger Kabarettist Urban Priol, heuer mit Andrea Hefter und einem Alfa Romeo Giulia Super von 1967 bei der Rallye mitgefahren.

Sie restaurieren alte Autos

Die Firma Feierabend aus Würzburg ist für hochwertige Restaurierungen in Oldtimerkreisen bestens bekannt. Firmeninhaber Thomas Feierabend fährt seit vielen Jahren mit. Heuer war er mit einem 270 PS starken Maserati 6C 34 Biposto von 1934 und dem Beifahrer Laurenz Feierabend am Start. Dieser Maserati war der erste Typ, der nach der Grand-Prix-Formel 750 Kilogramm Gesamtgewicht für Rennwagen entstand.

Weitere Werke von den Oldtimerspezialisten der Firma Feierabend waren ein Bugatti 51 von 1932, mit dem Janina Fransen und Elina Feierabend um gute Zeiten und wenige Strafpunkte kämpften. Und einige BMW Sportwagen. Von der Familie Feierabend gab es übrigens Verbindungen nach Hendungen. Dort hatte die Malerin Christa Feierabend, eine Tante von Thomas Feierabend, ihr Atelier.

Fast vier Stunden hat es gedauert, bis alle 170 Oldtimer den Mellrichstädter Marktplatz erreicht und nach der Prüfung wieder verlassen haben. Moderator Deinlein erwähnte dankend die gute Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister, dem Stadtrat und dem Aktiven Mellrichstadt, die den Organisatoren jede Unterstützung gewährten. Und über das Publikum äußerte sich der Organisator voll des Lobes, „Sie waren das beste Publikum heute Nachmittag“, meinte Deinlein augenzwinkernd.

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