Sandberg

Sandberger Gemeindewald sorgt für Verlust

Das Umfeld des neuen Dorfgemeinschaftshauses in Langenleiten wird im Rahmen der Dorferneuerung gestaltet.
Das Umfeld des neuen Dorfgemeinschaftshauses in Langenleiten wird im Rahmen der Dorferneuerung gestaltet. Foto: Marion Eckert

Der Sandberger Gemeindewald ist in Sachen Trockenheit und Borkenkäferbefall bisher noch verhältnismäßig glimpflich davon gekommen. Dennoch schließt das Jahresergebnis des Gemeindewaldes mit einem Verlust von 4429 Euro für 2019 ab. Förster Michael Heinrich stellte den Gemeinderäten die Schäden auf einer Karte vor. Forstoberrat Hubert Türich (AELF Bad Neustadt) spannte den Bogen etwas weiter und erläuterte anhand einer Präsentation die allgemeine Situation des Waldes. Er ging insbesondere auf Schädigungen aufgrund von Hitze, Trockenheit und Schädlingsbefall ein. Symbolisch anhand von Holzstücken zeigt er die größere CO2-Speicherkraft eines bewirtschafteten und genutzten Gemeindewaldes im Verhältnis zum Urwald auf. Für den bevorstehenden Klimawandel gäbe es noch keine Lösung hinsichtlich neuer Baumarten. Entscheidend sei aus seiner Sicht ein Mix verschiedener Baumarten.

Gemeinderätin Antje Voll erkundigt sich nach verpachteten Gemeindeflächen, die vom Borkenkäfer befallen sind. Sie machte auf ein privat verpachtetes Grundstück aufmerksam, auf dem Käfer befallene Bäume stehen. Diese müssen entnommen werden. Dem Förster sei das benannte Grundstück bekannt, er habe jedoch keine Befugnis, die Entnahme anzuordnen, da es sich bei dem Grundstück nicht um ein Waldgrundstück handle. Der Pächter werde nun von der Gemeindeverwaltung zur Entnahme und Entfernung der betroffenen Bäume aufgefordert, gab Bürgermeisterin Sonja Reubelt bekannt.

Grundstücksbesitzer können Einfluss nehmen

Zum Thema Wildverbiss gab Türich einen Überblick. Die Kontrolle der Wildpopulation könne nur doch Bejagung erfolgen. Auf die Abschussvorgaben können Grundstücksbesitzer aber durchaus Einfluss nehmen.

Das gemeindliche Einvernehmen wurde für einen Bauantrag in Langenleiten für die Errichtung einer Garage ausgesprochen. Ebenfalls zugestimmt wurde einem Bauantrag für die Erweiterung und den Anbau von zwei Kinderzimmern an einem Anwesen in Langenleiten. Der katholische Kindergarten Schmalwasser beantragte einen Zuschuss für die Neuanschaffung der Büroausstattung. Die Kosten betragen 1037 Euro, die Gemeinde gibt 10 Prozent dazu.

Anteil der Gemeinde liegt bei 20 Prozent

Über die Dorferneuerung wird in Langenleiten der Bereich um das neue Dorfgemeinschaftshaus und der Kippesweg neu gestaltet. Das Amt für ländliche Entwicklung fördert das Vorhaben mit 80 Prozent, die Gemeinde Sandberg trägt somit 20 Prozent, also 152 040 Euro. Der nötigen Vereinbarung zwischen der Gemeinde und dem Amt für Ländliche Entwicklung (Teilnehmergemeinschaft Sandberg) wurde zugestimmt.

Gemeinderätin Antje Voll wies auf die anstehenden Kanalsanierungsmaßnahmen in Langenleiten hin. Die Bauarbeiten sollen mit den Arbeiten zur Umfeldgestaltung am Dorfgemeinschaftshaus abgestimmt werden. Die Bürgermeistern schloss sich dieser Anregung an, das sei bekannt und werde selbstverständlich soweit als möglich berücksichtigt.

Stabilisierungshilfe in Höhe von 810 000 Euro

Die Gemeinde Sandberg erhielt für 2019 Stabilisierungshilfe in Höhe von 810 000 Euro, davon sind 210 000 Euro für die Schuldentilgung zu verwenden, 600 000 Euro gelten als Investitionshilfe. Die Stabilisierungshilfe wurde unter Auflagen bewilligt, die bis Ende März erfüllt und nachgewiesen werden müssen. Dazu zählt die Fortschreibung des vorgelegten Haushaltskonsolidierungskonzeptes. Die Gemeinderäte stimmten dieser Fortschreibung zu, das bedeutet, dass, wo es möglich und vertretbar ist, Kosteneinsparung vorgenommen werden, Investitionen im freiwilligen Bereich einer kritischen Prüfung unterzogen werden und nur im Rahmen der finanziellen Leistungsfähigkeit angegangen werden.

Aus nicht öffentlicher Sitzung wurde bekannt gegeben, dass das Ingenieurbüro Stubenrauch (Königsberg in Bayern) mit der Erstellung des Bebauungsplanes Sondergebiet "Lagerhallen" in Schmalwasser für  7618 Euro beauftragt wurde. Außerdem wurde die Bürgermeisterin beauftragt, das Ingenieurbüro Stubenrauch mit besonderen Leistungen zur Flächenplanung für das Sondergebiet "Lagerhallen" bis zu einer Summe von 7427 Euro gesondert zu beauftragen.

Für die weitere Erschließungsplanung des Baugebietes "Steinrutsche II" in Sandberg ist eine Baugrunduntersuchung notwendig. Hierzu wurde die GMP – Geotechnik (Würzburg) beauftragt, die Kosten betragen 7780 Euro.

Am Montag, 23. März, findet um 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaft "Haus für Alle" in Langenleiten mit Landschaftsarchitektin Miriam Glanz und Michael Manger vom Amt für Ländliche Entwicklung eine Informationsveranstaltung für die Bürger aus Langenleiten statt. Es geht um noch offene Gestaltungsfragen wie Pflasterart und Pflasterfarbe für die Außengestaltung.

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