Trappstadt

Sanierung Mittelschule: Trappstädter Gemeinderat gegen Studie

Nach dem Neubau der Grundschule soll die Mittelschule saniert werden. Dazu soll eine Machbarkeitsstudie erstellt werden. Der Trappstädter Gemeinderat, der über den Schulverband mit der Mittelschule zu tun hat, hält den Zeitpunkt für verfrüht.  Foto: Regina Vossenkaul

Schon kürzlich bei der Versammlung des Schulverbandes hatte Michael Custodis als Vertreter der Gemeinde Trappstadt gegen das Vorhaben Stellung bezogen, für die Sanierung der Mittelschule in Bad Königshofen zum jetzigen Zeitpunkt eine Machbarkeitsstudie erstellen zu lassen. Diese Ansicht vertrat er jetzt auch in der jüngsten Sitzung des Trappstädter Gemeinderates, als es in einem Tagesordnungspunkt um das Thema ging. Während Custodis aber in der Schulversammlung bei dem mit 11: 1 Stimmen gefassten Beschluss für eine Fortführung der Planung allein auf weiter Flur stand, sprach sich auch jetzt die Mehrheit des Gemeinderates (11:2) gegen die Planung aus.     

Insbesondere kritisierte  Custodis, dass es noch keinen konkreten Vorschlag darüber gebe, wie eine Kostenbeteiligung aussehen könnte. Grundsätzlich stelle sich eh die Frage, warum ein Schulverbandsmitglied in ein Gebäude investieren solle, das der Stadt Bad Königshofen gehöre, erklärte Custodis gegenüber dieser Redaktion. Dazu hält er den Zeitpunkt für die Vergabe der Leistungsphasen 1 und 2 der Machbarkeitsstudie für viel zu früh angesetzt, weil noch gar nicht klar sei, wann überhaupt mit der Sanierung der Schule begonnen werden könnte und die Gefahr bestehe, dass die in der Studie ermittelten Werte dann überholt seien. In seiner Ansicht fühlt sich der Trappstädter Bürgermeister auch durch die Stellungnahme der Kommunalaufsichtsbehörde vom 7. November  bestärkt, in der unter anderem genau diese Problematik angesprochen wird.       

Gemeinderat erhöht Gebühren für die Nutzung des Gästehauses 

Gar nicht umstritten im Gemeinderat ist die Neuregelung der Benutzungsentgelte und Verbrauchsgebühren für das Gästehaus, zumal die Gebühren seit Jahren konstant gehalten wurden und deutliche Defizite eingefahren wurden. Vor allem in Hinsicht auf die Gewährung von Stabilisierungshilfe war Handeln angesagt. Um nur zwei Beispiele zu nennen: Statt bislang 120 Euro müssen künftig 150 Euro Miete bei Familienfesten gezahlt werden. Das gleiche gilt für die Miete bei Tanzveranstaltungen, wenn es sich um örtliche Vereine handelt. Die Entgelte sollen jetzt alle drei Jahre überprüft werden. 

Zufrieden zeigte sich Custodis, das nach dem kürzlichen Verkauf eines Hauses in beiden Orteilen kein Leerstand mehr zu finden sei. In der Sitzung lagen gleich zwei Anträge auf eine Förderung gemäß des Innenentwicklungs-Programms  des Grabfeldallianz vor, das eine maximale Förderung von 10 000 Euro ermöglicht. Beiden Anträgen wurde zugestimmt. Reine Formsache war der Beschluss, Nicole Semineth von der VG Bad Königshofen zur Gemeindewahlleiterin für die Kommunalwahlen im März 2020 zu bestellen.    

 Auch das Thema Inklusion spiele in der Sitzung eine Rolle. Manuela Schlembach vom Berufsbildungszentrum in Münnerstadt stellte das Vorhaben vor, zusammen mit dem Sozialwerk Neuaumühle eine Mitfahrerbank zu gestalten, die dann am 28. März 2020 im Ort aufgestellt werden soll. Der Gemeinderat zeigte sich gegenüber dem Vorschlag aufgeschlossen und versprach Unterstützung zu leisten.   

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