RHEINFELDSHOF

Scheune brennt: Eine Million Euro Schaden

In Flammen: Die Scheune mit Hackschnitzelanlage in Rheinfeldshof ganz früh am Samstagmorgen. Foto: Fotos (3): Friedrich

Auf rund eine Million Euro beziffert die Polizeidirektion Würzburg den Schaden, der am Samstagmorgen beim Brand einer Scheune in Rheinfeldshof entstand, in der sich eine Hackschnitzelanlage befand. An die 200 Feuerwehrleute sowie 20 Kräfte des BRK Rhön-Grabfeld waren vor Ort.

Am frühen Samstagmorgen ging kurz vor 3.45 Uhr bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken ein Notruf ein, dass in dem Strahlunger Ortsteil eine Scheune brennt. Zeitgleich wurde die Integrierte Leitstelle Schweinfurt verständigt, die ein Großaufgebot an Feuerwehren und Rettungsdiensten zum Brandort schickte.

Als die ersten Kräfte am Brandort eintrafen, stellte sich schnell heraus, dass nicht nur eine Scheune brannte, sondern sich daran eine Hackschnitzelanlage mit Getreidemühle, Lager und Rapsölanlage befand und brannte. Die Hackschnitzelanlage diente der Beheizung des Anwesens. „Mehrere Meter hoch schlugen die Flammen aus der Scheune“, hieß es in der ersten Meldung an die Integrierte Leitstelle Schweinfurt.

Nachalarmierung

Für Kreisbrandrat Stefan Schmöger, der den Einsatz leitete, war damit klar, dass weitere Wehren nachalarmiert werden mussten. Dazu gehörten auch die weitere Drehleiter aus Münnerstadt und ein Schlauchwagen aus Nüdlingen sowie der Schlauchwagen aus Bischofsheim. Im Einsatz waren an diesem Morgen in Rheinfeldshof die Feuerwehren aus Strahlungen, Bad Neustadt, Löhrieth, Bischofsheim, Dürrnhof, Salz, Brendlorenzen, Herschfeld, Nüdlingen, Rödelmaier, Münnerstadt und das THW Mellrichstadt.

Sie konzentrierten sich auf die Brandbekämpfung der 30 mal 40 Meter großen Scheune und verhinderten, dass die Flammen auf das angrenzende Wohnhaus übergriffen. „Eine Meisterleistung der Feuerwehren“, wie es vor Ort hieß. Keine Probleme gab es nach Informationen vor Ort mit der auf dem Dach der Scheune befindlichen Fotovoltaikanlage. Die Platten brachen nach und nach mit dem Dachstuhl ein.

Vom Roten Kreuz waren die Sondereinsatzgruppe (SEG) Behandlung und die SEG Verpflegung vor Ort. Seine „Feuertaufe“ erhielt dabei der neue Sanitäts-Gerätewagen, wie Einsatzleiter Uwe Kippnich sagte. Hinzu kamen ein Rettungswagen und ein Krankentransportwagen sowie der zuständige Notarzt. Am Behandlungsplatz wurden insgesamt fünf Patienten von den Helfern betreut, eine Bewohnerin des Anwesens kam mit Schock in die Kreisklinik Bad Neustadt.

Noch am Samstagnachmittag waren die Feuerwehren vor Ort im Einsatz, um einzelne Glutnester zu löschen. Erneut zum Brandort gerufen wurden die Wehren dann am Sonntagmorgen, weil im Bereich des Rapsöllagers erneut Flammen aufloderten. Die Einsatzkräfte aus Strahlungen und Bad Neustadt löschten die aufkommenden Flammen.

Was die Einsatzkräfte besonders herausstellten, war der Zusammenhalt der Dorfbevölkerung. So stellten Nachbarn für den Behandlungsplatz des Roten Kreuzes sofort den Hof am landwirtschaftlichen Anwesen zur Verfügung. Außerdem klappte die Verpflegung der mehr als 200 Einsatzkräfte hervorragend. „Unsere SEG-Verpflegungsgruppe wurde von der Dorfgemeinschaft hervorragend unterstützt, das war einfach klasse“, sagt der Einsatzleiter des BRK-Rhön-Grabfeld, Uwe Kippnich.

Wichtig war die Versorgung der Feuerwehrleute mit Getränken wegen der starken Rauchentwicklung. Da war das Problem der Nebel, der an diesem Morgen über dem Brandort lag und verhinderte, dass der Rauch abziehen konnte. Bereits bei der Anfahrt der Rettungsfahrzeuge machte sich dies bemerkbar, als die Feuerwehrfahrzeuge und BRK Rettungswagen mit verminderter Geschwindigkeit durch die Nebelschwaden fahren mussten. Oftmals sah man im wahrsten Sinn des Wortes nicht die Hand vor Augen. „Solch einen starken Nebel habe ich schon lange nicht mehr erlebt“, hörte man denn auch immer wieder.

Am Morgen danach: Nur noch rauchende Balken.

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