BAD NEUSTADT

Schlaganfall – Ein Unheil mit Ansage

Vorsorge ist wichtig: Im Bus konnte man unter anderem Blutzucker und Blutdruck messen lassen. Ein Angebot, das auch stellvertretender Landrat Peter Suckfüll gerne annahm. Foto: Hanns Friedrich

Auf enormen Zuspruch stieß am Freitag das Angebot der Neurologischen Klinik Bad Neustadt, sich in einem Bus über das Thema „Schlaganfall“ informieren zu können.

Spontan bedankte sich einer der Interessierten und sagte, dass er aufgrund solcher präventiver Information bei sich die Vorzeichen für einen drohenden Schlaganfall rechtzeitig erkannte, den Rettungsdienst informierte und rasch in die Klinik kam. „Sehen Sie mich an, mir geht es heute wieder gut.“

Ein Lob, das Professor Dr. med. Bernd Griewing, Ärztlicher Direktor der Neurologischen Klinik, und Dr. med. Hassan Soda, Leitender Oberarzt der überregionalen Comprehensive Stroke Unit mit ihrem Team gerne entgegennahmen.

Persönlich unterhielt sich Professor Griewing noch mit dem ehemaligen Patienten und meinte, dass es ganz wichtig sei, auf Anzeichen wie plötzlich auftretende Gesichtslähmung, Sprachstörung oder Lähmungen des Armes zu achten. „Wir wollen Sie sensibilisieren für diese Vorzeichen, die zu wenig beachtet werden.“ Dank sagte er dem Busteam, das bayernweit unterwegs ist. Warteschlangen bildeten sich am Bus und am roten Zelt, wo Untersuchungen vorgenommen wurden. „Das ist gut, dass so viel Interesse da ist“, sagten die Ärzte übereinstimmend.

Bad Neustadts Bürgermeister Bruno Altrichter verwies auf den Gesundheitsstandort Bad Neustadt und darauf, dass die Rhönklinikum AG seit Jahren ein wichtiger Partner sei. Unter anderem sei es die Neurologische Klinik, die wichtige gesundheitliche Themen aufgreife und dabei die Öffentlichkeit einbinde. Herausgestellt hat er die gute Kooperation des Rhönklinikums mit der Stroke-Unit-Klinik und dem Rettungsdienst. „Es ist toll, dass es die Neuro bei uns gibt.“

Das „Herzblut“, das gerade der Ärztliche Direktor der Neurologischen Klinik, Bernd Griewing, in dieses Vorsorgethema steckt, stellte Direktor Reinhold Dietsch, Geschäftsführer des Bezirksverbandes des Roten Kreuzes aus Würzburg, heraus. Für ihn war es eine Selbstverständlichkeit, dass sich das Rote Kreuz, speziell der Kreisverband Rhön-Grabfeld, als verlässlicher Partner mit einbringt. Der Bezirksgeschäftsführer meinte, dass jeder Schlaganfall ein echter Notfall ist und auch von der Bevölkerung so gesehen werden muss. Er selbst habe in der Familie von der Kenntnis dieser Schlaganfallvorzeichen schon profitiert und konnte helfen.

Für Rhön-Grabfeld sei die Neurologische Klinik ein Aushängeschild beim Thema Gesundheitsvorsorge. Das betonte stellvertretender Landrat Peter Suckfüll. Diese Klinik lege den Fokus auf wichtige gesundheitliche Themen und informiere darüber. „Wir sind stolz, dass wir die Neuro hier in Bad Neustadt und hier im Landkreis Rhön-Grabfeld haben, aber auch die weiteren Kliniken.“

Hoffen, dass alles gut ist

„So etwas muss man annehmen, wir waren schon voriges Jahr hier und hoffen, dass alles gut ist“, so einige der Umstehenden, die am roten Gesundheits-Doppeldeckerbus für die einzelnen Untersuchungen anstanden. Die Mitarbeiter selbst wussten dazu, dass es durchaus schon vorgekommen sei, dass bei einer solchen Aktion erste Schlaganfall-Vorboten erkannt wurden und man den Betroffenen riet, einen Arzt aufzusuchen.

„ Immerhin erleiden deutschlandweit pro Jahr mehr als eine Viertelmillion Menschen einen Schlaganfall, in Bayern sind es rund 40 000, und der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache nach Herzinfarkt und Krebserkrankung“, ergänzte Griewing.

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