MELLRICHSTADT

Schön, dass Sie bei uns sind! Wir alle freuen uns auf Sie!

Willkommen im Zeichen der Ökumene: Kirchenrat Andreas Werner (links) begrüßt den katholischen Pfarrer Thomas Menzel mit einem Präsent.
Willkommen im Zeichen der Ökumene: Kirchenrat Andreas Werner (links) begrüßt den katholischen Pfarrer Thomas Menzel mit einem Präsent. Foto: Heidrun Mauder

Bischof Friedhelm Hofmann hatte Thomas Menzel (34), Kaplan der Pfarreiengemeinschaft „Der Gute Hirte im Markt Burkardroth“, ab 1. September 2012 zum Pfarrer und Leiter der Pfarreiengemeinschaft Franziska Streitel ernannt. Am vergangenen Sonntag endete die Zeit der Vakanz, in der Pfarrer Andreas Hutzler, Stockheim, die Verantwortung für die Pfarreiengemeinschaft übernommen hatte.

Bei strahlendem Sonnenschein sah man viele strahlende Gesichter! Nach dem festlichen Einführungsgottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Kilian begleitete die Trachtenkapelle Mittelstreu unter der Leitung ihres Dirigenten Stefan Link die Festgäste mit frohen Weisen durch die Mellrichstädter Innenstadt zum Pfarrsaal am katholischen Kindergarten. Dort spielten sie an der Pfarrwiese ein munteres Ständchen für Pfarrer Menzel und die Gäste des Willkommensempfangs. Drinnen, im Pfarrsaal, konnten bei Kaffee und Kuchen die ersten Kontakte zum neuen Stadtpfarrer geknüpft werden.

Klemens Hohm, Vorsitzender des gemeinsamen Ausschusses der Pfarreiengemeinschaft Franziska Streitel, begrüßte die zahlreichen Festgäste, darunter auch die Eltern des neuen Pfarrers. Neben den Vertretern von Politik und Geistlichkeit waren viele Gläubige aus den sechs Gemeinden der Pfarreiengemeinschaft der Einladung zum Einführungsempfang gefolgt.

Hohm versicherte Pfarrer Menzel: „Wir alle freuen uns auf Sie!“ Er betonte: „Wir sind auf einem guten Weg, eine Gemeinschaft zu werden, aber der Entwicklungsprozess ist noch lange nicht abgeschlossen. Ihr Vorgänger hat sehr viel Schwung und Leben in die Pfarreiengemein-schaft gebracht. Wir wünschen uns, dass Sie als junger Pfarrer diese Entwicklung weiter vorantreiben.“ Hohm wünschte Pfarrer Menzel Gottes Kraft und Segen und übergab als Willkommensgruß einen Blumenstrauß.

Im Namen der evangelischen Kirchengemeinden beglückwünschte Kirchenrat Pfarrer Andreas Werner Pfarrer Menzel zum „neuen Amt des priesterlichen Dienstes in der Pfarreiengemeinschaft Franziska Streitel“. Es folgte die launige Feststellung: „Die Pfarreiengemeinschaft passt zu Ihnen, lieber Pfarrer Menzel. Auch sie ist groß.“

In die Gemeinschaft derer, die Pfarrer Menzel künftig bei der Bewältigung seiner vielen Aufgaben helfend zur Seite stehen, bezog Pfarrer Werner „selbstverständlich“ die evangelischen Christen mit ein. „Auch wir helfen gerne in geschwisterlicher Art und Weise, denn wir wissen längst, dass die Verkündigung der heilmachenden Botschaft Christi nur gemeinsam gelingen kann.“ Er schloss mit dem Wunsch, die außergewöhnlich guten und engen ökumenischen Kontakte weiterhin zu pflegen, denn „wir sind sehr, sehr gute Freunde“. Mit dem Segens-wunsch, der beim morgendlichen Gottesdienst in der Gustav-Adolf-Kirche für Pfarrer Menzel gebetet worden war: „Führe uns immer wieder in der Ökumene zusammen und öffne uns alle, damit wir gemeinsam deine Botschaft verkündigen“, sprach Werner vielen Anwesenden aus dem Herzen.

Mellrichstadts Bürgermeister Eberhard Streit, der Pfarrer Werner aus terminlichen Gründen den Vortritt gelassen hatte, freute sich, Pfarrer Menzel persönlich und auch im Namen der politischen Gemeinden der Pfarreiengemeinschaft willkommen heißen zu können. „Wir alle sind sehr froh, dass wir als katholische Pfarrgemeinden nicht mehr verwaist sind und dass wir so schnell wieder einen neuen Pfarrer bekommen haben.“ Streit nannte viele Berührungspunkte zwischen der Pfarrgemeinde und der politischen Gemeinde. Er sagte: „Ganz offiziell sind Kirche und Staat in unserem Land getrennt. Doch wohl nicht von ungefähr heißt die kleinste Einheit sowohl im kirchlichen wie im staatlichen Bereich bis heute Gemeinde.“ Für seine vielen Aufgaben, so Streit, „Moderator soll der Pfarrer sein, Kommunikator und Inspirator, ein Werbeträger in Sachen Religion, und damit ist der Kern Ihrer Tätigkeit noch gar nicht berührt, die Vermittlung der Glaubenslehre und der seelsorgerliche Beistand, die Begleitung der Gemeindemitglieder in allen Lebenslagen“, gab Mellrichstadts Bür-germeister Menzel viele gute Wünsche mit. Streit versicherte, er gehe davon aus, dass es gemeinsam gelingt, unter dem Dach der Pfarreiengemeinschaft die Zukunft positiv zu gestalten.

Neben einer Tischuhr mit dem Stadtwappen – ein passendes Willkommensgeschenk, denn die Kirchturm-Uhr von St. Kilian funktioniert nach einem Blitzeinschlag zur Zeit nicht – hatte Eberhard Streit ein Aquarell des Mellrichstädter Malers Peter Klier mitgebracht.

Grußworte sprachen auch Matthias Liebst, Bürgermeister von Oberstreu und Mittelstreu, und der zweite Bürgermeister der Gemeinde Hendungen, Alfred Kaiser. In die Ortschroniken der Gemeinden wird sich Pfarrer Menzel zwar nicht gleich, aber „sicher in nächster Zeit“ einlesen können.

Beeindruckt dankte Pfarrer Menzel. Besonders bedankte er sich beim Team der hauptamtlichen Mitarbeiter der Pfarreiengemeinschaft und bei den Ehrenamtlichen, die in der Zeit der Vakanz dazu beigetragen hatten, alle anfallenden Arbeiten zu bewältigen. Sein Dank galt ebenso den Helfern, die seine Einführung vorbereitet hatten. Er wünsche sich mit allen Gremien eine gute, fruchtbare und vertrauensvolle Zusammenarbeit, sagte er. Mit Gottvertrauen und Gelassenheit sehe er den kommenden Jahren in der Pfarreiengemeinschaft Franziska Streitel entgegen: „Ich freue mich, im Vertrauen auf Gottes Beistand mit Ihnen neu zu beginnen, mutig aufzubrechen in die Zukunft, neugierig zu sein auf das Unvorhersehbare und viele neue Entdeckungen zu machen, die unser Leben tragen und halten.“

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