Schönau

Schönau: Martinikermes gehört zu den besonderen Höhepunkten

15 Kermespaare in diesem Jahr bedeuten gleichzeitig auch Rekordteilnahme bei der inzwischen 26. Auflage der Schönauer Martinikermes der 'Neuzeit'. Angeführt werden sie von Öwerkermesborsch Dustin Laudenbach (links) und seiner Partnerin Lena Reubelt.
15 Kermespaare in diesem Jahr bedeuten gleichzeitig auch Rekordteilnahme bei der inzwischen 26. Auflage der Schönauer Martinikermes der "Neuzeit". Angeführt werden sie von Öwerkermesborsch Dustin Laudenbach (links) und seiner Partnerin Lena Reubelt. Foto: Manfred Zirkelbach

Die Martinikermes gehört in Schönau zu den besonderen Highlights im Veranstaltungskalender. Besonders die Jugend ist hierbei gefragt, denn ein ganzes Wochenende lang schallt es durch die Straßen und den Tanzsaal im altehrwürdigen Kolpingheim: "Wem gehört die Kermes? Ons gehört die Kermes". Am Samstag, 9. November und am Sonntag, 10. November, haben die diesjährigen 15 Kermespaare mit ihrem Öwerkermesborsch Dustin Laudenbauch und Partnerin Lena Reubelt ein zünftiges wie auch dicht gedrängtes Kermesprogramm auf die Beine gestellt.

Der Schönauer Kermesbaum ist etwas ganz Bsonderes und wird in den letzten Tagen vor dem Termin von den Kermesburschen wie ein Augapfel vor etwaigen "Baumdieben" bewacht. Der Baumstamm wird nämlich das ganze Jahr über fein säuberlich aufbewahrt, denn zur Kermes wird lediglich eine Fichtenspitze anmontiert. Der Stamm selbst ist in den Farben Weiß und Blau bemalt, muss immer wieder aufgefrischt werden. Das besorgen die Burschen selbst, die dann auch die Spitze am Samstagmorgen aus dem Wald holen.

Kermesmusikanten sorgen für die notwendige Stimmung

Die Mädels schmücken den Baum und die Krone mit weißblauen Bändern, bis es dann am Samstagnachmittag um 14.30 Uhr mit dem Aufstellen losgeht. Stolz wird der Baum von den Paaren präsentiert, die Kermesmusikanten sorgen für die notwendige Stimmung, wenn sich der  Zug durch die Rhönstraße zum Dorfplatz bewegt. Mit vereinter Muskelkraft muss der "Baam" mit "Hau-Ruck" in den Senkel gestellt werden. Dustin Laudenbach hält danach seine launige Kermesred, die erste Tour zu Ehren der Kermes wird ausgerufen, Rheinländer, Schottisch, Walzer. Hinten drauf ein flotter Dreher als "Züpfele", Kermesherz, was willst du mehr.

Erstmals in diesem Jahr wird der uralte Brauch des Göökerschlagens nicht am Montag zum Abschluss der Kermes durchgeführt, er findet aus organisatorischen Gründen heuer bereits am Samstag um 16 Uhr statt. Wer der Glückliche aus der Burschenschaft ist, der den finalen Schlag setzen darf, das ist Sache der Burschen und wird nicht Preis gegeben. Dem Gööker ist es egal, er wird am Ende des Spektakels wieder in die Freiheit entlassen. Früher landete er im Anschluss direkt beim "Kronewirt" in der Suppenschüssel.

Um 17 Uhr beginnt der Kermestanz. Zunächst sind die vielen Freunde zum fränkischen Tanzabend mit Polonaise, Weidenberger Francaise, mit fränkischen und Rhöner Volkstänzen  und den Kermesmusikanten eingeladen, ab 20 Uhr wird der Hebel umgedreht und es geht weiter mit modernen Klängen.

Großes Finale am Abend im Kolpingsaal

Der Sonntag beginnt mit dem Kirchgang um 10.15 Uhr. Der Frühschoppen fällt naturgemäß immer etwas kurz aus, denn um 13.30 Uhr startet der große Kermeszug zum Hofroi mit den Musikanten, der fahrbaren Kaffeebar, den Laternen, Wurscht- und Gisserburschen. Die beliebten Kermes-Lebkuchenherzen kommen zum Einsatz, wobei in diesem Jahr der Bürgermeister die Chance hat, das Ehrenherz letztmalig zu ersteigern, denn er hat angekündigt, aus dem Bürgermeisteramt auszusteigen. Vorher aber geht es in die Höfe der Mädels, wo die Mamas tüchtig gebacken haben und die Papas nicht müde werden, das Kermesvolk mit Hochprozentigem zu versorgen. Obligatorisch ist dabei der Kermeskuchen, der an der Kaffeebar probiert werden darf, die Kermespapas spendieren der Kermesgesellschaft eine "gscheite" Wurscht als Wegzehr. Nach dem Besuch beim Bürgermeister und seiner Frau, die mit dem Öwerkermesborsch eine Ehrentour drehen darf, geht es zum großen Finale am Abend in den Kolpingsaal zum Kesselfleischessen und natürlich mit Tanz und Gaudi und "Wem gehört die Kermes? Ons gehört die Kermes."

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