Bad Neustadt

Schwan & Post: Altes Juwel in neuem Glanz

First-Class-Adresse in der Kurstadt: Das traditionsreiche Hotel und Gasthaus „Schwan & Post“ in Bad Neustadt erstrahlt als architektonisches Glanzstück in neuer Pracht.
St. Michael und St. Ursula schauen auch nach der Renovierung und Erweiterung von der Fassade der 'Schwan & Post Business Quarters'. 
St. Michael und St. Ursula schauen auch nach der Renovierung und Erweiterung von der Fassade der "Schwan & Post Business Quarters".  Foto: Dominik Röding

Mit der Renovierung und der Erweiterung des Hotels "Schwan & Post" zum neuen "Schwan & Post Business Quarters" werden über Bad Neustadt hinaus Maßstäbe in Sachen Hotellerie gesetzt. Im architektonischen Zentrum steht das spätbarocke Gebäude, das in Verbindung mit einem Neubau zu einem gehobenen Hotelquartier für Geschäftsreisende ausgebaut wurde. Tag der offenen Tür ist am 11. Mai. 

Preh-Investor Jeff Wang hat das Bauvorhaben finanziell angestoßen. Seine "Joyson-Gruppe" verfügt neben den Geschäftsfeldern Automobilzulieferung und Automation über eine separate Immobiliensparte. "Dieses Know-how hat ihn dazu bewogen, in die Modernisierung des Hotels zu investieren", erklärt Christoph Hummel, der neben seiner Haupttätigkeit als Vorsitzender der Geschäftsführung der Preh GmbH auch als Geschäftsführer der eigens gegründeten Hotelgesellschaft SP Hotel Holding GmbH verantwortlich zeichnet.

Ein Blick in die neuen Zimmer der 'Schwan & Post Business Quarters'.
Ein Blick in die neuen Zimmer der "Schwan & Post Business Quarters". Foto: Dominik Röding

Preh feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Rechtzeitig zum Jubiläum ist das Hotel nach drei Jahren Bauzeit nun fertig gestellt worden. Mit 28 komfortablen Zimmern, Gastronomie und kleinem Wellnessbereich auf Vier-Sterne-Niveau sollen die Schwan & Post Business Quarters eine Bereicherung auf dem Hotelmarkt in der Region darstellen. Das Restaurant lädt zum Genuss ein, dort finden bis zu 60 Personen Platz.

Lange Geschichte

Bereits im Mai 2017 wurden die Abrissarbeiten an benachbarten Gebäuden auf dem Gelände des ehemaligen Cafés und der Bäckerei Zoll in Angriff genommen, um Platz für den Neubau zu schaffen. Ein Treppenhaus verbindet den modernen Bauteil mit dem historischen Gebäude, das den künstlerischen Formwillen und Stolz des Spätbarocks selbst in der Kleinstadt dokumentiert.

Neu und Alt stehen sich direkt gegenüber beim neuen Hotel Schwan & Post.
Neu und Alt stehen sich direkt gegenüber beim neuen Hotel Schwan & Post. Foto: Dominik Röding

Schon lange vor dem Bau aus dem 18. Jahrhundert fand das Anwesen Erwähnung in den schriftlichen Aufzeichnungen. Bereits 1057 wurde eine Hofstatt an dieser Stelle erwähnt. Wann es erstmals als Gasthaus genutzt wurde, lässt sich urkundlich aber nicht belegen. Bekannt ist nur, dass einer der ersten Wirte den Schwan als Wappentier für sein Schild wählte und damit dem Haus seinen Namen gab, den es bis heute trägt. Schon der erste namentlich bekannte Schwanenwirt, Hans Rummel, nutzte 1641 Teile des Anwesens als Poststelle, die dort ab 1805 offiziell angesiedelt war. Die enge Verbindung von Gasthaus, Post und Amt wurde also bereits früh geknüpft.

1772 hatte dann sein neuer Besitzer Johann Michael Dittmaier, ein selbstbewusster und vermögender Metzger und Gastwirt, der auch im Stadtrat saß, den Hof neu erbauen lassen. Noch heute zeugen seine Initialen "JMD" auf dem Schlussstein über dem Türportal davon. Verheiratet war er mit Anna Ursula Schneider. Beider Namenspatrone - St. Michael und St. Ursula - blicken darum bis heute in Lebensgröße aus zwei Nischen an der Hausfront auf die Passanten hinab. Seit 1978 ist das Anwesen im Besitz der Rosemarie-Preh-Stiftung.

Architektonisches Meisterstück

Das Projekt ist architektonisch eine besondere Kombination von Alt und Neu. So blieben die Räume im historischen Gebäude des Hotels bestehen und wurden grundsaniert, während ein Anbau mit moderner Glasfassade und Elementen aus Messingblech für die zukunftsweisende Anmutung sorgt. Damit stellt es eine Bereicherung des Stadtbilds dar und setzt neue Akzente als architektonischer Gegenpart zum 2017 eröffneten Stadthallenneubau auf der gegenüberliegenden Seite der Hohntorkreuzung.

Großzügigkeit im neuen Vier-Sterne-Hotel von Bad Neustadt.
Großzügigkeit im neuen Vier-Sterne-Hotel von Bad Neustadt. Foto: Dominik Röding

Betreiber des neuen Bad Neustädter Hotelobjekts wird das Team von Hotelier Marcus Läbe sein. Läbe, dessen Familie bereits drei Hotels in Unterfranken betreibt - das Schlosshotel in Bad Neustadt, das Schloss Saaleck in Hammelburg sowie die "Wiener Botschaft" in Veitshöchheim - sieht dieser neuen Herausforderung voller Spannung entgegen. "Wir freuen uns schon sehr auf diese Aufgabe, die uns vor allem in Hinblick auf die Schaffung deutlicher Mehrwerte fordert. So bieten wir nicht nur neuen temporären Wohnraum für Businessreisende, sondern sehen uns auch als Arbeitgeber in einer klaren Verantwortung: Fähigen Leuten einen guten, zeitgemäßen Arbeitsplatz zu bieten, stellt für uns eine wichtige Investition in die Zukunft dar."

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