Schweinfurt

Schweinfurt: Integrierte Leitstelle beim "Türöffner Tag"

Wie wird ein Notruf korrekt abgesetzt? Mehr dazu erfuhren die Kinder bei einem "Selbstversuch" von der Disponentin Jessica Kraus. Foto: Hanns Friedrich

Einmal hinter die Kulissen der Integrierten Leitstelle für Feuerwehr- und Rettungswesen in Schweinfurt zu schauen: Mehr als 50 Kinder aus den Landkreisen Bad Kissingen, Haßberge, Schweinfurt, Thüringen und Rhön-Grabfeld ließen sich das nicht entgehen. Für eineinhalb Stunden entführte sie das dortige Team in eine Welt, die sie bisher nicht kannten.

Sabine Faulhaber in den "heiligen Räumen der Integrierten Leitstelle Schweinfurt". Am Computer musste sie viele Fragen beantworten und zeigte den Kindern wie das vor sich geht, wenn ein Notruf eingeht und weiter verarbeitet wird. Foto: Hanns Friedrich

"Jetzt müsst ihr ganz leise sein, denn wir gehen in die heiligen Räume, dort wo das echte Leben unserer Leitstelle stattfindet," sagte Mark Plate. Die Blicke der Kinder wanderten über die vielen Computer, die hier zu sehen waren. Es gab Arbeitsplätze, an denen bis zu fünf Bildschirme aufleuchteten. Gebannt verfolgten die Kinder mit, wie der eingehende "Notruf" abgearbeitet wurde.

Mark Plate erläuterte bei einer Power Point Präsentation die Aufgaben der Integrierten Leitstelle Schweinfurt und auch, wie eine Alarmierung für Rettungsfahrzeuge erfolgt Foto: Hanns Friedrich

Wie setzt man einen Notruf ab?

Die Integrierte Leitstelle Schweinfurt gehört zu den wenigen derartigen Einrichtungen in Bayern, die sich am Maus-Aktionstag beteiligt. "Vielleicht sind wir von den 26 ja sogar die einzigen," sagt Mark Plate. Er hatte die Power Point Präsentation erstellt und führte die Kinder vom Absetzen eines Notrufs bis hin zu den verschiedenen Einsatzfahrzeugen, die bei einem Notfall alarmiert werden können. Die Kinder wussten, dass man bei Unfällen, Bränden oder auch Vergiftungen einen Arzt braucht. "Dann solltet ihr die 112 anrufen, nämlich uns und wir können dann schnelle Hilfe anfordern.", informierte Plate.

Pro Jahr werden über die Integrierte Leitstelle Schweinfurt an die 100 000 Rettungseinsätze abgearbeitet, mehr als 3500 Mal müssen Feuerwehren alarmiert werden. Der Bereich der ILS Schweinfurt reicht über die Landkreise, Schweinfurt, Stadt Schweinfurt, Haßberge, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld. In diesem Einzugsbereich gibt es 70 Rettungswagen, 250 Schnelle Einsatzgruppen, 1253 Feuerwehrfahrzeuge, sowie Notarzteinsatzfahrzeuge, sowie unter anderem Krankentransportwagen und die Einsatzfahrzeug des Technischen Hilfswerks, Bergwacht, Rettungshunde und Wasserwacht.

Einmal auf dem großen Motorrad sitzen, wie es die Motorradstaffel der Johanniter aus Würzburg fährt. Das konnte man beim "Maus-Tag" in der Integrierten Leitstelle Schweinfurt. Informationen dazu gab es von Peter Dietl, dem Leiter der Würzburger Motorradstaffel. Elisa aus Eyershausen war sichtlich stolz. Foto: Hanns Friedrich

Es gab viel Interessantes zu entdecken

Schließlich konnten die Kinder und Jugendlichen, die sich für den "Maus-Tag" angemeldet hatten, noch einen Blick in den Rettungswagen der Johanniter werfen, durften auf einem Motorrad der Motorradstreife der Johanniter sitzen, erfuhren mehr über die lebensrettenden Einrichtungen in einem Rettungswagen und konnten mit der Kübelspritze ihre Geschicklichkeit am Spritzenhaus beweisen. Das Hilfeleistungsfahrzeug Grafenrheinfeld war zu sehen und natürlich durfte man auch in die Kabine und sich dort mehr über die Ausrüstung oder auch die Wärmebildkamera erklären lassen.

Die Feuerwehr von Grafenrheinfeld war mit ihrem Hilfeleistungsfahrzeug HLF 20 zur Integrierten Leitstelle Schweinfurt gekommen. Foto: Hanns Friedrich

Insgesamt war es ein interessanter Tag für die Kinder, die nicht nur mit kleinen Geschenken des WDR zum "Maus-Tag" nach Hause gingen, sondern mit viel neuem Wissen, das sie nun ihren Kameraden erzählen können.

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