Bad Neustadt

Selbsthilfegruppe: Den Alltag nach dem Schlaganfall meistern

Die neue Selbsthilfegruppe Rhön-Grabfeld informierte bei einem Pressegespräch beim BRK Kreisverband Rhön-Grabfeld in Bad Neustadt. Unser Bild zeigt (vorne von links) Dr. Hassan Soda, Annekatrin Hauke (Mitarbeiterin Campus), Petra Fuchs (Leiterin BRK Sozialarbeit), BRK Kreisgeschäftsführer Ralf Baumeister und Marga Theresia Baumbach. Dahinter (von rechts): Gabi Gohar, Sandra Murr, Heino Gövert vom Zentrum für Aphasie und Schlaganfall Unterfranken in Würzburg und Dorothee Zötzel.
Die neue Selbsthilfegruppe Rhön-Grabfeld informierte bei einem Pressegespräch beim BRK Kreisverband Rhön-Grabfeld in Bad Neustadt. Unser Bild zeigt (vorne von links) Dr. Hassan Soda, Annekatrin Hauke (Mitarbeiterin Campus), Petra Fuchs (Leiterin BRK Sozialarbeit), BRK Kreisgeschäftsführer Ralf Baumeister und Marga Theresia Baumbach. Dahinter (von rechts): Gabi Gohar, Sandra Murr, Heino Gövert vom Zentrum für Aphasie und Schlaganfall Unterfranken in Würzburg und Dorothee Zötzel. Foto: Hanns Friedrich

Eine Selbsthilfegruppe für Schlaganfall gab es vor zwei Jahren schon einmal in Rhön-Grabfeld, allerdings hatte sie sich aufgelöst. Als im Mai vergangenen Jahres zwölf Interessierte, die ersten in Unterfranken, am Rhön-Klinikum Bad Neustadt, ihre Ausbildung beendet hatten (wir berichteten), wurde bei einem Besuch im Zentrum für Aphasie und Schlaganfall Unterfranken in Würzburg die Idee zur Gründung einer Selbsthilfegruppe für Schlaganfallbetroffene und deren Angehörige geboren.

Vor wenigen Tagen wurde die Gruppe beim BRK Bad Neustadt offiziell vorgestellt. Was will diese Gruppe vermitteln? "Wir kümmern uns sowohl um vom Schlaganfall Betroffene als auch um deren Angehörige," sagen Sandra Murr und Gabi Gohar, die Leiterinnen der Schlaganfall-Helfer im Rahmen eines Pressegesprächs. "Es sind motiviere Leute, die sich als Begleitperson zur Verfügung stellen, fügt Dr. Hassan Soda, leitender Stroke-Unit-Arzt am Campus Bad Neustadt an.

13 absolvierten den Kurs

Solche Unterstützung sei dringend notwendig, ergänzte Heino Gövert vom Zentrum für Aphasie und Schlaganfall Unterfranken  in Würzburg. Von daher sei die Initiative aus Rhön-Grabfeld eine ideale Ergänzung zu den Schlaganfall Helfern. In den vergangenen Wochen habe sich auch schon ein "Ableger" der Schlaganfall Helfer in Lohr am Main gegründet. Hier sind es 13 Interessierte, die den Kurs absolvierten.

Sie ermöglichen den Patienten eine umfassende nachklinische Betreuung. Dr. Hassan Soda sprach den Kurs für Schlaganfallhelfer im vergangenen Jahr an und verwies auf die enge Zusammenarbeit mit  der Klinik für Neurologie am Campus, der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, dem BRK-Bezirks-, dem BRK -Kreisverband Rhön-Grabfeld, dem Schlaganfall-Büro des Zentrums für Aphasie & Schlaganfall Unterfranken und dem Zentrum für Telemedizin Bad Kissingen (ZTM).

Ort für Betroffene

Im Rahmen der Ausbildung lernten die Rhön-Grabfeld sowohl Betroffene als auch deren Angehörige kennen. Man war von der Leistung der Betroffenen und Angehörigen beeindruckt, sich einen neuen Alltag nach dem Schlaganfall aufzubauen. "Dabei fiel uns auf, dass ein Angebot im Landkreis Rhön-Grabfeld noch fehlt: eine Selbsthilfegruppe Schlaganfall und Aphasie, ein Ort für Betroffene und Angehörige, um sich auszutauschen", sagten Sandra Murr und Gabi Gohar, die Leiterinnen der Schlaganfall-Helfer.

Angehörige und Betroffene haben dann die Möglichkeit Fragen zu stellen, bekommen Informationen über Angebote oder können sich auch untereinander austauschen, "oder sie kommen einfach mal aus ihren Alltagstrott heraus und treffen sich bei uns," fügt Gabi Gohar an. Trotz aller digitalen Medien und den damit verbundenen Möglichkeiten sei es in der heutigen Zeit sehr wichtig, Betroffenen nach einem Schlaganfall eine Alternative außerhalb des häuslichen Umfeldes anzubieten, ergänzte Petra Fuchs, Leiterin Sozialarbeit im BRK Kreisverband Rhön-Grabfeld in Bad Neustadt. "Im Vordergrund soll die Hilfe zur Selbsthilfe stehen." Vor allem auch, damit die Teilnehmer und Teilnehmerinnen zum einen wieder mehr an Selbstständigkeit und zum anderen an Lebensqualität dazu gewinnen können.

Zwischenmenschliche Kontakte

Dabei spielen zwischenmenschliche Kontakte ebenso eine Rolle, wie der Austausch untereinander. Dann können aufkommende Fragen, Sorgen und Nöte der Betroffenen vorgebracht und die entsprechende Hilfe gegeben werden.

Info-Veranstaltung
Eine erste Informationsveranstaltung ist für Mittwoch, 25. März, von 15 bis 17 Uhr für alle Betroffene, Angehörige und Interessierte festgelegt. Diese findet in den Räumlichkeiten des BRK Kreisverbandes Bad Neustadt, Sonnenstraße 1, statt. Weitere Treffen der neuen Selbsthilfegruppe nach Schlaganfall und deren Angehörige, ist dann für jeden letzten Mittwoch im Monat von 15 bis 17 Uhr geplant. Um das Informationstreffen vorbereiten zu können, ist eine Anmeldung notwendig und zwar bei Petra Fuchs, BRK Kreisverband Rhön-Grabfeld, Tel.: (09771) 6123-43 ( sozialarbeit@kvrhoen-grabfeld.brk.de). Unterstützt wird die Selbsthilfegruppe Schlaganfall vom Zentrum für Aphasie und Schlaganfall Unterfranken und vom BRK Kreisverband Rhön-Grabfeld.

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