Sondheim

Sondheim investiert in die Neugestaltung des Dorfzentrums

Ungewohnter Sitzungsort: Aufgrund der Corona-Sicherheitsvorkehrungen und den damit geforderten Mindestabständen traf sich der Gemeinderat Sondheim im Ostheimer Rathaussaal.
Ungewohnter Sitzungsort: Aufgrund der Corona-Sicherheitsvorkehrungen und den damit geforderten Mindestabständen traf sich der Gemeinderat Sondheim im Ostheimer Rathaussaal. Foto: Eva Wienröder

Um die gemäß der Corona-Schutzbestimmungen erforderlichen Mindestabstände zu gewährleisten, tagte der Gemeinderat von Sondheim/Rhön im Rathaussaal der Stadt Ostheim. Bei der letzten Zusammenkunft des Gremiums in dieser Amtsperiode stand die Änderung des Finanzplans und des Investitionsprogramms für den Planungszeitraum 2019 bis 2023 sowie Bauanträge auf der Tagesordnung.

Zwei Bauvorhaben betrafen die Gemeinde selbst. Als Maßnahme der Dorferneuerung steht das Gesamtprojekt „Dorfzentrum Sondheim“ im Mittelpunkt. In diesem Rahmen ist die Generalsanierung und Umnutzung der bestehenden Scheune in der Hauptstraße sowie die Neugestaltung der Freifläche auf dem Bauhofgelände in der Mühlgasse vorgesehen. Beide Vorhaben fügen sich in die vorhandene Bebauung ein, indem sie in ihrer Gestaltung dörfliche Elemente aufgreifen, außerdem werden Baulücken geschlossen, so das positive Echo des Gemeinderates.

Befürwortet wurden auch zwei private Bauvorhaben: die Wohnraumerweiterung durch einen Dachgeschossausbau an einem Anwesen am Kirchberg in Sondheim und der Neubau eines Nebengebäudes am Hinterbrunnen in Stetten.

In ihrer Märzsitzung hatten die Ratsleute dem Bau einer Lagerhalle im Baugebiet „Balz“ in Stetten zugestimmt. Die Baubehörde am Landratsamt hat nun einige Punkte bemängelt. Bei der Entscheidung des Gemeinderats war unberücksichtigt geblieben, dass für das Gebiet ein Bebauungsplan existiert. Daraus resultierend wären Befreiungen hinsichtlich der Dachneigung und der Farbgebung der Dacheindeckung notwendig, was die Baubehörde jedoch kritisch sieht.

Der Gemeinderat hingegen steht dem Bauvorhaben weiter aufgeschlossen gegenüber. Man wird sich bei der nächsten Zusammenkunft noch einmal mit dem Antrag befassen, versicherten Bürgermeister Thilo Wehner und seine Ratskollegen dem zur Sitzung anwesenden Bauherrn.

Gemeinde muss einen Kredit aufnehmen

Im weiteren Verlauf wurde die Haushaltssatzung 2020 mit Haushaltsplan nebst allen Anlagen einstimmig verabschiedet. Da große Investitionen anstehen, insbesondere in die Neugestaltung des Dorfzentrums Sondheim, die Sanierung des Gasthauses „Zur Linde“ in Stetten und in den Anbau des Sondheimer Kindergartens, muss die Gemeinde erstmals nach vielen Jahren wieder einen Kredit aufnehmen. Eine Million Euro hat man dafür angesetzt.

Um die Kreditaufnahme vom Landratsamt genehmigt zu bekommen, müssen kleinere Veränderungen in der mittelfristigen Finanzplanung für die Jahre 2021 bis 2023 vorgenommen werden, wie der Kämmerer der VG Ostheim, Marc Huter, den Ratsleuten nun erklärte. In Abstimmung mit der Rechtsaufsichtsbehörde hat die Kämmerei den Plan noch einmal überarbeitet.

Die Kämmerei habe ursprünglich den Einnahmenansatz sehr vorsichtig gewählt, man könne aber in den nächsten Jahren deutlich höhere Schlüsselzuweisungen erwarten, bei gleichzeitig sinkender Kreisumlage, so Huter. Hierdurch ergebe sich auch eine deutlich höhere Zuführung zum Vermögenshaushalt und die Mindestzuführung werde sowohl im Haushaltsjahr 2020 als auch in den Folgejahren deutlich überschritten.

Mit den nun vorgenommenen Änderungen der Finanzplanung, die so dann auch einstimmig vom Gemeinderat beschlossen wurden, reduzieren sich nach der Darstellung der Kämmerei auch die jährlichen Tilgungsausgaben und der Ansatz für Kreditaufnahmen und es ergibt sich insgesamt eine deutliche Erhöhung der freien Finanzspanne.

Bürgermeister Thilo Wehner informierte über Auftragsvergaben im Rahmen des Anbaus der Krippe am Kindergarten Sondheim. Die Zimmererarbeiten werden von der Firma Leo Baumeister Holzbau zum Angebotspreis von 24 200 Euro durchgeführt. Die Dachdeckerarbeiten übernimmt die Firma Holzheimer Bedachungen für 16 500 Euro und die Firma Pascal Müller wurde mit den Spenglerarbeiten für 17 100 Euro beauftragt.

Ausscheidende Gemeinderäte werden Anfang Mai verabschiedet

Corona betrifft auch einige gemeindliche Einrichtungen. Wehner teilte mit, dass die Bücherei bis auf Weiteres geschlossen bleiben muss. Die Wäscherei und Mangel in Sondheim und Stetten können unter Berücksichtigung der Hygieneauflagen derweil wieder genutzt werden.

Es war die letzte Sitzung des Gemeinderates in alter Formation. Eine Reihe von Bürgervertretern scheidet mit Beginn der neuen Legislaturperiode aus. Sie werden im Rahmen der konstituierenden Sitzung des neuen Gremiums Anfang Mai offiziell verabschiedet, wie Bürgermeister Wehner ankündigte.

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