Sondheim/Rhön

Sondheim putzt sich heraus

Das Dorfzentrum von Sondheim/Rhön wird neu gestaltet: Auf dem geräumten Grundstück an der Hauptstraße in Sondheim sollen bald die Baufirmen tätig werden.
Das Dorfzentrum von Sondheim/Rhön wird neu gestaltet: Auf dem geräumten Grundstück an der Hauptstraße in Sondheim sollen bald die Baufirmen tätig werden. Foto: Eckhard Heise

Da das Ende der ersten Amtszeit von Bürgermeister Thilo Wehner naht, nutzte das Ortsoberhaupt von Sondheim die Gelegenheit, bei der Jahresschlusssitzung eine Rückschau auf die gesamte Legislaturperiode zu halten. Dabei verwies Wehner vor allem darauf, dass der Bevölkerungsrückgang gestoppt worden sei.

In den vergangenen fünf Jahren haben sich die Einwohnerzahlen wieder stabilisiert, weist die Statistik aus. Wehner führt das unter anderem auf Aktivitäten im Baubereich zurück. Im Einzelnen nannte er die Fertigstellung des Baugebiets am Osterberg in Sondheim mit zwölf Bauplätzen, von denen bereits sieben  bebaut sind, die Ausweisung von drei Bauplätzen in der Schulstraße in Sondheim sowie den Ankauf eines Ackers zur Erweiterung des Baugebiets "Am Balz" in Stetten.

Darüber hinaus wurde 2017 ein kommunales Förderprogramm zur Sanierung von Gebäuden eingeführt, was sich mehrfach im  Kauf und der Reaktivierung von Leerständen niedergeschlagen habe. Sondheim sei in dieser Hinsicht Vorreiter in der Streutalallianz, sagte der Bürgermeister.

In die Ortskerne investiert

Auch in Bezug auf die Innenentwicklung habe sich in den vergangenen Jahren eine Menge getan. Wehner denkt dabei an die Sanierung und Umgestaltung der Dorfmitte in Stetten mit dem Backhaus, dem Dorfplatz und dem "Gänsteich". Auch in Sondheim wird das Dorfzentrum neu gestaltet. Das Gelände in der Hauptstraße 14 kann nun dank einer bis zu 90-prozentigen Förderung in Angriff genommen werden. Die Arbeiten sollen genauso wie die Sanierung der Gaststätte "Zur Linde" in Stetten dieses Jahres beginnen.

Als gelungenes Projekt der Innenentwicklung sieht Bürgermeister Thilo Wehner den Gänsteich von Stetten.
Als gelungenes Projekt der Innenentwicklung sieht Bürgermeister Thilo Wehner den Gänsteich von Stetten. Foto: Eckhard Heise

Weitere Aktivitäten galten den Kindergärten. In Sondheim hat der Anbau einer Kinderkrippe begonnen, außerdem wurden verschiedene Spielgeräte angeschafft.

Naturnahe Bestattungen möglich

Auch an den Friedhöfen habe sich einiges getan: Die Mauern seien saniert, der historische Torbogen in Sondheim auf Vordermann gebracht und die naturnahe Bestattung auf beiden Friedhöfen ermöglicht worden.

Vorangetrieben wurde der Ausbau des Breitbandnetzes, und die  komplette Ortsbeleuchtung sei auf LED-Technik umgerüstet worden, womit 70 Prozent Strom eingespart werde, wie Wehner sagte. Auf Energieeffizienz zielen außerdem die Umstellung der Heizungsanlagen im Kindergarten Sondheim und der Gaststätte "Zur Linde" sowie des Dorfzentrums Sondheim.

Ein neuer Treffpunkt für die Jugend

Weitere Investitionen galten dem Wegebau wie etwa dem Rhönweg in Sondheim und dem Lückenschluss des  Gemeindeverbindungswegs von Sondheim nach Stetten. Die Reihe setzte Wehner mit Hinweisen auf den neuen Jugendraum in Sondheim fort, und er erinnerte an die Dachsanierung im Forsthaus Reupers, die Fassadensanierung am Weimarischen Hof sowie die Beteiligung an der Dachsanierung der Kirche von Stetten. Die Reparatur der Kirchturmspitze und der Kirchenfenster in Sondheim war ebenso erfolgt wie die Herrichtung der "Ponderosa" mit tatkräftiger Unterstützung des Rentnerclubs in Sondheim, zudem wurde ein Zunftbaum am Marktplatz in Sondheim aufgestellt.

Auch die Sanierung der Innerortsstraßen sei weiter Thema im Gemeinderat. Nach Abschaffung der Straßenausbaubeiträge habe das Land Bayern die Kommunen bisher im Regen stehen lassen, kritisierte Wehner. "Jetzt ohne Förderung in die Straßen zu investieren, würde die Gemeinde in den Ruin treiben und wäre unverantwortlich gegenüber nachfolgenden Generationen", beteuerte er. Für ihn laute daher die Devise: "Förderung abwarten und dann zuschlagen."

Keine Stabilisierungshilfe

Ein weiteres leidliches Thema sei die Stabilisierungshilfe. Trotz enormer Investitionen und deutlicher Erhöhung der Haushaltsvolumen in den vergangenen fünf Jahren werde die Gemeinde bei der Vergabe nicht berücksichtigt. "Dies ist in meine Augen unfair, jedoch nicht zu ändern."

Natürlich seien auch unpopuläre Entscheidungen in der Gemeinde getroffen worden, wie etwa Gebührenerhöhungen bei kostendeckenden Einrichtungen. Solch eine Anpassung sei jedoch gesetzlich vorgeschrieben. Der Gemeinderat habe aber versucht, maßvoll vorzugehen.

So sei die Gemeinde derzeit gut aufgestellt für die Zukunft, fasste Wehner zusammen. Und der Gemeinderat werde auch weiterhin mit Weitblick die gesteckten Ziele angehen, versprach das Ortsoberhaupt.

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