HEUFURT

Sportplatz idealer Ort für Konzert

Jana Markert spielt bei den Heufurter Musikanten die Querflöte. Bei der großen Böhmischen Serenade führte sie außerdem durch das Programm. Foto: Fred Rautenberg

Viele Vorschläge lieferte das Programm der Böhmischen Serenade selbst, wie man dieses besondere musikalische Ereignis, dargeboten vom Musikverein Heufurt, hätte überschreiben können: eine „Auszeit vom Alltag“, „zeitlose Musik“ oder, weil die Musik gar so schön war: „da capo“. Was ja so viel heißt wie „vom Beginn an noch einmal“.

Alle diese Überschriften hätten gepasst. Aber der Vorsitzende des Musikvereins Mirko Tradt kündigte das Konzert, bescheiden untertreibend, nur als „musikalische Schmankerl“ an, als er die vielen Besucher begrüßte (unter ihnen aus Fladungen die zweite Bürgermeisterin Eva Kalla und den dritten Bürgermeister Pius Müller sowie Friedhelm Landgraf vom Nordbayerischen Musikbund).

Dass er untertrieb, merkten die Besucher schon nach dem ersten Musikstück. Nicole König, mit Eleganz dirigierend, präsentierte wieder einmal ihr perfektes Blasmusik-Ensemble. Sie war stolz darauf, dass mit Martin Vey ein ganz junger Nachwuchsmusikant – er ist gerade mal zwölf Jahre alt – in das Orchester aufgenommen worden war. Dieser Blasmusiktruppe zuzuhören machte einfach Freude.

Der lebensfrohe, unbeschwerte Charakter der böhmischen Blasmusik, die die vielen Besucher zu hören bekamen, entfaltete wieder einmal seinen ganzen Reiz in dem weiten Rund des Sportplatzes von Heufurt. Eingebettet zwischen hohen Böschungen und Waldrändern bewirkt dies eine Akustik, die man im Grünen sonst kaum noch einmal findet.

Auch Nicole König begrüßte ihre Zuhörer und stellte Jana Markert aus dem Orchester vor, eine junge Dame, die das Programm moderierte. Das Publikum bekam dann Titel zu hören wie „Die Kapelle hat gewonnen“, „Fuchsgraben“ „Magische Momente“, den „Kuschelwalzer“, „Echte Freunde“ mit der reizvollen Rhythmuseinlage auf den Woodblocks oder die „Südböhmische Polka“. Fantasievolle Titel waren darunter wie „Neue Wege“, „Zeitlos“, die „Heublumenpolka“ oder „Regimentsparade“. Der Anfang war mit „Larida“ und der „Wastl-Polka“ gesetzt worden. Das Konzert klang aus mit dem bekannten „Wir sind Kinder von der Eger“ und „Da Capo“.

Ohne Zugaben kommt kein Orchester von der Qualität der Heufurter Musikanten davon. Und so war Nicole König bereit, „Wir Musikanten“ anzuschließen. Und weil das Publikum nicht nachgab, gab es noch das „Fuhrmannslied“ („I schrei hü“) obendrauf. Das war eine mitreißende Melodie, an Fröhlichkeit nicht zu überbieten, so, wie sie die Heufurter interpretierten. Bei dieser Musik waren Orchester, Dirigentin und Zuhörer ein Herz und eine Seele. Aber eigentlich war das ganze Konzert von dieser fröhlichen Harmonie gekennzeichnet. Das Publikum dankte mit langem Applaus und Spenden.

Nicole Königs Art zu dirigieren zeichnet sich durch Eleganz und fein dosiertes Engagement aus. So führt sie die Heufurter Musikanten zu großen musikalischen Leistungen. Foto: Fred Rautenberg

Schlagworte

  • Heufurt
  • Fred Rautenberg
  • Heufurt
  • Konzerte und Konzertreihen
  • Musikverein Heufurt
  • Orchester
  • Serenaden
  • Sportplätze
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!