Bad Königshofen

Stadtrat: Dorferneuerung Ipthausen teurer als erwartet

Stadtrat stimmt einer Kostenvereinbarung mit dem Amt für ländliche Entwicklung einstimmig zu. Für Verdruss sorgen die kräftig gestiegenen Baukosten.
Bald abgeschlossen: Die Dorferneuerung in Ipthausen geht in ihre letzte Phase. Für Verdruss sorgen allerdings die wegen der guten Auftragslage der Unternehmen gestiegenen Baukosten. Trotzdem stimmte der Stadtrat am Donnerstag einstimmig für die vorliegende Kostenvereinbarung mit dem ALE. Foto: Alfred Kordwig

Die vor einigen Jahren begonnene Dorferneuerung in Ipthausen geht in diesem Jahr mit der Neugestaltung des Ortskerns ihrem Ende entgegen. Dazu bedurfte es noch der Zustimmung des Stadtrats, Bürgermeister Thomas Helbling zu ermächtigen, eine vorliegende Kostenvereinbarung mit dem Amt für Ländliche Entwicklung zu unterzeichnen.

In der Sitzung am Donnerstagabend wurde dieser Beschluss zwar einstimmig gefasst. Allerdings war im Gremium ein Unbehagen ob der in Vereinbarung aufgeführten Ausgaben zu spüren, die auf die Stadt zukommen werden. Denn die summieren sich wegen kräftig gestiegener Baupreise auf rund 1,3 Millionen Euro. Berücksichtig ist dabei bereits ein  ALE-Zuschuss von 600 000 Euro, der sich aber noch etwas erhöhen könnte.

Große finanzielle Belastung

In der Kostenberechung aufgeführt sind unter anderem der Straßenbau (490 000 Euro), die ALE-Nebenflächen zu den Ortsstraßen (464 000 Euro) und die Honorarkosten (158 000 Euro). 85 000 Euro kostet die neue Straßenbeleuchtung, 85 000 Euro die Verlegung eines Breitband-Leerrohrsystems, wobei dieses Geld später einmal von der Telekom zurückerstattet werden könnte, sollte es in Ipthausen zu einem Breitbandausbau kommen. Stadtrat Johann Treubert sprach vor der Zustimmung zur Kostenvereinbarung von einer „großen finanziellen Belastung für die Stadt“, die auch wegen weiterer anstehender Großprojekte langsam aber sicher an die Grenze ihrer finanziellen Möglichkeiten komme.

Bald Vergangenheit: Für das Montessori-Kinderhaus „Villa Kunterbunt“ in Eyershausen wird ein Ersatzneubau geschaffen. Das beschloss der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstag einstimmig. Foto: Volker Schmid

Für Diskussionen in der ersten Sitzung im neuen Jahr sorgte im Stadtrat der Bauantrag auf Errichtung einer SB-Waschlange in der Bamberger Straße. Der Antragsteller möchte auf dem Grundstück der Aral-Tankstelle, wo es bereits eine Waschstraße gibt, zwei Waschboxen und eine Saugstation errichten. Alfred Werner forderte, dass der Betreiber mindestens 90 Prozent des eingesetzten Trinkwassers wieder aufbereiten muss. Das sei heute technisch möglich und durchaus auch wirtschaftlich. Johann Treubert stellte die Genehmigung von Auto-Waschanlagen in Zeiten von Trinkwasserknappheit generell in Frage. Anton Schneider meinte, dass eine Waschanlage an dieser Stelle unmittelbar gegenüber dem Elisabethaspital nicht ins Stadtbild passt. Anton Fischer erinnerte an einen Beschluss des Stadtrats vor einigen Monaten, als eine Waschanlage am Hohen Markstein ohne Auflagen genehmigt wurde, was den Trinkwasser-Einsatz für den Betrieb betrifft. Mit zwölf gegen acht Stimmen sprach sich der Stadtrat schließlich dafür aus, den Bauantrag wie vorgelegt, also ohne Auflagen, zu genehmigen.

Kindergarten-Neubau beschlossen

Bereits im Sommer vergangenen Jahres hatte sich der Stadtrat für einen Ersatzneubau des Montessori-Kinderhauses „Villa Kunterbunt“ in Eyershausen ausgesprochenund erteilte nun hochoffiziell die Baugenehmigung. Das rund 1,2 Millionen Euro teure Gebäude soll noch in diesem Jahr im Innenbereich von Eyershausen (Gewend 14) entstehen und eine Kindergarten- und eine Kinderkrippengruppe aufnehmen. Auch zwei weitere Bauanträge wurden einstimmig befürwortet: Der Neubau eines Besprechungsraums auf einem Firmengelände am Kapelleinsweg 3 in Bad Königshofen und die Errichtung eines Mehrfamilienwohnhauses an der Ecke Aubstädter Straße/Keßlerstraße ebenfalls in Bad Königshofen. Dort befindet sich derzeit noch ein Geschäftshaus, das zunächst weiter gewerblich genutzt wird.

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