Bad Königshofen

Stadtrat spricht sich für neue Waschanlage in Bad Königshofen aus

Teurer als geplant wird die Dorferneuerung im Stadtteil Ipthausen. Aus der Stadtkasse müssen alleine 1,3 Millionen Euro fließen. Das Amt für Ländliche Entwicklung tritt lediglich noch für die Nebenflächen, einschließlich Entwässerungsrinnen auf, ebenso für die Grünanlagen. Foto: Hanns Friedrich

Mit 12:8 Stimmen hat der Stadtrat dem Neubau einer SB Autowaschanlage mit Saugstation in der Bamberger Straße zugestimmt. Auf dem Gelände der Aral-Tankstelle sollen zwei Waschboxen entstehen. Stadtrat Alfred Werner hatte kein Verständnis dafür, dass für die Waschanlage Trinkwasser verwendet wird, das im Grabfeld eh knapp bemessen sei. Er wusste von derartigen Anlagen, bei denen 80 bis 90 Prozent des Wassers wieder aufbereitet werden. Immerhin verbrauche ein Waschgang rund 500 Liter Trinkwasser. Dem stimmte auch Anton Schneider (Merkershausen) zu. Er verwies außerdem darauf, dass die beiden Waschboxen nicht in das Stadtbild passen würden. Es handle sich in diesem Bereich quasi um das "Eingangstor" zur historischen Altstadt. Auf der einen Seite würden die Bürger aufgefordert, Wasser zu sparen, andererseits werde es bei derartigen Waschanlagen verschwendet, fügte Johann Treubert an. "Das passt doch irgendwo nicht."

Ob Waschanlagen dem Verbot, in den Sommermonaten Wasser zu sparen unterliegen, wollte Christine Wehe wissen und erfuhr von Bürgermeister Thomas Helbling, dass es sich um einen Gewerbebetrieb handle, für den dieses Verbot nicht gelte, ebenso wenig wie für kommunale Schwimmbäder. Man sollte den Tagesordnungspunkt verschieben und erst noch einmal nachfragen und sich genau informieren, was möglich sei, bat Karlheinz Schönefeld. Anton Fischer erwähnte die bei der letzten Sitzung genehmigte Waschanlage am Hohen Markstein. "Wenn wir die eine genehmigten, sollte das auch für eine weitere Gültigkeit haben." Das sah auch Bürgermeister Thomas Helbling so. Von einer Auflage im Bauantrag, das Trinkwasser aufzubereiten, sprach Alfred Werner, erhielt jedoch die Antwort, dass dies baurechtlich nicht machbar sei. Mit 12: 8 Stimmen wurde der Antrag schließlich genehmigt. Die Anlage ist von Montag bis Samstag von 7 bis 20 Uhr in Betrieb, nicht an Sonn- und Feiertagen. Die geforderten Stellplätze sind nachgewiesen.

Ersatzneubau des Montessori-Kinderhauses

Zugestimmt wurde dem Neubau eines Besprechungsraumes eines Unternehmens am Kapelleinsweg in Bad Königshofen und dem Ersatzneubau des Montessori-Kinderhauses "Villa Kunterbunt" in Eyershausen. Es handelt sich dabei um ein rechteckiges Gebäude mit Flachdach. Das Gebäude ist rund 40 Meter lang und elf Meter breit. Keine Gegenstimme gab es beim Antrag auf Vorbescheid zur Errichtung eines Mehrfamilienhauses an der Ecke Keßler-/Aubstädter Straße. Hier handelt es sich um das ehemalige Fahrradgeschäft Burger. Es wird abgerissen. Auf dem Gelände entsteht ein Mehrfamilienwohnhaus mit sieben bis acht Wohnungen.

Bürgermeister Thomas Helbling informierte über die Klärschlammentsorgung. Es ging um das Pressen und Entsorgen von 2.500 Kubikmetern Nassschlamm an der Bad Königshöfer Kläranlage. Dies wird notwendig, nachdem das Ausbringen auf landwirtschaftlichen Flächen nicht mehr möglich ist. Teurer als geplant wird die Dorferneuerung Ipthausen. Nach Angabe des Bürgermeisters liegen die Kosten für die Stadt bei 1,3 Millionen Euro. Zuschüsse kommen vom Amt für ländliche Entwicklung für Nebenflächen und Bepflanzung. Förderungen gibt es für Kanalisation. Ruth Scheublein stellte dazu fest, dass man nicht geglaubt habe, dass die Kosten für die Dorferneuerung Ipthausen so in die Höhe schnellen würden.

Die Stadt bekommt für den Wegfall der Straßenausbausatzung 32.314 Euro jährlich, um den Straßenbau zu unterstützen. Stadtrat Johann Treubert stellte fest, dass die Stadt Bad Königshofen mit den vielen Baumaßnahmen an ihre Leistungsfähigkeit stoße. Investitionsnotwendigkeiten sollten künftig Vorrang haben. "Ich sehe erhebliche Probleme, all die Vorhaben zu schultern, aber darüber muss sich der neue Stadtrat Gedanken machen."

Arbeiten am Rathaus zurückgestellt

Zurückgestellt werden müssen geplante Arbeiten der Gerüstbauer und Restauratoren am historischen Rathaus in Bad Königshofen. Der Grund ist die noch fehlende Freigabe für die Finanzierung. Geplant sind 2,50 Meter breite Streifen, die probesaniert werden sollen. Erst dann könne man die genaue Finanzierung für das gesamte Rathaus errechnen. Als "unschöne Lösung" bezeichnete das Stadtoberhaupt eine Absicherung am Erker. Diese wurde aber erforderlich, da sich Steinbrocken lösten. "Ansonsten hätten wir die Rathausstraße sperren müssen."

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