SONDHEIM/RHÖN

Ständchen zum Einstand für Thilo Wehner

Die Neuen: Die Vereidigung der neuen Sondheimer Ratsmitglieder gehörte zu den ersten Amtshandlungen von Bürgermeister Thilo Wehner (rechts). Von links: Zweiter Bürgermeister Dietmar Zink, Günther Kriegler, Werner Weyrich, Jochen Schlereth, Andreas Kraus und Michael Schilling. Foto: Hagen-Wehrhahn

Mit einem Ständchen vor dem Rathaus begrüßte der Musikverein Sondheim/Stetten unter der Leitung von Ludwig Kümmeth den neugewählten Bürgermeister Thilo Wehner. Die Serenade war gleichzeitig ein musikalisches Dankeschön der Gemeinde an Monika Götz, die nach zwölf Jahren ihr Bürgermeisteramt niedergelegt hatte. Die ausscheidende Bürgermeisterin und der neue Gemeindechef bedankten sich für den gelungenen Auftakt der konstituierenden Sondheimer Gemeinderatssitzung.

Diese begann im Anschluss mit der Vereidigung des neuen Ortsoberhauptes, wobei Gerhard Bach als ältestes Ratsmitglied die Eidesformel vorgab. Es folgte die Vereidigung der fünf neuen Bürgervertreter Andreas Kraus, Günther Kriegler und Jochen Schlereth aus Sondheim sowie Michael Schilling und Werner Weyrich aus Stetten. Damit sitzen nun ausschließlich Männer am Sondheimer Ratstisch, wie bedauernd festgestellt wurde. Zumal zwölf Jahre lang die Gemeinde von einer Frau an der Spitze geführt wurde und mit Elfriede Voll, die ebenfalls nach zwei Wahlperioden den Gemeinderat verlässt, eine weitere Frau den Ratsstuhl freigemacht hat.

Zweiter Bürgermeister Dietmar Zink übernahm die Würdigung der Verdienste von Elfriede Voll und lobte ihre Kollegialität und ihr Organisationstalent. Lob gab es auch für Joachim Horschel, der 30 lange Jahre dem Gemeinderat angehörte. Er war im Rechnungsprüfungs- wie auch im Finanzausschuss tätig und habe als Sozialbeauftragter und Vereinsvorsitzender immer eine Brücke zwischen Gemeinderat und örtlichen Vereinen geschlagen. Ebenso gewissenhaft habe Wolfgang Herbert seine Ratstätigkeit ausgeübt und dabei mit seiner humorvollen Art so manche Sitzung aufgelockert. „Das wird uns jetzt sicherlich fehlen“, so Dietmar Zink. Herbert hat zwölf Jahre dem Gremium angehört, war Grundstücks- und Bauausschussmitglied und als Jagdpächter beim Thema Forstbetrieb eine große Unterstützung.

Ab 1993 gehörte Herbert Weyrich dem Gemeinderat an und war über die Jahre hinweg in allen gemeindlichen Ausschüssen und Zweckverbänden vertreten. Nun hat er dem Gremium aus beruflichen Gründen ade sagen müssen, was Zink bedauerte. Noch länger war Klaus Grenzer Ratsmitglied. 24 Jahre lang zeigte er Verantwortung und führte den Finanzausschuss. Wie seine ausgeschiedenen Kollegen erhielt Grenzer eine Urkunde und ein Präsent aus den Händen des Bürgermeisters. „Zusammengerechnet verlassen uns heute 111 Jahre Gemeinderatserfahrung“, so Zink.

Das vereidigte Gremium hatte auch gleich über eine Anfrage zu entscheiden. Ihm lag ein Bauantrag auf Nutzungsänderung eines Nebengebäudes in der Bahrastraße in Sondheim vor. Gegen das Vorhaben – der Innenausbau einer alten Garage zu einem Büro – gab es keine Einwendungen.

Die 13 wahlberechtigten Ratsmitglieder entschieden sich anschließend im Rahmen der Wahl der Vertreter des Bürgermeisters gegen die Einführung eines dritten Bürgermeisters und wählten mit großer Mehrheit Dietmar Zink erneut zum zweiten Bürgermeister. Dann folgte das Prozedere einer konstituierenden Sitzung. So mussten zunächst die Beschlüsse über die Geschäftsordnung und zum Erlass der Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts gefasst werden.

Zwei Änderungen nahmen Margitta Meußler und Thomas Krick von der Verwaltungsgemeinschaft dabei auf. Per einstimmigem Beschluss wurden das Sitzungsgeld für die Räte von 17 Euro auf 20 Euro angehoben und die noch zu versteuernden Dienstbezüge des Bürgermeisters auf den höchstmöglichen Betrag für Gemeinden unter 1000 Einwohnern auf 2788,84 Euro monatlich festgelegt. Die Entschädigungsleistungen für den stellvertretenden Bürgermeister betragen monatlich 286,32 Euro. Im Fall der Vertretung des Ortsvorstehers erhält sein Stellvertreter 22 Euro pro Tag.

Des Weiteren stand noch die Besetzung der Ausschüsse und Verbände auf der Tagesordnung. Dem Grundstücks- und Bauausschuss gehören neben dem Bürgermeister als Vorsitzendem Guntram Schröder, Dietmar Zink, Stefan Herbart und Alexander Zink an. Im Rechnungsprüfungsausschuss sind Stefan Herbart, Michael Schilling, Werner Weyrich und Andreas Kraus, den Vorsitz hat Ludwig Kümmeth inne. Des Weiteren vertreten Thilo Wehner, Gerhard Bach und Andreas Kraus die Gemeinde in der Gemeinschaftsversammlung der VG Ostheim, im Wasserzweckverband „Rother Gruppe“ ist Burkhard Gramm neben Bürgermeister Wehner dabei. Im Abwasserzweckverband „Obere Streu“ sind Bürgermeister Wehner sowie Gerhard Bach vertreten. Den Schulverbänden „Grundschule Nordheim“ und „Mittelschule Mellrichstadt“ gehört aufgrund der gesunkenen Schülerzahlen nur noch der Bürgermeister an.

Als Jugendbeauftragter für Sondheim ist Jochen Schlereth und für Stetten Alexander Zink tätig. Seniorenbeauftragter beider Ortschaften ist Thilo Wehner und die Aufgaben des Sozial- und Behindertenbeauftragten übernimmt Dietmar Zink. Zum Standesbeamten für Eheschließungen wurde Bürgermeister Wehner bestellt.

Abschied: Zweiter Bürgermeister Dietmar Zink (links) würdigte die ausgeschiedenen Ratsmitglieder. Im Bild (ab Zweiter von links) Klaus Grenzer, Herbert Weyrich, Wolfgang Herbart, Elfriede Voll und Joachim Horschel mit Bürgermeister Thilo Wehner. Foto: Hagen-Wehrhahn
Der frisch vereidigte neue Bürgermeister von Sondheim/ Rhön, Thilo Wehner (rechts), und dessen wiedergewählter Stellvertreter Dietmar Zink freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit. Foto: Hagen-Wehrhahn

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