Standpunkt: Luxus aus der Steckdose

Es ist eine leichte Erkenntnis:

Strom, Gas und Benzin wären für den Verbraucher deutlich günstiger, wenn nicht der Staat durch seine Steuer- und Abgabenpolitik als eigentlicher Preistreiber auftreten würde. Trotzdem kann man die drei Energiestoffe nicht so ohne weiters vergleichen. Strom hat in der modernen Gesellschaft den Stellenwert eines Grundnahrungsmittels, das auch für alle erschwinglich bleiben muss. Natürlich verlangt die Energiewende, die mit der begrüßenswerten Abschaltung der Atomkraftwerke einhergeht, hohe Investitionen in die Infrastruktur.

Weil die Energiewende aber auch gleichzeitig eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, darf sie nicht ausschließlich auf Otto, den Normalverbraucher abgewälzt werden. Der Bau der notwendigen Stromtrassen, mit denen die Energie von den großen Offshore-Windparks nach Süd transportiert werden soll, wird den Strompreis abermals gewaltig in die Höhe treiben. Die Verantwortlichen Politiker sollten sich zu der Entscheidung durchringen, zumindest einen Teil der künftigen Investitionen über Steuergelder zu finanzieren.

Zumal beim Betrieb der Atomkraftwerke ordentlich Steuergelder geflossen sind und noch fließen. Man denke nur an die ungelöste Frage der Endlagerung von Atommüll oder die Transporte von Brennstäben quer durch die Republik. Wären diese Aufwendungen, die beispielsweise für den Lagerstandort Asse aufgelaufen sind, auf den Strompreis aufgeschlagen worden, die Kosten wären schon damals deutlich höher gewesen.

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