Bad Königshofen

Startet das Afrika Festival 2020 in Bad Königshofen?

Dekan Andreas Krefft undPfarrvikar Paul Mutume wollen das Afrika Festival neben Bad Neustadt auch ins Grabfeld holen. Wie sehen das die Vereine vor Ort?
Auf der Bühne am Platz vor der Kirche in Bad Neustadt war beim vierten Afrika Festival einiges geboten. Die afrikanischen Gruppen hatten schnell das gesamte Publikum in den Bann ihrer Musik und ihrer Tänze gezogen.
Auf der Bühne am Platz vor der Kirche in Bad Neustadt war beim vierten Afrika Festival einiges geboten. Die afrikanischen Gruppen hatten schnell das gesamte Publikum in den Bann ihrer Musik und ihrer Tänze gezogen. Foto: Hanns Friedrich

Wird der Wunsch von Dekan Andreas Krefft (Bad Neustadt) und der Traum von Pfarrvikar Paul Mutume (Bad Königshofen) im kommenden Jahr Wirklichkeit? Wenn alles klappt, soll dann nämlich das Afrika Festival erstmals an einem Wochenende in Bad Königshofen stattfinden. stattfinden. Am anderen Wochenende wäre Bad Neustadt an der Reihe. "Ob das Afrika Festival 2020 in Bad Neustadt stattfindet, muss ich erst noch mit meinem Pfarrgemeinderat und der Kirchenverwaltung abstimmen," sagt Dekan Andreas Krefft. Allerdings könne das Festival durchaus auch nur in Bad Königshofen sein. Eigentlich war es schon für dieses Jahr geplant, allerdings konnte sich der Pfarrgemeinderat, der das Fest, wie in Bad Neustadt, ausrichten sollte, nicht dafür entscheiden. Mit den wenigen Leuten im Pfarrgemeinderat sei das nicht möglich.

Die Mitglieder entschieden, die Veranstaltung in Bad Neustadt in diesem Jahr zu besuchen und sich ein genaueres Bild zu machen. Dass der Pfarrgemeinderat das nicht alleine "stemmen kann", dürfte klar sein. Allerdings würden sich Vereine, wie Obst- und Gartenbauverein und auch die Kolpingsfamilie mit einbinden, eventuell sogar die gesamte Ausrichtung übernehmen. Das könne er sich auf jeden Fall vorstellen, sagte der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Bad Königshofen, Bernhard Weigand, auf Anfrage dieser Zeitung.

Pfarrvikar Paul Mutume und Dekan Andreas Krefft beim Afrika Festival in Bad Neustadt. 'So etwas ist doch sicher in Bad Königshofen möglich,' meinte Dr. Andreas Krefft.
Pfarrvikar Paul Mutume und Dekan Andreas Krefft beim Afrika Festival in Bad Neustadt. "So etwas ist doch sicher in Bad Königshofen möglich," meinte Dr. Andreas Krefft. Foto: Hanns Friedrich

Man habe sich bereits für dieses Jahr ebenfalls angeboten, so auch der Obst- und Gartenbauverein mit seinem Vorsitzenden Michael Löhr. Schließlich haben Vereine und Verbände wie Kolping, Feuerwehr, TSV oder auch der Obst- und Gartenbauverein schon das Bürgerfest, oder Kolping seine 150 Jahrfeier, hervorragend gemeistert. "Wir sollten es auf jeden Fall machen, so lange noch unser Pfarrvikar in Bad Königshofen ist," sagt Bernhard Weigand. "Wir würden dabei sein," fügt OGV Vorsitzender Michael Löhr an. Sicher sei es auch möglich den Frauenbund oder die Kameraden der Feuerwehr mit einzubinden. "Das müsste doch zu schaffen sein." Allerdings müsse das natürlich erst einmal in den jeweiligen Vorstandssitzungen erörtert werden, sagen die beiden Vorsitzenden.

Jede Unterstützung

Für Pfarrvikar Mutume würde damit ein Wunsch in Erfüllung gehen, denn seine Heimat liegt ihm bekanntlich sehr am Herzen. "Es wäre schön, wenn das klappen würde und für Bad Königshofen und unsere Pfarrei wäre das sicher ein wunderschönes Fest mit vielen besonderen Angeboten und Einblicken in unsere afrikanische Kultur." In Bad Neustadt sah man neben Mitgliedern des Pfarrgemeinderates auch Pfarrer Karl Feser, der sich ebenfalls ein Bild machen wollte. Im Gespräch mit Dekan Krefft wurde schnell klar, dass es von seiner Seite jede nur mögliche Unterstützung gibt, das Festival künftig im jährlichen Wechsel mit Bad Neustadt auch in Bad Königshofen auszurichten. Gefragt nach den Kosten für das Festival lachte er und meinte: "Mein Mesner hat mir nach dem Gottesdienst am Sonntag schon signalisiert, dass es keine Probleme gibt und die Kosten bereits hereingekommen sind."

Ist in den Töpfen auch etwas drinnen? Pfarrvikar Dr. Paul Mutume wollte es von den afrikanischen Tänzerinnen ganz genau wissen.
Ist in den Töpfen auch etwas drinnen? Pfarrvikar Dr. Paul Mutume wollte es von den afrikanischen Tänzerinnen ganz genau wissen. Foto: Hanns Friedrich

In Bad Neustadt zeigte sich, dass die jungen afrikanische Sänger und Tänzer das Publikum von Anfang an in den Bann zogen. An der Bühne sah man die Fahne von Ruanda, davor zahlreiche Besucher, die das dritte Afrika Festival in Bad Neustadt genossen. Es waren nicht nur die bunten Kostüme, die Rhythmen sondern auch die Lebenslust- und Lebensfreude, die die Gruppe ausstrahlte. Da hüpfte und klatschte das Publikum ebenfalls mit und war somit in das gesamte Geschehen eingebunden.

Wie schon in den vergangenen Jahren stand hinter dem fröhlichen Fest aber die Hilfe für die armen Menschen im äquatorialafrikanischen Ruanda. In Bad Königshofen würde natürlich das Hilfsprojekt von Pfarrvikar Mutume in den Mittelpunkt gerückt. Dabei geht es nicht nur um Fahrräder, sondern auch ein Projekt für Kinder. Aus Uganda könnten verschiedene Kunstgegenstände angeboten werden und auch das Essen der Region wäre im Angebot, um so ein großes Fest zu feiern. Begeistert von der Idee des Pfarrvikars ist auch Pfarrsekretärin Martha Ort, die sich vorstellen kann, um die Kirche, wie beim Pfarrfest, die verschiedenen Angebote zu präsentierten.

Bühne vorhanden

Am Marktplatz könnten die Vorführungen stattfinden und dort verschiedene Essensstände stehen. Ein Freiluftgottesdienst schwebt Pfarrvikar Mutume ebenfalls vor, bei dem natürlich Afrika im Mittelpunkt stehen würde. Eine Bühne wäre vorhanden, wenn das erste Afrikafestival in Bad Königshofen nach dem Sommerzauber gefeiert wird. Die Zusage, dass man die Bühne stehen lassen könnte, hat Mutume bereits vom Werbekreis. Sicherlich: Mut ist gefragt, solch ein Fest auf die Beine zu stellen. Die Bad Königshofener Vereine haben aber schon in der Vergangenheit gezeigt, dass für sie das kein Problem sein sollte.

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