STOCKHEIM

Stockheimer verlieren keine Zeit beim Bau der Kinderkrippe

Der geplante Bau einer Kinderkrippe in Stockheim war am vergangenen Dienstag das Hauptthema der Gemeinderatssitzung und wurde am Ende einstimmig beschlossen. Die Einrichtung soll künftig 15 Kleinstkindern einen Krippenplatz bieten. Die Anzahl der Plätze geht auf eine Umfrage der Gemeinde zurück, die auf diese Weise klären wollte, wie der Bedarf in der Gemeinde aussieht.

Zur Sitzung eingeladen waren auch Pfarrer Andreas Hutzler und Architekt Dominik Wukowojac. Letzterer stellte seinen vorläufigen Entwurf des Gebäudes, das unmittelbar an der Westseite des St. Vitus-Kindergartens entstehen soll, dem Gremium vor.

Bürgermeister Martin Link informierte zunächst über den aktuellen Stand des Vorhabens. In mehreren Arbeitssitzungen wurde versucht, die Wünsche und Vorgaben aller am Bauvorhaben Beteiligten unter einen Hut zu bekommen. Dabei habe man Kompromisse eingehen müssen, mit denen alle leben können, hofft Link, denn neben dem Jugendamt und der Caritas mussten allein fünf Genehmigungsbehörden ihr Okay zum Bauvorhaben geben. Vor allem das Bischöfliche Ordinariat als Eigentümer der Einrichtung habe dem vorläufigen Entwurf, der für die Förderanträge benötigt wird, zustimmen müssen.

Gemeinde trägt 120 000 Euro

Auf 430 000 Euro werden die Kosten für den Neubau der Kinderkrippe geschätzt, wobei die Gemeinde nach Abzug der zu erwartenden Fördermittel vom Bund und vom Bischöflichen Ordinariat etwa 120 000 Euro aufbringen müsste.

Wie der Architekt in seinen Erläuterungen zum Konzept bemerkte, soll der Neubau zwar durch einen gemeinsamen Garderobenbereich verbunden werden, dennoch aber als architektonisch eigenständiges Flachdachgebäude in Form eines Quaders entstehen, das sich deutlich vom Kindergarten-Altbau abhebt.

Dieser Bauentwurf sei insbesondere vom Bischöflichen Ordinariat so gewünscht, da zum Beispiel die Variante „Verlängerung des Altbaudaches“ aus Kostengründen abgelehnt worden sei, ergänzte das Ortsoberhaupt die Ausführungen.

Der Plan sieht einen großen Gruppenraum vor, der sich durch bodentiefe Fensterfronten nach Süden und Westen hin öffnet. Ferner werden ein Ruheraum und ein Wickelbereich mit Blickbezug zum Gruppenraum entstehen sowie eine Teeküchennische, ein WC-Bereich und ein weiteres Bürozimmer.

In der anschließenden Diskussion konnte der Architekt die Bedenken einer Gemeinderätin, ob ein Flachdach aus energetischer Sicht sinnvoll sei, weitestgehend ausräumen. Technisch stünden heute ganz andere Lösungen zur Verfügung, so Wukowojac.

Die Zeit drängt

Schließlich stimmten die Bürgervertreter dem Eingabeplan wie vorgelegt zu. Um keine Zeit zu verlieren – schon im nächsten Jahr läuft die Bundesförderung für den Ausbau von Kinderkrippenplätzen aus – soll bereits Ende nächster Woche der Eingabeentwurf samt Zuschussantrag abgeschickt werden.

Der endgültige Plan, so hofft der Bürgermeister, könnte dann unmittelbar nach der Sommerpause den Fachbehörden vorgelegt werden, damit baldmöglichst mit dem Bau begonnen werden kann. Die Kinderkrippe muss aufgrund der Fördervorgaben bereits im Herbst 2013 fertiggestellt sein, so Link.

In der Sitzung hatten die Ratsmitglieder noch über weitere Anträge zu entscheiden. So hatte der Elternbeirat die Verlängerung der gemeindlichen Förderung für alle Stockheimer Kindergartenkinder mit je fünf Euro beantragt, was die Bürgervertreter einhellig bewilligten. Auch gegen das Bauvorhaben von Alois Storath, der seine Gerätehalle zu einem Pferdestall umbauen möchte, und zum Antrag von Dietmar Seifert, seine Hausnummer nach der Teilung des Grundstücks behalten zu dürfen, wurden keine Einwände erhoben.

Schließlich bedankte sich Link bei den Vereinen und Bürgern, die sich am diesjährigen Ferienprogramm beteiligen, bei Sabine Hartmann für die Erstellung des Ferienprogramms und bei allen, die beim Bau des neuen Stockheimer Fahrradparcours mitgewirkt haben. Letzterer wird im Übrigen am 10. August offiziell seiner Bestimmung übergeben.

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