Strahlungen

Strahlungen: Bäume bringen Minus in die Gemeindekasse

Per variablem Holzscheibenstapel verdeutlichte Forstdirektor Hubert Türich die schwierige Lage des Waldes.
Per variablem Holzscheibenstapel verdeutlichte Forstdirektor Hubert Türich die schwierige Lage des Waldes. Foto: Andreas Sietz

Zum Ende der politischen Legislaturperiode präsentierte Forstdirektor Hubert Türich noch einmal interessante Fakten und Zahlen rund um den zirka 150 Hektar großen Strahlunger Gemeindewald. Er betonte dabei, dass die Nachhaltigkeit in der Waldwirtschaft ein Beitrag zum Klimaschutz sei. Bei Kiefern- und Fichtenstammholz gebe es auf dem Holzmarkt einen wahren Preissturz. Zudem seien die Bäume aufgrund des sich wandelnden Klimas mit zunehmenden Wassermangel und hohen Sommertemperaturen regelrecht gestresst. Und dann gebe es noch den Borkenkäfer, der sich schnell verbreite.

Per "Klötzchen-Spiel" brachte der Waldfachmann die Lage und Problematik des Waldes den Gemeinderäten um Bürgermeisterin Karola Back näher. Monokulturen seien heute in Anbetracht von Großwetterereignissen nicht mehr aktuell. Man baue somit bei der Frage nach den "Baumarten der Zukunft" auf Vielfältigkeit im Wald. Im letzten Jahr gab es keinen planmäßigen Holzeinschlag aufgrund der schlechten Marktlage, so Türich. Lediglich in der Aufarbeitung wurden 182 Festmeter notiert. Auf einer Fläche von einem halben Hektar wurden 1500 neue Baumsetzlinge gepflanzt. Somit wurde wenig Geld eingenommen, aber es wurde investiert.

Für 2020 sind Ausgaben in Höhe von knapp 40 000 Euro im Jahresbetriebsplan einkalkuliert. Diese setzen sich aus den Kosten für den Holzeinschlag, der Pflanzung von Neukulturen, Wegeunterhalt oder den Bewirtschaftungskosten zusammen. Die zu erwartenden Einnahmen liegen rund fünftausend Euro darunter. Somit schreibt das gemeindliche Grün rote Zahlen. Dem Ratsgremium blieb dennoch nichts anderes übrig, als dem Jahresbetriebsplan für den Kommunalwald zuzustimmen. Der Forstdirektor fügte an, dass ein gesunder Baum im Wald besser sei als ein gefällter, für den es wenig Geld gibt. Auch das sei Klimaschutz mit nachhaltigem Blick und ökologischem Gedanken. Der Rat stimmte der Planung für dieses Jahr zu.

Beschilderung wird geprüft

Achim Lutz (Lutz Design) aus Würzburg hatte die Gemeinde Strahlungen mit ihrer Beschilderung genauer unter die Lupe genommen und bildete mit diesen Untersuchungen die Basis für eine neue Gesprächsrunde im Kreis der Räte. Die Gemeinde Strahlungen möchte im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes ein einheitliches Leit- und Beschilderungskonzept auf den Weg bringen. Ein Grundlayout für Strahlungen wurde gefordert. Die aufgehende Sonne mit dem Hinweis auf einen schönen Rhönblick sollen zum Markenzeichen der Gemeinde werden. Holz und Stein kennzeichnen zudem den Ort und gehören in die möglichen Gestaltungsthematik. Diese und die mögliche Umsetzung des einheitlichen Orientierungssystem wird das Gremium wohl noch längere Zeit beschäftigen.

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