Fladungen

Streutalallianz lenkt den Blick auf die Streu

"Die Streu erleben": Das will die Streutalallianz für Bürger und Gäste möglich machen. Anhand von Kneippbecken (im Bild die Anlage in Nordheim, die 2014 eingeweiht wurde), in Verbindung mit Rad- und Wanderwegen, soll dabei auch der Tourismus gefördert werden. Foto: Eva Wienröder

Stadt, Land, Fluss – was hat dieser Spieleklassiker mit der Streutalallianz zu tun? Nun, die Allianz beinhaltet eben diese drei Begriffe, die im ILEK-Maßnahmenkatalog als Aufgabenfelder aufgeführt sind. Doch Wasser als verbindendes Element darf sich nicht allein im Logo der Streutalallianz wiederfinden, die verbindende Kraft des Wassers soll die vorhandenen Potentiale der Region wecken. „Unser Konzept mit Leben zu füllen“ müsse jetzt das Bestreben sein, appellierte Bürgermeister Eberhard Streit (Mellrichstadt) an seine Amtskollegen zur Auftaktsitzung 2020 im Sitzungssaal der VG Fladungen.

Um Missverständnissen und Fehlinterpretationen gleich vorzubeugen, lobte Streit die Arbeit der Streutalallianz mit dem Vorsitzenden Bürgermeister Martin Link (Stockheim) und Allianzmanagerin Gertraud Kokula an der Spitze als effektiv und fruchtbar, stets ausgerichtet auf Lösungen für die Gemeinschaft. „Nach innen ist in kurzer Zeit schon viel passiert“, stellte er anerkennend heraus.  Zu diesem „Innenbereich“ zählen Themen wie das Kernwegenetz, die kommunalen Bauförderprogramme mit den Angeboten für Architekten- und Beratungs-Gutscheine sowie die Abstimmung der Richtlinie für das Regionalbudget im Gebiet der Streutalallianz, um einige wesentliche Inhalte daraus zu nennen.

Eine ausführliche Diskussion drehte sich in Sachen medizinischer Versorgung um das Prinzip der Dorfschwester, die durch die Telemedizin eine Aufwertung erfahren kann. Zum anderen ist der Einsatz eines offenen mobilen Jugendarbeiters offen debattiert und schließlich auf den Weg gebracht worden.

Die Streu erleben: ein Leuchtturmprojekt 

Für Eberhard Streit ist es daher an der Zeit, den Blick auf die „Außenwirkung und -darstellung“ der Streutalallianz zu richten und ein verbindendes Element zu schaffen, das „als Leuchtturmprojekt im Streutal von der Bevölkerung wahrgenommen wird“. Dabei zitierte er aus dem ILEK-Katalog den Masterplan „Die Streu erleben“, der als Starterprojekt Aspekte wie Wasser und seine Bedeutung als Lebensqualität für Orte und Landschaft, Wasser als touristische Attraktion sowie die Bedeutung von Wasser für die Streutalallianz im Zuge des Klimawandels beinhaltet.

Anhand von Kneippbecken an der Streu, in Verbindung mit Rad- und Wanderwegen, soll beispielsweise der Aktiv-, Gesundheits- und Naturtourismus gefördert werden. A propos Wander- und Radwege im Streutal: Als Starterprojekte sind sie darauf ausgerichtet, ein schlüssiges Wegenetz mit hohem Qualitätsstandard zu schaffen.

Auch das dürfte als verbindendes Element seine Wirkung in der Öffentlichkeit nicht verfehlen: die Veranstaltungsmeile Streutal. Dieses Starterprojekt zielt darauf ab, ein- oder mehrtägige Events an unterschiedlichen Spielorten unter Mitwirkung von Vereinen und Kulturschaffenden auszurichten. Einhellig begrüßt wird auch die Idee eines Streutal-Festivals, in welcher Form auch immer, das in die Region hinein strahlt und natürlich auch darüber hinaus. Nur, für die Organisation eines solchen Events ist es heuer schon zu spät. Für 2021 ist es aber fest vorgemerkt.

Gewässer-Karte mit Tretbecken und Lehrpfaden

Allianzvorsitzender Martin Link appellierte an die Amtskollegen, Ideen und Vorschläge zu sammeln und an die Allianzmanagerin zu melden. Ebenso sollen die Kommunen entlang der Streu Gertraud Kokula über Einrichtungen wie Tretbecken, Gewässer-Lehrpfade oder Wasser-Spielplätze berichten, damit eine entsprechende Gewässer-Karte im und für das Streutal angefertigt werden kann.

Die Anregung für das Thema Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz in der Streutalallianz war von Bürgermeister Reimund Voß aus Willmars gekommen. Mit Simon Mengen vom Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen war nun ein Experte in der Runde, der über den Zustand der Gewässer Streu, Sulz, Mahlbach/Bahra und Els – diese vier Wasserläufe im Streutal - informierte.

Das Konzept der Gewässerentwicklung läuft bis 2027, mit dem Ziel, eine einwandfreie Wasserqualität zu erreichen. Wie Mengen sagte, „ein ambitioniertes Ziel“. Er informierte zum Stand der Dinge im Streutal in Sachen derzeitiges Entwicklungs- sowie Umsetzungskonzept. Mit Maßnahmen, die darauf ausgerichtet sind, den ökologischen Zustand der Gewässer zu verbessern und zugleich touristische Ziele einzubinden.

Abstimmung mit dem Landschaftspflegeverband

An dieser Stelle hakte Bürgermeister Thomas Fischer (Nordheim) nach, der den Stand der Dinge zu einem vorliegenden Maßnahmenkatalog seitens des Landschaftspflegeverbands (LPV) Rhön-Grabfeld erfragte. Um die entsprechende Auskunft wird sich Allianzmanagerin Kokula bemühen, die zum LPV Kontakt aufnehmen wird. In der Frage, ob die Streutalallianz ein eigenes, neues Gewässerentwicklungskonzept für notwendig erachtet und initiiert, plädierte Allianzvorsitzender Link dafür, auf die Planungen beziehungsweise Maßnahmen des LPV von 2005 zurückzugreifen.

Die Internetplattform der Streutalallianz unter https://streutalallianz.de/ ist ein informatives und aktuelles Portal. Nun ist über die Internetseite auch der Antrag auf fördernde Mitgliedschaft der Streutalallianz abrufbar.

Schlagworte

  • Fladungen
  • Georg Stock
  • Bürgermeister und Oberbürgermeister
  • Eberhard Streit
  • Freizeitradsport
  • Gewässer
  • Hochwasserschutz
  • Martin Link
  • Qualitätsstandards
  • Reimund Voß
  • Thomas Fischer
  • Wanderwege
  • Wasser
  • Wassergüte
  • Wasserläufe
  • Webportale
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
1 1
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!