UNSLEBEN

Stromtankstelle geplant

Das Thema E-Mobilität zieht immer weitere Kreise um Bad Neustadt. War das Modellprojekt in der Kreisstadt so etwas wie der Startschuss, werden auf diesem Gebiet jetzt immer mehr Kommunen aktiv. In ihrer jüngsten Sitzung befassten sich die Gemeinderäte von Unsleben mit einer Schnellladesäule, die an der Hauptstraße aufgestellt werden soll.

Bürgermeister Michael Gottwald besprach dazu mit den Mandatsträgern die Möglichkeit, auf dem geplanten Parkplatz am alten Pfarrhaus eine Stromtankstelle aufzustellen. Das Gemeindeoberhaupt hat vorsorglich bereits einen Förderantrag beim Verkehrsministerium gestellt, weil eine Frist zu wahren war. Nach seinen Ausführungen könnte die Einrichtung rund 27 000 Euro kosten. Die Förderung könnte bei etwa 10 000 Euro liegen. Unter dieser Voraussetzung soll das Vorhaben realisiert werden, beschloss das Gremium. Falls dem Antrag nicht stattgegeben werden sollte, werden auf jeden Fall schon Zuleitungen verlegt, damit zu einem späteren Zeitpunkt nachgerüstet werden kann.

Räte spenden Sitzungsgelder

In den nächsten Wochen sollen die Arbeiten am Spielplatz Beetländer beginnen. Landschaftsplanerin Josefa Will stellte ihr Konzept für das Gelände vor. Danach sollen nicht nur Geräte ausgetauscht, sondern auch die Fläche vergrößert werden. Die Gemeinderäte hatten bereits beschlossen, die Sitzungsgelder für das Vorhaben zu verwenden. Insgesamt stellt das Gremium 17 000 Euro zur Verfügung.

Die Kosten beziffert Gottwald auf etwa 45 000 Euro. Die Arbeiten sollen vom Bauhof vorgenommen werden; der Rathauschef hofft aber auch noch, Eltern als Helfer für das Projekt mobilisieren zu können.

Auch die Vorarbeiten für die Sanierung des Radwegs Wechterswinkel – Unsleben schreiten voran. Das Gremium billigte jetzt einen Ingenieurvertrag mit dem Büro Müller, das die Planungsunterlagen für den Förderantrag erstellen soll. Gleichzeitig nimmt das Büro A und K Umweltgutachten aus Volkach geotechnische Untersuchungen vor.

Gottwald stellte den Vorentwurf für das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK) vor, das demnächst verabschiedet werden soll. Darin wird auch unter anderem die Situation von Unsleben beleuchtet. Die Stärken des Dorfes liegen demnach auf dem Gebiet der regenerativen Energien und des ausgeprägten Gemeinschaftssinnes. Auf der Negativseite stehen hohe Verkehrsbelastung, fehlende behindertengerechte Infrastruktur und Defizite bei alternativen Wohnformen für Senioren.

Ferner informierte der Bürgermeister über neue Aktivitäten des Energiesparkreises. Danach soll im Oktober in Unsleben die Auftaktveranstaltung für eine Vortragsreihe sein, die sich mit Fördermöglichkeiten und Hausdämmungen auseinandersetzt. Dazu soll Besitzern von Häusern, die vor 1990 errichtet worden sind, die Möglichkeit einer kostenlosen Beratung geboten werden.

Dem Bauantrag von Tanja und Jens Riel, die an ihrem Anwesen im Bölsweg eine Gaube errichten möchte, stimmte das Gremium zu.

Schlagworte

  • Unsleben
  • Eckhard Heise
  • Michael Gottwald
  • Wohnformen für Senioren
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0

Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!